Der Balaton-Entwicklungsrat (BFT) hat bei der Gründung von Energiegemeinschaften am Balaton eine koordinierende Rolle übernommen und eine landesweit einzigartige Datenbank für Energiekompetenzen aufgebaut – erklärte der Direktor der Balaton-Agentur für Integration und Entwicklung, der Arbeitsorganisation des BFT, am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur MTI.
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Gábor Molnár betonte, das Ziel sei es, dass die Energiegemeinschaften nicht als isolierte kommunale Initiativen entstehen, sondern als Teil eines Kooperationssystems, das die regionale Energieautarkie und die Klimaanpassung der Balaton-Region stärkt. Er wies auch darauf hin, dass es in Westeuropa bereits zahlreiche solcher Energiegemeinschaften gibt, in denen die vor Ort erzeugte Energie vor Ort genutzt wird, wodurch die Energiekosten gesenkt und die Unabhängigkeit, also die Selbstversorgung, gefördert werden. So lassen sich nach österreichischen Erfahrungen beispielsweise 30 bis 60 Prozent der Netznutzungsgebühren einsparen, fügte er hinzu. Ungarn hinke in diesem Bereich hinterher, wies er hin. Es seien zwar bereits einige Energiegemeinschaften entstanden, doch derzeit funktioniere noch keine davon vollständig, da die Entwicklung des Systems für den Datenaustausch zwischen der Energiegemeinschaft und dem Energieversorger noch im Gange sei, erklärte er.
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Der Balaton wolle eine Vorzeigeregion für die Organisation von Energiegemeinschaften sein, wobei diese Arbeit bereits vor zwei Jahren begonnen habe – sagte Gábor Molnár. Er fügte hinzu, dass die führenden Gemeinden der Region im Rahmen des von dem BFT koordinierten Prozesses bereits in der Lage wären, sich um die dafür verfügbaren EU-Fördermittel zu bewerben und ihr Projekt innerhalb von eineinhalb Jahren umzusetzen. Er merkte an, dass gemäß früheren Zusagen im ersten Quartal ein EU-Projekt (DIMOP Plusz-2.2.6) mit einem Gesamtbudget von 5 Milliarden Forint zur Förderung der Gründung von Energiegemeinschaften hätte veröffentlicht werden sollen, was jedoch bisher nicht geschehen ist; man hoffe jedoch, dass die Ausschreibung bald erfolge.
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Abstimmung mit den führenden Gemeinden am Balaton
Gábor Molnár berichtete dem Nachrichtenportal HírBalaton auch, dass in dieser Woche eine Abstimmung mit den am stärksten an der Organisation interessierten Gemeinden am Balaton stattfand, zu der auch Experten eingeladen wurden. Dabei sprach unter anderem Gábor Králik, stellvertretender Vorsitzender der Ungarischen Regulierungsbehörde für Energie und öffentliche Versorgungsbetriebe (MEKH), über die Rolle der Energiegemeinschaften auf dem nationalen Energiemarkt und betonte die Notwendigkeit einer regionalen Zusammenarbeit.
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Ein Experte der MET Magyarország Energiakereskedő Zrt. informierte über die Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Energiegemeinschaften und Stromhändlern, während der Energierechtler Dr. Ádám Horváth die aufkommenden Fragen beantwortete. Szabolcs Gerendás, Geschäftsführer der Energiegemeinschaft Bábolna, stellte den Vorbereitungsprozess ihrer Energiegemeinschaft vor, einschließlich der Entwicklung ihres finanziellen und technischen Betriebsmodells, der wichtigsten Zusammenhänge sowie der IT-Tools, die die Ausarbeitung des Modells unterstützen. Im Laufe der Konsultation kamen die Experten überein, dass für den Betrieb ungarischer Energiegemeinschaften noch bestimmte Vorschriften fehlen, zu deren Schaffung sie den Gesetzgebern Vorschläge unterbreiten werden.
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Auf Gemeinden zugeschnittenes Geschäftsmodell
Gábor Molnár berichtete der Nachrichtenagentur MTI zudem, dass der Energieexperte Károly Fecske bei der Besprechung die energetischen Möglichkeiten der teilnehmenden Gemeinden analysierte und auf der Grundlage der von dem BFT erstellten regionalen Datenbank ein Geschäftsmodell vorgeschlagen habe, die als einzige in Ungarn Daten zum Energieverbrauch, zur Energieerzeugung und zum Energienetz der Gemeinden der Region enthält, ergänzt durch demografische Daten, Angaben zur Versorgung mit öffentlichen Versorgungsleistungen und zu den Verkehrsmöglichkeiten. Das Ziel der Arbeitsorganisation des BFT sei es, mit Hilfe von Experten, durch die Suche nach Fördermitteln zur Unterstützung der Bildung von Energiegemeinschaften sowie durch die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden jene Kommunalverwaltungen zu unterstützen, die den Weg in Richtung gemeinschaftlicher Energieverbrauch und der Gründung von Energiegemeinschaften einschlagen – betonte der Direktor.
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