Der europäische Glücksspielmarkt

pixabay.com © PublicDomainPictures (CC0 1.0)
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Der Glücksspielmarkt ist eine Branche, der nicht nur in Europa, sondern auch weltweit mit Abstand die höchsten Umsätze aufweist. Dabei machten die Umsätze im Jahr 2010 der Spielhallen etwa 90 Prozent aus.

Doch auch im Internet wächst die Glücksspielbranche kontinuierlich. So belief sich im Jahr 2010 der gesamte Umsatz auf über 300 Milliarden Dollar. Aufgrund der Prognosen und Statistiken der Experten ist hiermit noch nicht mal ansatzweise der Höhepunkt erreicht.

Tipp: Informationen rund um das Glücksspiel finden sich beispielsweise auf gluecksritter-info.de.

Für das virtuelle Glücksspiel ist Europa zurzeit der größte Markt, der auch in Zukunft noch weiter wachsen wird. Interessante Entwicklungen hat es bereits vor etwa zwei Jahren gegeben, als einige Staaten ihre Glücksspielgesetze reformierten. Zudem gab es immer wieder in der Europäischen Kommission Diskussionen darüber, dass eine einheitliche Regelung gefunden werden sollte. Jedoch konnte bisher noch keine Einigung erzielt werden.

Glücksspielgesetze werden verabschiedet

Nach langen Verhandlungen wurde in Deutschland der neue Glücksspielvertrag im Jahr 2012 gültig. Hiernach sind allen Bundesländern Sportwetten erlaubt. Lediglich das Bundesland Schleswig-Holstein entschied sich für einen Alleingang, denn hier sind auch Casino-Spiele erlaubt.

flickr.com © Tekke (CC BY-ND 2.0)
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Im Jahr 2005 verabschiedete Großbritannien den sogenannten „Gambling Act“ und gründete die Gambling Commission. Diese Kommission soll das virtuelle Glücksspiel regulieren, wobei hierzu alle Online-Glücksspiele zählen.

Italien legalisierte das Glücksspiel im Jahr 2009. So wurden mit Geschicklichkeitsspielen, Pokerturnieren, Bingo und Sportwetten mit festen Quoten begonnen. Aufgrund des großen Erfolgs wurden im Jahr 2011 Online-Casino-Spiele sowie Poker-Spiele mit Geldeinsatz erlaubt. Betreiber müssen jedoch über eine Lizenz der AAMS (Aufsichtsbehörde) vorweisen können. Zudem wird versucht, die Anbieter aus anderen Ländern zu blockieren.

Seit dem Jahr 2010 reguliert auch Frankreich den Glücksspielmarkt, wobei auch hier die Betreiber eine Lizenz von der Aufsichtsbehörde besitzen müssen. Dabei sind lediglich Poker-Spiele, Sportwetten sowie Pferderennen erlaubt. Online-Casinos wurden von der französischen Regierung nicht erlaubt, da diese über ein zu hohes Suchtpotential verfügen. Aufgrund der Besteuerungssituation ist der Glücksspielmarkt in Frankreich noch nicht richtig in Gang gekommen, da die Steuern nach dem Umsatz erhoben werden und nicht nach dem Gewinn.

Anwendung auf Online-Casinos

Die Angebote sowie die Durchführung jeglicher Arten von Glücksspielen sind in den meisten Ländern gesetzlich geregelt. Allerdings wurden diese Gesetze vornehmlich für reale Spielstätten herausgegeben und nicht für Online-Casinos. Dennoch finden diese Gesetze aber auch Anwendung auf Online-Glücksspiele.

Die staatliche Konzessionierung von Glücksspielbetreiberin stellt aber ein Problem dar, da diese im Internet nicht überwacht werden können. Etwa 2000 Online-Casinos bieten weltweit im Internet ihre Dienstleistung an, sodass Nutzer uneingeschränkt Zugriff auf unterschiedliche Anbieter haben, die in ihrem Land jedoch über keine entsprechende Zulassung verfügen. Beispielweise kann ein deutscher Spieler in einem englischen Online-Casino aktiv werden, das nicht in Deutschland, sondern in England zugelassen ist. Aufgrund des technischen Aufwands kann eine Kontrolle nicht stattfinden, was die europäische Kommissionen immer wieder zu erneuten Diskussionen um das Glücksspiel antreibt.

Weitere Informationen zu dieser Thematik bietet auch die Homepage der Europäischen Kommission.