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Tausend Kilometer mit dem Fahrrad zum Drehorgelfestival in Ungarn

Das fahrende Volk der Leierkastenspieler traf sich am 27.-28. August zum 10. Verkli Fesztivál in Keszthely am Balaton. Die 53 Teilnehmer mit ihren 40 Musikautomaten kamen als Gäste der Stadt aus Ungarn, Deutschland, Österreich, Slowenien, der Schweiz und der Slowakei. Zwei Tage lang sorgten sie für ausgelassene Stimmung in der Fußgängerzone, beantworteten neugierige Fragen zu ihren einzigartigen Musikautomaten, Drehorgeln, Straßenorgeln und Phonographen.

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Lutz Pape und Wolfram Rogge, sein heute in Thailand lebender Freund aus Kindertagen, waren mit dem Fahrrad aus Deutschland angereist. Leierkasten Lutz führte eine kleine Drehorgel mit und verzauberte unterwegs bei kurzen Auftritten in den durchquerten Städten Schaulustige mit Musik und Gesang.

„Auf unserer 1.062 Kilometer langen Fahrstrecke vom brandenburgischen Falkenthal über Melnik, Prag, Krems an der Donau, Wien und Sopron trafen wir nur nette und freundliche Menschen. Beim Rasten wurden wir in Restaurants herzlich begrüßt und konnten dort unsere E-Bikes kostenlos aufladen. In Wien machten wir Halt im Böhmischen Prater, besuchten die hiesigen Drehorgelspieler und bestaunten das älteste Ringelspiel Europas“, erzählt Leierkasten Lutz bei unserem Gespräch auf dem Festival in Keszthely. „In einer WhatsApp-Gruppe informierten wir Familie, Freunde und Bekannte über den Verlauf der Tour. Obwohl wir manchmal an unsere Leistungsgrenze kamen, war die Tour eine tolle Erfahrung und ein einzigartiges Erlebnis: außer in Prag und in Melnik übernachteten wir jeden Tag unter freiem Himmel. Das Wetter meinte es gut mit uns, wir genossen herrlichen Sonnenschein, tolle Aussichten und sternenklare Nächte.“

Nach 11 Tagen Fahrt und einem Ruhetag wurden die beiden Biker eine Woche vor dem Festival an der Weinstube Pampetrics in der Fußgängerzone in Keszthely von Vertretern der Stadt, des Tourinformbüros und vom Ehepaar Surber, den Initiatoren des Verkli Festivals, erwartet. „Das Ankommen war eines der schönsten Erlebnisse”, sagte der gerade 60 gewordende Lutz Pape. „All die netten Musikerkollegen, das schöne Keszthely und den Balaton wiederzusehen, ist einfach toll.“ Nach ein paar Tagen der Entspannung begrüßte er seine Frau und den Nachbarn, die gemeinsam mit dem Wohnwagen und dem größeren Instrument zum Festival nachgereist waren. Seine Frau und manchmal sogar schon die Enkeltochter sind auch sonst dabei, wenn Leierkasten Lutz zu Festivals in Berlin, Dänemark, Schweden oder andere Länder aufbricht – dann aber mit Wohnmobil.

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Das Drehorgelfestival in Keszthely gibt es seit zehn Jahren und Lutz Pape, der mittlerweile pensionierte Maurermeister, war immer dabei und wurde auf dem Walk of Fame in Keszthely verewigt. Auch viele andere sind bereits Stammgäste, wie der temperamentvolle Hans Günter, der einst auf Sylt im Norden Deutschlands sein Restaurant verkaufte, nach Linz in Österreich zog und von dort nun mit seinem 15 Jahre alten Wohnmobil durch die Welt fährt. Er ist seit 2016 in Keszthely dabei und war erst im Sommer beim spektakulären Drehorgelfest auf Fünen. In knackigen Lederhosen, mit bester Laune und Spaß an der Freude spielte der über Siebzigjährige nicht nur seine Lieder vor den begeisterten Zuhörern, sondern verteilte auch Süßigkeiten an Klein und Groß. So unterschiedlich wie die Musikinstrumente sind auch die Spieler. Jeder von ihnen kann interessante Geschichten und tolle Erlebnisse erzählen, was sie dann auch jeden Tag nach getaner Arbeit beim gemeinsamen Abendessen taten. Und alle sind sich einig: nächstes Jahr treffen wir uns am ersten September-Wochenende wieder in Keszthely zum 11. Verkli Festival.

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