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Suizid statt Gefängnis

Am 6. Mai 2015 hat sich ein 35-jähriger Mann in einem Wald zwischen den Gemeinden Ozora und Füged südlich des Balaton in den Kopf geschossen und so seinem Leben ein Ende gesetzt.

In einer Videobotschaft erklärte er vorher die Gründe für seinen Suizid. Der Mann betont, er sei bei vollem Bewusstsein, stehe nicht unter Drogen, habe niemand getötet und werde auch niemand töten. Er sei kein Terrorist, sondern habe vor fünf Jahren einen Fehler gemacht, als er versuchte, jemand zu erpressen. Dafür sei er zu einer unverhältnismäßig hohen Strafe von drei Jahren Gefängnis verurteilt worden, die er jetzt antreten müsste. Die Strafe kann er nicht akzeptieren, weil er für Dinge verurteilt wurde, die er nicht getan habe.

Im Video fordert er, dass jeder darüber nachdenken solle, ob man in Ungarn in einem Rechtsstaat lebe. Daneben betont er, es handle sich bei seinem Suizid um eine persönliche Angelegenheit, er habe nichts gegen die Regierung sowie gegen Zigeuner, Israelis oder Palästinenser. Der Mann arbeitete bei der Bürgerwehr und habe dort bewiesen, dass er ein anständiger Mensch ist. Einmal sei er sogar als „Bürgerwehrler des Jahres“ ausgezeichnet worden.

Die Ehefrau stellte in Erfüllung des letzten Wunsches von János Gárer die Videobotschaft ins Netz.