Balaton Zeitung E-Paper Banner

Neue Chance für den Abschluss der Verhandlungen über NIS

Die jüngste Entscheidung der US-Regierung, die Betriebsgenehmigung der Serbischen Erdölgesellschaft sowie die für die Verhandlungen zwischen MOL und dem russischen Mehrheitsgesellschafter Gazpromneft erforderlichen Genehmigungen bis zum 31. Juli zu verlängern, kann als positives Signal gewertet werden und schafft die Möglichkeit, die laufenden Verhandlungen über den Verkauf der russischen Anteile zum Abschluss zu bringen – erklärte die serbische Ministerin für Bergbau und Energie, Dubravka Djedovic Handanovic, am Montag – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen


Die Ministerin äußerte sich in einer Sendung des Belgrader Rundfunks wie folgt: Im Gegensatz zur früheren zweiwöchigen Verlängerung zeige die nun gewährte Frist von 30 Tagen, dass die US-Regierung eine echte Chance für einen erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen bieten wolle. Laut Dubravka Djedovic Handanovic ist die Umgestaltung der Eigentümerstruktur eines so großen Energieunternehmens an sich schon ein komplexer Prozess, der durch das Sanktionsumfeld zusätzlich erschwert werde. Sie fügte hinzu: Die serbische Seite und MOL hätten bereits eine Aktionärsvereinbarung ausgearbeitet, die jedoch erst in Kraft treten könne, wenn die Kauftransaktion zwischen dem russischen Unternehmen Gazpromneft und dem ungarischen Ölkonzern MOL abgeschlossen sei. Die Ministerin betonte, dass Serbien im Laufe der Verhandlungen seine Position im Vergleich zur Situation von 2008 deutlich verbessert habe und weiterhin eine langfristige Lösung anstrebe. Sie hob hervor, dass NIS ein Energieunternehmen von strategischer Bedeutung sei, weshalb es das Ziel Belgrads sei, die heimischen Erdölraffineriekapazitäten und die sichere Kraftstoffversorgung des Landes zu erhalten.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Die Vereinigten Staaten verhängten am 9. Oktober 2025 Sanktionen gegen NIS aufgrund der russischen Mehrheitsbeteiligung. Die MOL-Gruppe gab am 19. Januar bekannt, dass sie sich mit Gazpromneft auf die wesentlichen Bedingungen einer verbindlichen Rahmenvereinbarung geeinigt habe, wonach sie einen Anteil von 56,15 Prozent an NIS erwerben würde. Derzeit laufen Verhandlungen zwischen Gazpromneft und MOL über die Übernahme der russischen Anteile. Darüber hinaus führt MOL Verhandlungen mit der staatlichen Ölgesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate, ADNOC, über deren möglichen Einstieg als Minderheitsgesellschafter bei NIS. Die russische Gazprom hält einen Anteil von 11,3 Prozent an NIS, ihre Tochtergesellschaft Gazpromneft einen Anteil von 44,9 Prozent. Der Anteil der serbischen Regierung beträgt 29,87 Prozent, der Rest verteilt sich auf Kleinaktionäre.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen