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Baustellen-Diebe in Ungarn schaden Autobahnbau

Einen Schaden von mehreren zehn Millionen Forint haben Diebe bisher an der kurz vor der Übergabe stehenden Autobahn M6 im Komitat Tolna verursacht. Die Polizei in Szekszárd berichtet über mehr als 200 Straftaten im Jahr 2009 mit etlichen Millionen Forint Schaden. Im September vorigen Jahres entwendeten Diebe sogar einen Mobilkran im Wert von zehn Millionen Forint. Ein Schrotthändler kaufte ihn, um ihn zu zerlegen. Gegen Diebe und Hehler begannen Strafverfahren.

Zuletzt waren zwei Männer am 2. März im Bereich der Polizei von Paks, ebenfalls am Autobahnabschnitt des Komitats Tolna, bei einer Kontrolle aufgeflogen, berichtete die Polizei. Sie hatten Kraftstoff von einer Arbeitsstation stehlen wollen. Zugleich gestanden sie, dass sie seit Oktober 2008 schon mehrfach Diesel und Technik von der Baustelle mitgehen lassen hatten, insgesamt für 3,5 Millionen Forint. Während der anderthalb Jahre Bauzeit leiteten die Beamten in Paks 25 Verfahren in ähnlichen Vorgängen. Der Schaden lag bei insgesamt 10,5 Millionen Forint.

Marktforscher: Ungarns Haushalte in der Krise

Die Haushalte in Ungarn passen sich der Krise an. Sie geben weniger für Kleidung und Reisen aus und reduzieren ihre täglichen Einkäufe. Das ergab eine Untersuchung des Marktforschungsinstituts GfK Hungária. Demzufolge kauften die ungarischen Haushalte im vorigen Jahr durchschnittlich drei Prozent weniger Konsumgüter ein, und in der zweiten Jahreshälfte gerieten immer mehr billige Artikel und Angebote in den Vordergrund.

Im vergangenen Jahr gaben 80 Prozent der Haushalte weniger für Kleidung und Reisen aus als 2008. Die Hälfte der Bevölkerung empfand die für Lebensmittel und Gemischtwaren ausgegebene Summe höher, die andere Hälfte geringer als im Jahr zuvor.

Balatonring: Kein Rennen in diesem Jahr

Die MotoGP-Rennstrecke in Ungarn kann in diesem Jahr nicht gebaut werden, es sei denn, der Investor zieht einen Finanzierer aus dem Hut. Das erklärte Medienberichten zufolge Wirtschaftsminister István Varga am Freitag (12.3.). Die Ungarische Entwicklungsbank (MFB) und das Wirtschaftsministerium, das die Eigentumsrechte an ihr ausübt, hatten am selben Tag entschieden, dass sie keinen Vertrag mit dem Investor über den Bau der geplanten MotoGP-Bahn bei Sávoly (Komitat Somogy) schließen. Es seien keine neuen Risiken im Vergleich zu denen aufgetaucht, die zur Zeit der Regierungsentscheidung bekannt waren, doch jetzt habe die vollständige Durchleuchtung stattgefunden, um das Kreditsystem zu gestalten, sagte der Minister. Der Balatonring könne folglich nicht gebaut werden und daher werde es auch kein Rennen geben.

(Ausführlicher Bericht in der April-Ausgabe)

Ungarns Parteien einig: Kein Landkauf durch Ausländer

Die Parteien in Ungarn sind sich offenbar darin einig, dass das Moratorium für den Erwerb von Ackerland durch Ausländer auch in den nächsten Jahren aufrecht erhalten werden soll. Jedoch wird ein entsprechender Antrag an die EU-Kommission voraussichtlich erst nach der Parlamentswahl am 11. April von der danach zu bildenden neuen Regierung gestellt werden. Das Übergangskabinett unter Ministerpräsident Gordon Bajnai werde damit nicht mehr aktiv werden, berichtet die Zeitung „Magyar Nemzet“ am Donnerstag (11.3.) unter Berufung auf das Landwirtschaftsministerium.

Der sozialistische Spitzenkandidat für die Parlamentswahl, Attila Mesterházy, habe seine Partei aufgefordert, für die Verlängerung des Landkauf-Verbots Maßnahmen zu ergreifen. Minister József Graf, der schon zuvor öffentlich eine Aufrechterhaltung des Moratoriums unterstützt hatte, sagte die Annahme eines entsprechenden Vorschlags auf der letzten Sitzung des Parlaments vor der Wahl zu. Darin werde die Regierung aufgefordert, sich an Brüssel zu wenden.