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Nachhaltiger Konsum für eine bessere Gesundheit und mehr Lebensqualität

Immer rascher verbreiten sich Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Adipositas und diverse Allergien in den Regionen mit westlicher Lebensart. Ein Grund dafür ist neben dem Bewegungsmangel die schlechte Ernährung, vor allem in Hinblick auf die mangelnde Qualität der Lebensmittel. Doch der gegenwärtig hochmoderne und viel gerühmte Fleischverzicht ist keineswegs hauptverantwortlich für eine gesündere Lebensweise – die Zauberformel dafür lautet nämlich: nachhaltiger Konsum!

Vollwertige Ernährung als Teil eines nachhaltigen Lebenskonzepts

Ein nachhaltiges Lebenskonzept beinhaltet viele Teilbereiche, etwa den sparsamen beziehungsweise achtsamen Umgang mit Ressourcen wie Wasser und Energie, den Erwerb von Fair-Trade-Produkten (beispielsweise Fair-Trade-Kaffee) für bessere Bedingung für die Arbeitskräfte in den Entwicklungsländern sowie Schonung und Schutz der Umwelt. Weitere Teilbereiche der nachhaltigen Ernährung sind neben dem Konsum unter anderem Verpackung, Transport und Abfallentsorgung. Im Vordergrund steht dabei nicht nur die Erhaltung und Verbesserung des Systems, sondern auch die Bewahrung der natürlichen Regenerationsfähigkeit.

Die Sparte „nachhaltige Ernährung“ ist Teil der Ernährungsökologie als Fachgebiet der Ernährungswissenschaft, die im Jahr 1986 gegründet wurde. Aus den Forschungen gingen vier Dimensionen und sieben Grundsätze hervor.

Die Dimensionen und Grundsätze

Die vier Dimensionen der nachhaltigen Ernährung beziehen sich auf ökologische, soziale ökonomische und gesundheitliche Gesichtspunkte – also auf die globale Verantwortung für die Umwelt und Mitmenschen, auf die wirtschaftlichen Prozesse sowie auf die individuelle Ebene jeder einzelnen Person.

Die praktischen Grundsätze, die jeder Mensch mit Fokus auf einer nachhaltigen und somit gesunden Ernährung berücksichtigen sollte, lauten:

  • Bevorzugung veganer Kost (tierische Produkte nur von ausgewählten Zulieferern)
  • Verzehr ökologisch hergestellter Lebensmittel
  • Erwerb regionaler und saisonaler Erzeugnisse
  • Eigene Zubereitung von nur gering bis gar nicht vorverarbeiteten Produkten
  • Kauf fair gehandelter Lebensmittel
  • Ressourcen schonendes Haushalten
  • Freude und Genuss an bekömmlichen Speisen

Praktische Umsetzung der nachhaltigen Ernährung

In der praktischen Umsetzung der Nachhaltigkeit im Bereich Ernährung sind die Lebensmittel idealerweise zum überwiegenden Teil pflanzlich und nur zu einem geringen Prozentsatz industriell vorverarbeitet.

Hauptsächlich verwendet werden Gemüse und Kräuter, Obst, Nüsse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Kartoffeln, außerdem Milch und Milchprodukte sowie geringe Mengen an Fisch, Fleisch und Eiern. Darüber hinaus sind alle Speisen mit qualitativ hochwertigen Fetten und Ölen zuzubereiten, dabei Kräuter und Gewürze reichlich, Salz hingegen sparsam einzusetzen. Süßen kann man mit Obst oder Honig. Die Hälfte der Nahrungsmenge sollte aus nicht erhitzter Frischkost bestehen. Getrunken wird Leitungs- oder Mineralwasser sowie ungesüßte Früchte- und Kräutertees.

Zusätzlich zur Ernährung sind auch die Wirtschafts-, Umwelt- und Sozialverträglichkeit des Systems zu berücksichtigen, man bevorzugt daher regionale und saisonale Erzeugnisse sowie Produkte aus ökologischer Landwirtschaft. Weiterhin hat jeder Mensch auf umweltverträglich verpackte Ware zu achten bzw. Verpackungsmaterial grundsätzlich zu meiden. Außerdem sollten alle Lebensmittel aus Entwicklungsländern fair gehandelt sein.