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Ein Hund aus dem Tierheim?

Das Tierheim von Zalaegerszeg ist mit rund 180 Hunden permanent überfüllt, dennoch kommen Tag für Tag neue Tiere dazu, sagen die Pfleger des vom Tierschutzverein Bogáncs betriebenen Tierheimes.



„Manche Tierliebhaber holen sich einen Hund aus dem Heim – weil es gerade schick ist, einen Hund zu besitzen oder weil sie wirklich helfen wollen – unterschätzen aber die Verantwortung, die mit der Haltung eines Tieres einhergeht“, berichtet Erika Abai. „Nach einer Woche oder einem Jahr, manchmal auch später kommt das Tier unter Berufung auf fadenscheinige Begründungen, wie der Hund sei krank, zurück in die Station.“

So gäbe es beispielsweise ältere Personen, die gerne junge Hunde mitnehmen, mit dem Abrichten der Tiere aber vollkommen überfordert sind. „Hunde sind sehr sensible Wesen, die nicht den Stimmungsschwankungen ihrer Besitzer ausgesetzt oder von einem Besitzer zum anderen geschoben werden dürfen“, so Erika Abai.

Auch tierliebende Familien sollten sich deshalb genau überlegen, ob ein Hund in ihr Lebenskonzept passt, ob genügend Zeit bleibt, sich wirklich mit dem Tier zu befassen. „Füttern allein reicht bei weitem nicht aus, um einen Hund zu halten. Erst wenn der Hund sich bei liebevoller Pflege und aufmerksamer Zuwendung rundum wohlfühlt, wird er zum echten, treuen Freund fürs Leben.“

Ein Hund lebt durchschnittlich 10-15 Jahre, diese Zeit muss eingeplant und durchdacht werden. Ein Hund kostet Geld und je älter ein Tier wird, umso mehr Probleme und Ausgaben können auftreten: die Tiere brauchen Impfungen, sie können krank werden, in ihrem jungen Übermut laufen die Hunde manchmal weg, dann müssen sie gesucht werden.

Der Tierschutzverein Bogáncs in Zalaegerszeg stellt den zukünftigen Tierhaltern immer häufiger diese Fragen, um sicher gehen zu können, dass ihre schutzbefohlenen Tiere in ein gutes Zuhause kommen, wo man sich der Verantwortung bei der Haltung von Hunden bewusst ist.

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