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Kabinett des Ministerpräsidenten kündigte Vertrag mit Telekom

Das Onlineportal des wöchentlichen Wirtschaftsblattes HVG berichtet am 21. Januar 2016, dass der Leiter im Kabinett des Ministerpräsidenten, Antal Rogán, einen Mobil-Internetvertrag mit der Ungarischen Telekom über monatlich 50.720 Forint gekündigt hat.



Das sei eine Reaktion auf den so genannten Ákos-Fall, der noch im Dezember für enormes Aufsehen in den Medien und Protest in der Bevölkerung sorgte. Nach sexistischen Äußerungen des ungarischen Sängers Ákos im Echo-TV – „Es ist nicht Sache der Frauen, so viel Geld wie die Männer zu verdienen. Sie haben das weibliche Prinzip zu erfüllen, zu jemand zu gehören, jemanden Kinder zu gebären und Mutter zu sein. Diese beiden Dinge aber schließen sich aus.“ – hatte die ungarische Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom, als führendes Telekommunikationsunternehmen in Ungarn, Farbe bekannt und ihren Sponsorenvertrag mit dem Sänger gekündigt.

Die Ungarische Telekom sah sich daraufhin einem Boykott der ungarischen Regierung ausgesetzt: die Regierung unter Viktor Orbán wies in Berufung auf Verfassungsverletzung alle Ministerien an, sämtliche Verträge mit der Magyar Telekom zu kündigen.

Aus den vom Ministerium veröffentlichten Daten geht hervor, dass der vor Jahren unbefristet abgeschlossene Vertrag des Kabinetts des Ministerpräsidenten mit der Ungarischen Telekom zum 31. Dezember 2015 gekündigt wurde.

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