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Jobbik gewinnt erneut Wahl in Tapolca

In mehreren Gemeinden Ungarns fanden am 30. August 2015 Zwischenwahlen für die kommunalen Gemeindevertretungen statt. In der ehemaligen Bergarbeiterstadt Tapolca nördlich des Balaton gewann mit großem Abstand die ultrarechte Partei Jobbik die Wahl in zwei Wahlkreisen und besitzt nun die Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung.



Das Ergebnis kam für Analysten und Beobachter des politischen Geschehens in Ungarn nicht überraschend. Jobbik hatte in dieser Region bereits im Frühjahr ein Direktmandat für das Budapester Parlament errungen. Die Zwischenwahl für die Stadtverordnetenversammlung Tapolca war notwendig geworden, weil in den zwei Wahlkreisen die gewählten Abgeordneten im Frühjahr geschlossen zurückgetreten waren.

Wahlergebnis:

3. Wahlkreis
Pass Sándor – ultrarechte Partei Jobbik, 314 Stimmen (58%)
Ács Jánosné – parteilose Kandidatin mit Unterstützung der Regierungsparteien Fidesz-KDNP, 116 Stimmen (21,4%)
Kránicz András – sozialdemokratische und liberale Partei MSZP-MLP, 86 Stimmen (15,8%)
Szalkai Zsolt – parteiloser Kandidat, 26 Stimmen (4,8%)

5. Wahlkreis
Décsey Sándor – ultrarechte Partei Jobbik, 262 Stimmen (52,4%)
Horvátné Somogyi Ildikó – parteilose Kandidatin mit Unterstützung der Regierungsparteien Fidesz-KDNP, 127 Stimmen (25,4%)
Toronyi Tibor – parteiloser Kandidat, 71 Stimmen (14,2%)
Sásdiné Verebélyi Margit Hajnal – sozialdemokratische und liberale Partei MSZP-MLP, 40 Stimmen (8%)

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