Radio hören ist für mich seit Jahren ein fester Bestandteil des Tages. Morgens die Nachrichten, abends ein Musikprogramm, am Wochenende gerne eine längere Sendung. Irgendwann fiel mir aber auf, dass meine HiFi-Anlage beim Radio deutlich schlechter klang als bei CDs oder Streaming. Das Rauschen im UKW-Empfang störte mich zunehmend. Die Lösung war einfacher als gedacht: wer Radiosender in bester digitaler Qualität empfangen will, benötigt einen digitalen FM/DAB+ Tuner.

Was DAB+ von UKW unterscheidet
UKW, international meist FM genannt, überträgt Radio analog. Das funktioniert seit Jahrzehnten, ist aber anfällig für Störungen. Je nach Standort rauscht es, der Klang wird dumpf, oder zwei Sender überlagern sich. DAB+ ist der digitale Nachfolger. Das Signal wird digital übertragen, sodass der Klang bei gutem Empfang konstant sauber bleibt. Rauschen, wie man es von UKW kennt, gibt es nicht. Ist das Signal zu schwach, setzt der Ton eher aus, als dass er langsam schlechter wird.
Dazu kommen praktische Vorteile. Über DAB+ lassen sich zusätzliche Informationen übertragen, etwa der Name des Titels oder des Interpreten. Außerdem sind in vielen Regionen mehr Sender verfügbar als über UKW.
Warum ein Tuner mit beiden Standards sinnvoll ist
Trotz aller Vorteile von DAB+ ist UKW längst nicht verschwunden. Viele Sender, gerade kleinere Lokalradios, senden weiterhin analog. Ein Tuner, der beide Standards beherrscht, ist deshalb die flexibelste Lösung. Man empfängt die digitalen Programme in bester Qualität und muss trotzdem nicht auf seinen Lieblingssender verzichten, falls dieser nur über UKW zu hören ist.
Wie gut DAB+ ausgebaut ist, unterscheidet sich außerdem von Land zu Land und von Region zu Region. Vor dem Kauf lohnt sich deshalb ein Blick auf die Empfangssituation vor Ort.
Worauf man beim Kauf achten sollte
Bei der Auswahl haben mir diese Punkte geholfen:
- Empfang: prüfen, wie gut DAB+ am eigenen Wohnort verfügbar ist, und eine passende Antenne einplanen
- Anschlüsse: der Tuner sollte zu den Eingängen am Verstärker passen, analog oder digital
- Bedienung: ein gut lesbares Display und ausreichend Senderspeicher erleichtern den Alltag
- Zusatzfunktionen: manche Tuner bieten zusätzlich Internetradio oder Bluetooth
- Optik: wer eine bestehende Anlage hat, achtet auf Breite und Farbe, damit der Tuner ins Regal oder Rack passt
Der Tuner als Baustein der HiFi-Anlage
Ein separater Tuner hat gegenüber einem kompakten Digitalradio einen entscheidenden Vorteil: er nutzt den Verstärker und die Lautsprecher, die ohnehin im Wohnzimmer stehen. Gerade wer in eine gute Anlage investiert hat, hört den Unterschied sofort. Für die Integration in bestehende HiFi-Systeme empfiehlt sich ein Blick auf die Auswahl von MaxiAxi. So bekommt man schnell ein Gefühl dafür, welche Modelle als klassischer Baustein ins Rack passen und welche zusätzliche Funktionen mitbringen.
Beim Einrichten hat sich außerdem gezeigt, wie wichtig die Antenne ist. Die kleine Wurfantenne, die vielen Geräten beiliegt, reicht in manchen Wohnungen völlig aus. In anderen lohnt sich eine Antenne am Fenster oder auf dem Dach. Nach dem ersten Sendersuchlauf kann man gut erkennen, wie viele Programme stabil ankommen, und bei Bedarf nachbessern.
Radio hören wie früher, nur besser
Seit der Tuner in meiner Anlage steckt, höre ich wieder mehr Radio. Der Klang ist klar, die Senderauswahl größer, und das Rauschen am Abend gehört der Vergangenheit an. Radio ist für mich damit wieder das, was es immer sein sollte: eine entspannte Begleitung durch den Tag, ohne ständiges Nachjustieren.
