web-repair.ch - Optimierung von Satzzeichen, Rechtschreibung, Grammatik und Formularen auf bestehenden InternetauftrittenAnzeige

Spritzgussverfahren – in der Industrie eine beliebte Alternative zur Thermoformung

Unter den industriellen Herstellungsverfahren kristallisiert sich immer wieder das Spritzgussverfahren heraus. Hierbei handelt es sich um ein Verfahren, bei welchem flüssige Kunststoffe in neue Produktentwürfe verwandelt werden. In welchen industriellen Sparten ist das Spritzgussverfahren geeignet? Welche Vorteile hat es und welche Materialien kommen dabei zur Anwendung? Dieser Beitrag rückt das beliebte Produktionsverfahren in den Fokus und stellt vor, was es mit der Fertigung von Prototypen gemeinsam hat.

Industrie Ingenieur

Das steckt hinter dem Spritzgussverfahren

Das Spritzgussverfahren ist eine formgebende Methode, bei der feste Kunststoffe zunächst unter großer Hitze eingeschmolzen und somit verflüssigt werden. Hierbei greifen viele Hersteller in erster Linie auf Polypropylen zurück. Um die gewünschte Form entstehen lassen zu können, kommt eine spezielle Gussform zum Einsatz. Wie ein Negativ in der Fotografie bildet sie das Gegenstück zum gegossenen Flüssigkunststoff. Erst dann, wenn der Kunststoff abgekühlt ist, verändert sich sein Aggregatszustand von flüssig zu fest.

Nach diesem Prinzip entstehen beispielsweise Prototypen – die Pioniere eines jeden künftigen Produkts. Da die Herstellung von Prototypen mit dem Spritzgussverfahren keine hohen Kosten verursacht, ist diese Methode für das produzierende Gewerbe ausgesprochen attraktiv.

Vorteile des Spritzgussverfahrens im Porträt

Einer der größten Vorzüge, die das Spritzgussverfahren zu bieten hat, ist die leichte Skalierbarkeit. Das Verfahren eignet sich gleichermaßen für Kleinserien bis hin zu Großkonvoluten. Selbst dann, wenn wie bei der Prototypenfertigung lediglich ein einzelnes Exemplar entsteht, ist es für Unternehmen äußerst lukrativ. Spritzguss bietet eine beliebige Formbarkeit und die Möglichkeit, verschiedene Wandstärken ganz nach dem individuellen Bedarf zu erzielen. Es führt zu einer gesteigerten Produktivität in der Industrie und lässt sich ohne Probleme automatisieren. Da moderne Spritzgussmaschinen mittlerweile mit Robotertechnik arbeiten, können in der Produktion hohe Kosteneinsparungen erzielt werden.

Beispiele für die Herstellung nach dem Spritzgussverfahren

Mit dem Spritzguss lassen sich viele verschiedene Oberflächen gestalten. Ob glatt, graviert, gemustert oder genarbt: Die innovative Fertigungsmethode bietet einen hohen Facettenreichtum. Mit ihr können Autoteile aus Kunststoffen wie Polypropylen, aber auch Verpackungen, Spielzeug, Outdoormöbel, Küchengeräte, Werkzeuge und Werkzeugkomponenten wie Zahnräder, Rohre, Gartengeräte, Filter sowie viele andere Gegenstände aus Kunststoff hergestellt werden. Insbesondere im Bereich des Werkzeugbaus ist der Spritzguss aufgrund seiner Vielseitigkeit sehr gefragt.

Warum lohnt es sich, beim Spritzgussverfahren auf Polypropylen zurückzugreifen?

Polypropylen ist ein Kunststoff, der für seine extrem robusten und strapazierfähigen Eigenschaften sehr geschätzt wird. Kühlt er nach dem Einschmelzen ab, hat er eine hohe Festigkeit, gilt als äußerst beständig und hält mechanischen Einwirkungen wie Stößen und Schlägen in hohem Maße stand. Dank seiner hervorragenden Materialsteifigkeit, bleibt der auch als PP bezeichnete Kunststoff ebenfalls in Belastungssituationen ausgesprochen leistungsfähig. Der thermoplastische Kunststoff hat eine ausgezeichnete Temperaturbeständigkeit, schmilzt lediglich unter sehr hohen Temperaturen und ist säure- sowie basenbeständig. Außerdem kann er ohne Probleme chemischen Lösungsmitteln ausgesetzt werden, ohne etwas von seiner Leistungsfähigkeit einzubüßen. Da PP Bakterien keinen Nährboden für ihr weiteres Wachstum bietet, wird dieser Kunststoff sehr gern für medizinische Produkte verwendet. Besteht der Wunsch, per Spritzgussverfahren gefertigte Gegenstände zu sterilisieren, so ist dies bei Verwendung von PP unkompliziert möglich.

Fazit

Das Spritzgussverfahren ist eines der am häufigsten genutzten Herstellungsverfahren in der Industrie, welches wirtschaftlich sehr attraktiv ist und eine umfangreiche Bandbreite an zu fertigenden Produkten zu bieten hat. Kommt dabei der Kunststoff Polypropylen zur Anwendung, hat dies den Vorteil, dass die Fabrikate eine hohe Materialgüte und damit verbunden eine lange Lebensdauer haben.