Pilgern in Ungarn

Pilgern in Ungarn
Pilgern in Ungarn, Foto: http://mariaut.hu/
Die ersten Touristen auf der Welt waren vermutlich Pilger, sie suchten die Gräber ihrer verehrten Heiligen auf und suchten dort geistige Erbauung. Ein wenig davon will wohl jene Pilgerbewegung zurückholen, die sich in den letzten Jahrzehnten vor allem rund um die Jakobswege gebildet hat. Die Pilgerwanderungen ziehen mittlerweile wieder Hunderttausende Menschen an, die gemeinsam oder einzeln die Wege gehen, dabei oftmals an die Grenzen ihrer physischen Kräfte stoßen.

Unter dem Namen Marienweg-Mária-út wird seit dem Jahre 2007 entlang der Marien-Wallfahrtsorte ein internationaler Pilgerweg in mehreren Ländern Mitteleuropas angelegt.

Die Arbeiten liegen in den Händen von Stiftungen und Verbänden.

Die Hl. Maria ist seit 1038 Schutzpatronin Ungarns, als König Stephan I. die ungarische Krone in die Hände der heiligen Mutter empfahl. Deshalb sind hier besonders viele Wallfahrtsorte für die Patrona Hungariae zu finden.

Der erste Pilgerweg des Marienweges führt von Mariazell in Österreich nach Șumuleu Ciuc/Schomlenberg in Rumänien. Dieser Weg ist 1400 Kilometer lang, führt über Budapest und wird sehr gern gegangen. Die meisten Pilger benötigen dafür 60 Tage. Entlang des Pilgerweges sind 60 kleinere und größere Wallfahrtsorte zu finden. Einige wichtige Stationen in Ungarn sind Sümeg, Esztergom, Budapest und Máriapócs.

Am 22. August 2015 laden die Pilgerverbände zu einer eintägigen Pilgerwanderung mit der ganzen Familie auf dem gesamten Marienweg von Mariazell bis Șumuleu Ciuc/Schomlenberg in Rumänien, von Esztergom/Gran bis Máriagyűd/Marjud in Ungarn ein.