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Diagnose: Gesundheit der Ungarn erschreckend schlecht

Die Ungarn befinden sich mit ihrem Gesundheitszustand weit unter dem EU-Durchschnitt. Ein Bewohner des Landes hat doppelt so hohe Aussichten, an Krebs zu sterben. Beim Herzinfarkt liegt die Möglichkeit dreimal, bei Schrumpfleber sechs mal so hoch wie in den anderen Ländern der Europäischen Union.

Dies stellte die Universität Deberecen in einer Untersuchung fest, die der Dekan der Fakultät für Volksgesundheit, Róza Ádány, nach einem Bericht des Privatsenders InfoRádió vorstellte. Es handelt sich dabei um die ersten Ergebnisse eines Programms für 340 Millionen Forint (etwa 1,4 Millionen Euro), in dessen Mittelpunkt Forschungen über Vorbeugung der bedeutendsten Krankheiten vom Gesichtspunkt der Volksgesundheit stehen.

Bei Frauen unter 65 Jahren werden Todesfälle zu 40 Prozent von Geschwulsterkrankungen verursacht. Bei Männern liegen Herz/Kreislauf-Erkrankungen und Krebs gleichauf an der Spitze der Todesursachen, gefolgt von Krankheiten des Verdauungssystems.

Das „Jedlik Ányos Programm“, das die Forschungen ermöglicht, soll die Tendenzen bei den Todesursachen stoppen helfen. Nach Aussage Ádánys reicht das Programm von der Grundlagen- bis zur angewandten Forschung.