84 Prozent der Arbeiter und Angestellten sind bereit für einen weiteren, diesmal unbefristeten Streik an den Standorten Székesfehérvár und Pécs der südkoreanischen Hanon Systems Hungary Kft. Das Streikkomitee hat mit den Vorbereitungen begonnen, ist aber weiterhin offen für eine Einigung – teilten der Gewerkschaftsverband Vasas und die Streikkomitees der Standorte Székesfehérvár und Pécs der Hanon Systems Hungary Kft. am Samstag gegenüber der Nachrichtenagentur MTI mit.
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Sie erinnerten daran, dass am 23. Juli eine weitere Verhandlung zwischen den Streikkomitees an den Standorten Székesfehérvár und Pécs sowie dem Arbeitgeber stattgefunden habe. Bei den Verhandlungen habe der Arbeitgeber signalisiert, dass er weitere Arbeitsniederlegungen vermeiden wolle und daher bereit sei, die Verhandlungen fortzusetzen. Gleichzeitig machte er jedoch deutlich, dass er seinen bisherigen Standpunkt in der Lohnfrage, die den Grund für den Streik bildet, nicht ändern wolle: Er halte weiterhin eine Lohnerhöhung von höchstens 4 Prozent am Standort Székesfehérvár und von 4,5 Prozent am Standort Pécs für akzeptabel.
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Die Gewerkschaft hatte zuvor signalisiert, dass sie einheitlich eine Lohnerhöhung von 10 Prozent fordert. Sie teilte mit, dass das Streikkomitee vor den Verhandlungen die Meinung der Beschäftigten eingeholt habe; demnach befürworten 84 Prozent der befragten Beschäftigten den Beginn eines unbefristeten Streiks. Das Ergebnis zeige deutlich, dass die Entschlossenheit der Beschäftigten trotz der Ereignisse der letzten Wochen nicht nachgelassen habe – betonten sie in der Mitteilung. „Die früheren Warnstreiks und 12-Stunden-Streiks waren keine Selbstzweckmaßnahmen, sondern Ausdruck der Tatsache, dass die Beschäftigten eine angemessene Bezahlung und eine faire Haltung des Arbeitgebers erwarten“ – schrieben sie und fügten hinzu: Das Streikkomitee respektiere die Entscheidung der Beschäftigten und habe daher mit den Vorbereitungen für einen unbefristeten Streik begonnen.
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Sie wiesen zudem darauf hin, dass Arbeitskonflikte ihrer Ansicht nach auf dem Verhandlungsweg beigelegt werden müssen. Zu diesem Zweck wandte sich die Gewerkschaft Vasas in einem offenen Brief an den globalen Geschäftsführer von Hanon Systems und bat um dessen persönliches Engagement, damit an den ungarischen Standorten eine sowohl für die Beschäftigten als auch für das Unternehmen akzeptable Lösung gefunden werden kann. Sie betonten zudem, dass das Streikkomitee nach wie vor zu gutgläubigen und sachlichen Verhandlungen bereit sei. „Ein unbefristeter Streik ist nicht unser Ziel, sondern ein Mittel, zu dem wir uns ausschließlich deshalb gezwungen sehen, weil der Arbeitgeber bisher keine Bereitschaft gezeigt hat, sich ernsthaft mit den Lohnforderungen auseinanderzusetzen“, erklärten sie.
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Sie wiesen auch darauf hin, dass die Beschäftigten in den vergangenen Wochen mit vorbildlicher Disziplin, Zusammenhalt und Mut für sich selbst, ihre Familien und ihre Kollegen eingetreten seien. Die Gewerkschaft Vasas und das Streikkomitee setzten sich weiterhin dafür ein, dass der Konflikt auf dem Verhandlungsweg so schnell wie möglich beigelegt werden könne, schrieben sie. Zuletzt legten am 24. Juni 80 Prozent der Beschäftigten an den Standorten von Hanon Systems Hungary Kft. in Székesfehérvár und Pécs für 12 Stunden die Arbeit nieder. Im Werk Hanon Systems Alba in Székesfehérvár sind fast 1.200 Menschen beschäftigt, in Pécs arbeiten bereits mehr als 800 Mitarbeiter an der Produktionslinie, auf der modernste Kältemittel-Fördersysteme hergestellt werden.
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