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Staatstrauer in Ungarn

Die ungarische Regierung erklärte den 23. Januar 2017 zum nationalen Trauertag. Am Kossuth tér und an öffentlichen Gebäuden wehen an diesem Montag in Budapest die Fahnen auf Halbmast. Sämtliche öffentliche Verkehrsmittel der Hauptstadt fahren mit schwarzer Flagge. Ganz Ungarn gedenkt der Opfer der Bustragödie von Verona, die sechzehn Tote und zahlreiche Verletzte forderte. Die Anteilnahme ist riesig.



Offiziellen Informationen zufolge brachte ein ungarischer Bus Schüler, Lehrer und Angehörige des Budapester Gymnasiums „Szinyei Merse Pál“ vom Skiurlaub in Frankreich nach Hause zurück. Bei Verona kam es Freitagnacht zu einem folgenschweren Unfall, bei dem der Bus völlig ausbrannte und 16 Menschen ihr Leben verloren.

Zwei Personen werden in lebensbedrohlichem Zustand in der Klinik von Verona behandelt. Vier Schwerverletzte wurden am Wochenende mit Flugzeug und Rettungshelikopter nach Ungarn gebracht. Zahlreiche leicht verletzte Personen konnten Italien bereits früher verlassen. Alle Betroffenen und Angehörigen stehen in Ungarn unter psychologischer Betreuung. Die Identifizierung der Opfer und der lebensbedrohlich Verletzten kann den italienischen Behörden zufolge noch Tage in Anspruch nehmen.

Der Bus war in der Nacht gegen die Leitplanke gefahren, danach gegen einen Brückenpfeiler geprallt und hatte Feuer gefangen. Zur Klärung der Unfallursache arbeiten die Behörden und Sachverständigen Italiens und Ungarns eng zusammen.

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