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Sisalteppiche richtig reinigen

Wer seine Wohn- oder Geschäftsräume mit strapazierfähigen und dennoch ansehnlichen Bodenbelägen ausstatten möchte, der greift gerne zum Sisalteppich. Bei Sisal handelt es sich um eine Naturfaser, die aus den Blättern der Sisal-Agave gewonnen wird. Sisal zählt zu den fünf weltweit wichtigsten Naturfasern. Teppiche aus Sisal gelten als besonders robust und zäh, da die Fasern besonders hart, steif und zugfest sind. Auch die Reinigung solcher Teppiche ist relativ einfach. Da es sich um eine Naturfaser handelt, müssen dennoch ein paar Details bei der Reinigung beachtet werden.

Unterhaltsreinigung von Sisalteppichen

Bei alltäglichen Verschmutzungen durch Staub, Krümel oder Tierhaare präsentiert sich ein normaler Sisalteppich aus dem Handel als recht pflegeleicht. Denn diese Verschmutzungen können einfach mit einem Staubsauger abgesaugt werden. Um auch die Unterseite des Teppichs vom Staub zu befreien, kann man ihn mit einem Teppichklopfer ausklopfen. Diese Art der Reinigung empfiehlt sich vor allem bei kleineren, leicht zu transportierenden Teppichen oder Läufern.

Während man bei der gewöhnlichen Unterhaltsreinigung von Sisalteppichen keine besonderen Dinge beachten muss, sieht das bei der Entfernung von Flecken oder Feuchtigkeit schon ein wenig anders aus.

So entfernt man Flecken richtig aus Sisalteppichen

Landet einmal ungewollt etwas Kaffee oder eine andere Flüssigkeit auf dem Teppich, dann ist schnelles Handeln wichtig. Denn die Naturfasern saugen die Flüssigkeit und die darin enthaltenen Farbstoffe auf. Das Ergebnis sind hässliche Flecken, die kaum noch zu entfernen sind. Zudem schadet die Feuchtigkeit den Fasern. Daher sollte die Flüssigkeit umgehend mit einem trockenen, sauberen und saugfähigen Tuch abgetupft werden. Wichtig ist, dass man wirklich nur tupft und nicht reibt. Denn das Reiben kann den Fasern schaden. Außerdem würde man mit reibenden Bewegungen den Fleck nur vergrößern.

Ist nach dem Abtupfen der Feuchtigkeit noch ein Fleck zu sehen, dann man mit ihn mit einem Teppichreiniger ausbürsten. Alternativ zum Teppichreiniger kann man auch ein pH-neutrales Waschmittel verwenden. Wichtig ist, dass man bei diesem Arbeitsschritt eine Bürste mit weichen Borsten verwendet. Harte Borsten könnten den Fasern schaden. Darüber hinaus sollte man so wenig Wasser wie möglich verwenden. Denn Feuchtigkeit verträgt die Naturfaser nicht sehr gut. Im schlimmsten Fall können hässliche Stockflecken zurückbleiben oder der Teppich kann sich verziehen.

Hat man den Fleck durch das Ausbürsten mit Teppichreiniger oder Waschmittel erfolgreich entfernt, dann tupft man die in den Fasern enthaltene Feuchtigkeit wieder mit einem trockenen und sauberen Tuch ab. Wenn es sich um einen kleinen Fleck handelt, dann trocknen die Fasern nach dem Abtupfen schnell. In der Regel bleiben dann keine sichtbaren Wasserflecken zurück. Damit das auch bei großflächigen Verschmutzungen gewährleistet ist, empfiehlt es sich, die Feuchtigkeit mit einem Föhn zu trocknen. Dabei sollte man natürlich darauf achten, dass der Föhn nicht zu heiß eingestellt ist. Will man seinem Sisalteppich die Heißluftdusche ersparen, dann kann man auch ein saugfähiges Granulat auf den Teppich geben. Alternativ dazu kann man auch Speisestärke verwenden. Das Granulat oder die Stärke saugen die Feuchtigkeit aus den Fasern heraus. Nach einer ausreichend langen Einwirkzeit muss man den Teppich dann lediglich mit dem Staubsauger absaugen.

Besonders hartnäckige Flecken aus Sisalteppichen entfernen

Handelt man schnell, dann können Kaffee & Co. einem Sisalteppich nicht gefährlich werden. Allerdings können beispielsweise ölhaltige Flüssigkeiten, Farben oder Schuhcreme den Ruin für den Teppich bedeuten. Will man das verhindern, dann kommt man nicht umhin, zu stärkeren Reinigungsmitteln zu greifen. Zunächst muss man jedoch die Oberfläche von den groben Verschmutzungen befreien. Dafür tupft man Flüssigkeiten wieder mit einem sauberen Tuch ab. Schuhcreme, oder andere Dinge mit einer festeren Konsistenz, kann man vorsichtig mit einem Spachtel von der Oberfläche entfernen.

Danach gilt es, nach einem geeigneten Lösungsmittel für den jeweiligen Fleck zu suchen. Lösungsmittel wie Alkohol, Benzin, Nitroverdünnung oder Nagellackentferner probiert man zunächst an einem alten Lappen aus. So kann man risikolos herausfinden, welches Mittel zur Entfernung des jeweiligen Flecks überhaupt geeignet ist. Hat man das richtige Lösungsmittel gefunden, sollte es zunächst an einer verdeckten Stelle des Teppichs getestet werden. Hinterlässt es keine Spuren oder Schäden, dann kann man den Fleck im Teppich damit behandeln.

Wer einen Sisalteppich besitzt, der kann sich auch vorsorglich einen Trockenschaum zur Reinigung von Naturfasern anschaffen. Dieser Schaum ist speziell auf die Bedürfnisse von Naturfasern abgestimmt und entfernt zahlreiche Flecken. Das Experimentieren mit Flüssigkeiten und Lösungsmitteln kann so in vielen Fällen vermieden werden.