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Mückenschutz am Balaton mit chemischen Mitteln

Die plötzliche Wettererwärmung Ende Mai, Anfang Juni beschleunigte die Entwicklung der Mückenlarven, biologische Mittel richten an den Brutstätten nur noch wenig aus, deshalb wurde für das Wochenende vom 12.-14. Juni 2015 die erste Mückenbekämpfung mit chemischen Mitteln angeordnet, sagte Tamás Sáringer-Kenyeres, Leiter der Arbeitsgruppe Mückenschutz am Balaton.



In diesem Jahr war bisher eine Stechmückenbekämpfung mit biologischen Mitteln notwendig, die im letzten Monat rund um den Plattensee durchgeführt wurde. Des Weiteren wurde im Ostbecken des Balaton wegen des Harley-Davidson-Festivals in Alsóőrs auf einer Fläche von 540 Hektar eine chemische Ausdünnung notwendig, die in den letzten Tagen durchgeführt wurde.

In den frühen Morgenstunden und in den Abendstunden ist bei günstigem Wetter an diesem Wochenende mit der chemischen Bekämpfung der geschlüpften Mücken aus der Luft auf einer Gesamtfläche von 6000 Hektar zu rechnen. Die eingesetzten Mittel sind nur für Stechmücken schädlich, bei anderen Insekten und Tieren rufen sie keine Beschwerden hervor.

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Sáringer-Kenyeres versicherte den Medien, dass die notwendigen finanziellen Mittel für den Mückenschutz am Balaton nun bereit stehen. Die Hälfte der Kosten tragen die Selbstverwaltungen der Region Balaton, die Gelder wurden im Jahresbudget eingeplant. Die andere Hälfte trägt das Ungarische Tourismusamt, das seine Zusage in diesen Tagen konkretisierte.

Sollte es wie im vergangenen Jahr zu längeren Regenperioden kommen, muss der Mückenschutz landesweit miteinander abgestimmt werden. Dann übernimmt der Katastrophenschutzdienst vorübergehend die Koordinierung, so Sáringer-Kenyeres.