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Radfahren in Ungarn immer beliebter

Das Fahrrad spielt in Ungarn eine große Rolle. Einerseits ist es das Fortbewegungsmittel in Dörfern und Kleinstädten, wo viele sich kein Auto leisten können. Andererseits legen sich gerade jene, die sich ein Auto leisten können, dem weltweiten Trend folgend ein teures Fahrrad für die Freizeitgestaltung und für den täglichen Weg zur Arbeit zu.



Dank zahlreicher EU-Fördermittel wird das Radwegenetz in Ungarn sowohl innerhalb als auch außerhalb von Städten stetig ausgebaut und verbessert. Parallel dazu nimmt die Zahl der Bikertreffen, Fahrradwettbewerbe und gemeinschaftlichen Radtouren von Jahr zu Jahr weiter zu. Das Fahrrad gilt mittlerweile auch als sicheres Verkehrsmittel, denn trotz enormen Anstiegs der Zahl der Fahrräder im Straßenverkehr ist keine auffällige Zunahme von Verkehrsunfällen mit Radfahrern zu verzeichnen. Der Wechsel der Fahrer zwischen Auto und Fahrrad hat eine positive Wirkung auf die Entwicklung einer hohen Bikerkultur und auf die Akzeptanz der Radfahrer im Straßenverkehr.

Der Ungarische Bikerclub hat sich zum Ziel gesetzt, noch mehr Menschen zum Radfahren zu bringen: Bewegung sei gesund und notwendig, das Fahrrad ersetze außerdem das Auto und leiste somit einen Beitrag zum Schutz der Natur. Einer gemeinsamen Umfrage des Bikerclubs und des Marktforschungsinstitutes TNS Hoffmann zufolge gehört Ungarn zu den größten Biker-Nationen der EU: 22% der Bevölkerung sagte aus, dass das Fahrrad ihr meist genutztes Verkehrsmittel sei und sie regelmäßig damit zur Arbeit fahren, 41% der Befragten nutze in zwei Wochen mindestens einmal ihr Fahrrad.

Anfang Mai rief der Ungarische Bikerclub an 30 Punkten in ganz Ungarn zu einem Biker-Frühstück auf, das in Veszprém im Wohngebiet Cholnoky stattfand. Auf dem Weg zur Arbeit trafen sich die Radfahrer zu einem gemeinsamen Frühstück und setzten im Bewusstsein der Zugehörigkeit zu einer tollen Truppe dann ihren Weg fort. Die Teilnehmer nahmen an einer Tombola mit wertvollen Gewinnen teil.

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