Gefro Banner

Budapest: Präsident der DUIHK im Amt bestätigt

Die Mitgliederversammlung der Deutsch-Ungarischen Industrie- und Handelskammer wählte am 7. Mai 2015 Dale A. Martin, CEO der Siemens Zrt. erneut zu ihrem Präsidenten. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hob in einer Rede vor den Mitgliedern der Kammer die außerordentlich große Bedeutung der im Lande tätigen deutschen Unternehmen für die Wirtschaft des Landes hervor.

Vor der Mitgliederversammlung hatte sich der Vorstand der DUIHK mit Ministerpräsident Orbán und Wirtschaftsminister Mihály Varga in einem Gespräch zu aktuellen Fragen der deutsch-ungarischen Wirtschaftsbeziehungen und der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Ungarn ausgetauscht.

Dale A. Martin betonte, dass die deutschen Unternehmen in Ungarn mit seit Jahren nicht mehr so großer Zuversicht auf die Wirtschaft sehen. „Um das Vertrauen der Wirtschaft zu erhalten und zu stärken, ist ein kontinuierlicher und ergebnisorientierter Dialog zwischen Politik und Unternehmen ein sehr wichtiges Mittel“, erklärte Martin. Dazu tragen sowohl Gespräche auf höchster Ebene als auch regelmäßige Kontakte auf Arbeitsebene, wie z.B. in der ständigen Arbeitsgruppe der Kammer mit dem Wirtschaftsministerium bei, so der Kammerpräsident.

In seiner Rede vor den Mitgliedern betonte Ministerpräsident Orbán, dass die in Ungarn tätigen deutschen Unternehmen gut 300.000 Arbeitsplätze geschaffen haben und damit das Einkommen für über eine Million Ungarn sichern. „Das 2014 erreichte Wirtschaftswachstum von 3,6 Prozent wäre ohne die deutschen Unternehmen nicht möglich gewesen“, sagte der Ministerpräsident. In Bezug auf die Wirtschaftspolitik erklärte Viktor Orbán, dass sich deren wichtigste Elemente im kommenden Jahr nicht wesentlich ändern werden. So würden die Grundzüge der Besteuerung von Bürgern und Unternehmen unverändert bleiben, und die Regierung werde auch weiterhin am Ziel festhalten, das Haushaltsdefizit auf weniger als drei Prozent des BIP zu begrenzen und die Verschuldung zurückzufahren, so der Ministerpräsident.

Digital Abonnement der Balaton Zeitung

Die Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland, Lieselore Cyrus, sagte in ihrem Grußwort, dass die Zusammenarbeit mit der Kammer für die Botschaft sehr wichtig und hilfreich sei. Für die künftige Entwicklung der ungarischen Wirtschaft sind aus Sicht der Botschafterin vor allem die Bereiche Qualifizierung, Unterstützung des Mittelstandes und Investitionen in Forschung und Entwicklung besonders wichtig. „In diesen Bereichen leisten deutsche Unternehmen bereits heute eine wertvollen Beitrag, und sicherlich lässt sich die Zusammenarbeit hier noch weiter verstärken“, so Botschafterin Cyrus.

Die Rektorin der Budapester Wirtschaftshochschule BGF, in deren Aula die Mitgliederversammlung ausgerichtet wurde, sagte in ihrem Grußwort, dass die BGF als größte Wirtschaftshochschule des Landes schon heute vielfältige Beziehungen zu deutschen Unternehmen unterhalte. Im Herbst werde die BGF in Kooperation mit der Wirtschaft mehrere duale Studiengänge starten, so die Rektorin.

Die Mitgliederversammlung wählte Dale A. Martin, CEO der Siemens Zrt., für eine zweite Amtszeit von zwei Jahren zum Präsidenten der Deutsch-Ungarischen Industrie- und Handelskammer. Erstmals war Dale A. Martin 2013 zum Präsidenten gewählt worden.

Folgende Personen wurden für drei Jahre in den Vorstand berufen: Nils Blunck, Geschäftsführer, Blucron Kft, Dr. h.c. Thomas Faustmann, Vorsitzender der Geschäftsführung, AUDI Hungaria Motor Kft, Péter Kásler, Geschäftsführer, Penny Market Kft, János Mátyásfalvi, Geschäftsführer, Beretvás Kft, Dr. Thomas Narbeshuber, Geschäftsführer, BASF Hungária Kft. Auf seiner konstituierenden Sitzung ernannte der neue Vorstand Peter Kásler zu einem der drei Vizepräsidenten der DUIHK. Weitere Vizepräsidenten sind Ildikó Jakabucz, Geschäftsführerin der Hauni Hungária Gépgyártó Kft. und Peter Inzenhofer, Geschäftsführer der Hirschman Car Communication Kft.

Die Mitgliederversammlung wählte für das Geschäftsjahr 2015 die Diamant Könyvvizsgáló, Gazdasági és Pénzügyi Tanácsadó Kft., vertreten durch Inhaberin Terézia Bárány, zur Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
D.W.

Über die Deutsch-Ungarische Industrie- und Handelskammer (DUIHK)

Die DUIHK ist die offizielle Vertretung der deutschen Wirtschaft in Ungarn und mit etwa 900 Mitgliedsunternehmen der größte bilaterale Unternehmensverband des Landes. Sie wurde 1993 gegründet, ihre wichtigste Aufgabe ist die Förderung der deutsch-ungarischen Wirtschaftsbeziehungen. In ihren Zielen und Prinzipien – praxisorientierter Service für Unternehmen, Bilateralität und parteipolitische Neutralität – setzt sie die Traditionen der 1920 gegründeten Deutsch-Ungarischen Handelskammer fort.

Die DUIHK ist Plattform für direkte Unternehmenskontakte, bietet Firmen umfangreiche, praxisorientierte Dienstleistungen und Informationen, vertritt die Interessen ihrer Mitglieder und beteiligt sich an der kontinuierlichen Verbesserung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen.

Die DUIHK ist offiziell anerkanntes Mitglied des weltweiten Netzes von mehr als 130 deutschen Auslandshandelskammern in rund 90 Ländern (AHK). Sie ist die offizielle Vertretung der Freistaaten Bayern und Sachsen in Ungarn.