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Staatsanwalt gibt Vergewaltigungsvorwurf gegen fünf Polizisten auf

Monatelang hatte der Fall die Öffentlichkeit in Ungarn beschäftigt. Seit Montag stehen fünf beschuldigte Budapester Polizisten nicht mehr unter dem Verdacht der Vergewaltigung und der Korruption. Die Staatsanwaltschaft stellte in beiden Richtungen die Ermittlungen ein, berichten ungarische Medien unter Berufung auf die Nachrichtenagentur MTI. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig, innerhalb von acht Tagen ist noch Beschwerde möglich.

Nach Angaben der angeblich Geschädigten hatten sie am 4. Mai dieses Jahres in Budapest fünf Polizisten angehalten und ihren Ausweis kontrolliert. Danach sei sie in eine dunkle Gasse geführt worden, wo sie zwei der Polizisten in Gegenwart der anderen drei vergewaltigt hätten. Die Staatsanwaltschaft ermittelte daraufhin wegen des Verdachts der Vergewaltigung und der Korruption.

Während die Staatsanwaltschaft diese Vorwürfe aufgab, besteht die Anklage der Budapester Militäranwaltschaft vom 12. September weiter. Sie wirft zwei der Polilzisten Pflichtverletzung im Dienst, dreien Amtsmissbrauch vor. Begründet werden diese Vorwürfe damit, dass alle fünf ihren Postenbereich ohne Genehmigung verlassen hatten. Amtsmissbrauch sei damit begründet, dass die betroffenen drei Polizisten zwar feststellten, dass die kontrollierte Person weder Personal- noch Fahrzeugdokumente bei sich hatte, dies jedoch nicht gemeldet wurde.