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Unmengen Lebensmittel wandern in den Müll

Aktuellen Erfassungen zufolge landen in Ungarn jährlich 1,8 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll, schreibt das Internetportal bama.hu. Ein ungarischer Bürger wirft demzufolge täglich ein halbes Kilogramm Lebensmittel weg.



Damit steht das Land nicht allein da, auch in den anderen Ländern der EU ist das Verhältnis einem Bericht des Europäischen Parlaments zufolge etwa so hoch. Angesichts der Tatsache, dass weltweit Millionen Menschen hungern und auch in Ungarn bei weitem nicht alle Menschen jeden Tag satt werden, ist das eine erschütternde Zahl, heißt es weiter.

Abgeordnete im Europäischen Parlament fordern deshalb sinnvolle Maßnahmen, um hier gegenzusteuern. Die Verbesserung und bessere Erläuterung der Lebensmittelkennzeichnung wäre ein erster Schritt, denn vielen Verbrauchern sei nicht klar, was der Unterschied zwischen Mindesthaltbarkeitsdatum, Verbrauchsdatum, Wegwerfdatum, „zu verbrauchen bis…“ und anderen Angaben ist. Bei mehr Aufklärung und Umsicht könnten viele Lebensmittel vor der Tonne gerettet werden.

Dem Europäischen Parlament zufolge sei es oft auch besser, an bestimmten Stellen auf ein konkretes Datum zu verzichten, weil der Verbraucher durch Anschauen, Riechen und vorsichtiges Kosten selbst feststellen kann, ob bestimmte Lebensmittel noch zum menschlichen Verzehr geeignet sind. Darüberhinaus sollten Lebensmittelspenden steuerfrei möglich sein, deren Einsammeln, Lagerung und Transport mit EU-Mittel finanziert werden.

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