Drei Milliarden Forint für Heilbad Pesterzsébet

Bereits vor 13 Jahren musste das Heilbad in Pesterzsébet aus wirtschaftlichen Gründen schließen und wird nun alsbald seine Renaissance erfahren. Das am Donauufer liegende Bad ist für sein jod- und salzhaltiges Wasser bekannt. Es wird nun im Auftrag des Vereins für Heilbäder und Thermalquellen in Budapest, der BGYH Zrt. renoviert – berichtet das Nachrichtenportal hvg.hu.



Das in den 1920-ern erbaute Bad war damals das einzige Heilbad in Budapest, dessen Wasser in die Gruppe der jod- und bromhaltigen Wasser gehörte. Seine Temperatur liegt bei 15°C, man kann hier also nicht von einer Thermalquelle sprechen. Doch die spezielle Zusammensetzung des Wassers hilft z.B. bei Frauenleiden oder Problemen im Bewegungsapparat. Wegen des Jodarmen Trinkwassers in den meisten Teilen des Landes leiden viele Ungarn unter Jodmangel. Zudem fördert Jod die Durchblutung, hemmt Entzündungen, wirkt sterilisierend. Brom beruhigt die Nerven und ist für seine stresslösenden Eigenschaften bekannt.

Auf dem 25.000 m² großen Grundstück wird das Hauptgebäude komplett saniert und durch einen Anbau von 4.300 m² erweitert. Es entstehen 11 Innen- und 3 Außenbecken. Der Komplex wird in 4 Einheiten unterteilt: ganzjähriges Erlebnisbad, Therapiebereich, Saunen und Dampfbäder bzw. saisonales Strandbad. Im Winter bietet es maximal 420 in der Sommersaison sogar 2.000 Gästen Platz.

Die Kuppel, das traditionelle, architektonische Erkennungsmerkmal, bleibt weiterhin erhalten. Das Gebäudeensemble wird direkt mit der Donau verbunden, damit die Erreichbarkeit erleichtert wird. Die Arbeiten beginnen im Frühling und sollen planmäßig bis Sommer 2019 fertig gestellt werden.

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