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Grenzübergang bei Mohács übergeben – Ungarn für Schengen bereit

Mohács/Udvar – Der Übergang Udvar an der ungarisch-kroatischen Grenze ist am Wochenende nach Rekonstruktion und Erweiterung
seiner Bestimmung übergeben worden. „Für Ungarn bedeutet es Chancen und Verantwortung, dass es in wenigen Monaten innerhalb der Schengen-Grenzen liegen wird“, sagte Parlamentspräsidentin Katalin Szili nach einem Bericht der Zeitung „Népszava“ bei der Feier. „Chancen, dass die Ungarn dank der Aufhebung der Grenzen wirklich fühlen, was für sie Europa bedeutet, und Verantwortung, weil auch wir die Mitgliedstaaten der Europäischen Union, jeden ihrer Bürger von außen schützen müssen.“

Der Kommandeur des ungarischen Zolls, János Nagy, erklärte: „Ungarn ist für die Zugehörigkeit zu Schengen am 1. Januar 2008 bereit.“ In den zurückliegenden Monaten seien acht Übergänge an den Grenzen Ungarns zur Ukraine, Serbien und Kroatien modernisiert worden. Damit bestünden jetzt die notwendigen Bedingungen für die Grenzkontrolle. Zu den Arbeiten habe der Schengen Fonds mit sechs Milliarden Forint (24 Millionen Euro) beigetragen.

Ungarn habe außerdem bedeutende Summen ausgegeben, um die Instrumente für die Kräfte zu schaffen, die für die Kontrollen im Landesinneren zuständig sind. Dabei ging es vor allem um die Modernisierung des Fahrzeugparks der Zolleinheiten, die im Kampf gegen den Waffen- und Drogenhandel eingesetzt sind.

Im Schengener Abkommen vereinbarten bereits 1985 mehrere europäische Staaten, auf Personenkontrollen an ihren gemeinsamen Grenzen zu verzichten, dafür effektiv an den Außengrenzen zu kontrollieren. Mit Ausnahme von Großbritannien und Irland gilt es für alle EU-Staaten, die schon vor 2004 Mitglieder der Europäischen Union waren, sowie die Nicht-Mitglieder Island und Norwegen. Zu Jahresbeginn wird sich der Schengenraum auch auf Ungarn, weitere neue EU-Staaten und die Schweiz erstrecken.