Orbán: Beziehungen zwischen Ungarn und Deutschland dürfen nicht durch Parteipolitik beschädigt werden

Ministerpräsident Viktor Orbán erklärte auf einer internationalen Pressekonferenz, dass die Beziehungen zwischen Ungarn und Deutschland gut gefestigt seien, auch wenn die ungarische Regierung und die neue deutsche Regierung aufgrund ihrer unterschiedlichen ideologischen Ansätze nicht einer Meinung seien – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



Sie stellten eine gute Basis für die Zusammenarbeit dar, und es wäre nicht wünschenswert, wenn parteipolitische Erwägungen diese Beziehungen beeinträchtigen würden, fügte er hinzu. Daher sei es nicht ausgeschlossen, dass die deutsch-ungarischen Beziehungen trotz der unterschiedlichen parteipolitischen Ansätze auch in den kommenden Jahren gut bleiben, so Orbán.

Ungarn habe noch keine Kontakte mit der neuen Regierung in Berlin aufgenommen. Gleichzeitig sagte Orbán, er habe ein Treffen der Staats- und Regierungschefs der Visegrad-Gruppe mit dem neuen deutschen Bundeskanzler initiiert. Orbán sagte, die ungarische Regierung hoffe, Berlin davon überzeugen zu können, dass die Länder des westlichen Balkans integriert, bei der Annäherung an den Rest Europas unterstützt und in Europa aufgenommen werden sollten, anstatt bestraft und sanktioniert zu werden, da letzteres große Probleme verursachen könne.

In der Zwischenzeit sagte Orbán, es sei sicher, dass sich der Fidesz nicht an der Gründung einer neuen europäischen politischen Familie beteiligen oder einer bestehenden Familie vor den französischen Präsidentschaftswahlen beitreten werde.