Im Rahmen einer landesweiten Aktion schlugen Ermittler der Nationalen Steuer- und Zollbehörde (NAV) an 27 Orten gleichzeitig gegen ein Unternehmen zu, dessen Mitglieder verdächtigt werden, Mehrwertsteuerzahlungen in Höhe von einer Milliarde Forint hinterzogen zu haben – teilte die Kriminaldirektion West-Transdanubien der NAV am Mittwoch der Nachrichtenagentur MTI mit.
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Ihren Angaben zufolge wurde die Gruppe von einem ehemaligen Spitzensportler geleitet. Alle ihre Aktivitäten wurden präzise dokumentiert, parallel zur ordnungsgemäßen Buchführung wurde auch die Buchhaltung über die hinterzogenen Steuern genau geführt. Die mehrstufige, hierarchisch geführte Organisation war in der Lage, für alles Rechnungen auszustellen; zu den Leistungen gehörten unter anderem Reinigungsdienste, die Montage von Küchenmöbeln, die Installation von Schwimmbadtechnik, Softwareentwicklung, Marktforschung, Bautätigkeiten, die Montage von Solaranlagen und die Beobachtung von Wettbewerbern. Hinter den fiktiven Rechnungen stand keine tatsächliche Leistungserbringung: weder Arbeitskräfte noch Arbeitsmittel. Mit den nur auf dem Papier existierenden Geschäften wollten die Auftraggeber ihre Steuerpflicht verringern; einen Teil des so eingesparten Geldes führten sie in bar an die Leiter der Organisation zurück.
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Die Anführer der kriminellen Vereinigung wurden von den Ermittlern an mehreren Orten auf der Straße festgenommen, anschließend suchten sie gemeinsam mit IT-Experten nach Beweisen. Die Behörden beschlagnahmten Immobilien im Wert von mehr als 1 Milliarde Forint, zudem wurden hochwertige Autos und Luxusuhren sichergestellt sowie Maßnahmen in Bezug auf Bankkonten ergriffen. Die Ermittler befragten 19 Personen als Verdächtige, von denen drei in Gewahrsam genommen wurden; ihre Festnahme wurde vom Gericht angeordnet. Gegen die Betroffenen wird ein Verfahren wegen Haushaltsbetrugs in einer kriminellen Vereinigung eingeleitet, der einen besonders erheblichen Vermögensschaden verursacht hat.
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