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Ungarn erleidet Einbußen im Tourismus

Ungarn hat im ersten Halbjahr 2009 Einbußen im Fremdenverkehr hinnehmen müssen. Die Zahl der in- und ausländischen Gäste ging in kommerziellen Unterkünften um 14 bzw. 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück, berichtet das Zentrale Statistische Amt am Freitag. Dabei sank die Zahl der Übernachtungen um 12 und 9 Prozent. Die Preiseinnahmen lagen 11 Prozent unter denen im Vergleichszeitraum. Auch im Juni verzeichneten die kommerziellen Unterkünfte einen geringeren Fremdenverkehr als 2008.

Bei den zehn bedeutendsten Herkunftsstaaten wurde mit Blick auf die Gästezahlen mit Ausnahme von Österreich und Tschechien Rückgänge registriert, unter anderem bei Deutschland, Großbritannien und Italien. Die Zahl der Reisenden aus Großbritannien, die im vorigen Jahr angestiegen war, brach mit 31 Prozent regelrecht ein. Unter den Herkunftsländern, bei denen die Statistik einen Anstieg registrierte, stand die Slowakei ganz vorn mit 28 Prozent. Insgesamt jedoch verzeichneten die Hotels, die 84 Prozent der ausländischen Gäste aufnehmen, in allen Kategorien einen Rückgang bei der Zahl der Übernachtungen.

Umfrage: Mehr Optimismus in Ungarns Wirtschaft

Die Talsohle scheint durchschritten und eine leichter Aufwärtstrend zeichnet sich ab. Das fanden die Meinungsforscher des Instituts TARKI für den über die Beurteilung der ungarischen Wirtschaft im Auftrag des Nachrichtenmagazins für Wirtschaft und Politik „HVG“ in ihrer am Freitag veröffentlichten Umfrage heraus.

Der Wert auf der Skala von 0 bis 100 ihres Indexes für das „wirtschaftliche Befinden“ erreichte 33,3 Punkte nach 29,4 im zurückliegenden Quartal und 28,7 im Quartal davor. Damit fand der dramatische Absturz sein Ende, der Ende 2008 und im Frühjahr dieses Jahres registriert wurde. Das Befinden, das Lage und Aussichten der verarbeitenden Industrie zeigt und die von der Bevölkerung und entscheidend von den Trends der Außenmärkte abhängt, zeigt eine Tendenz der Besserung, auch wenn es noch wesentlich hinter dem langfristigen Durchschnitt zurückbleibt.

Die Bevölkerung sieht auch die allgemeine Lage Ungarns etwas besser im Vergleich zum vorangegangenen Quartal. Im Hinblick auf die Aussichten des Landes ist sie wesentlich optimistischer als zu Jahresbeginn.

Pécs ist Kulturhauptstadt 2010

Verzögerungen bei den zwei wichtigsten Bauvorhaben der Kulturstadt

Pécs/Brüssel – Grund zur Freude im südlichen Ungarn: Das wie kaum eine andere Stadt des Landes von Kulturdenkmälern geprägte Pécs mit seiner rund zwei Jahrtausende alten und sehr wechselvollen Geschichte ist nun offiziell Europäische Kulturhauptstadt. Im November beschlossen die EU-Kulturminister in Brüssel, dass Pécs (Fünfkirchen) und die Ruhrgebietsstadt Essen den ehrenvollen Titel führen dürfen. In der Rubrik der Nicht-EU-Staaten setzte sich Istanbul durch.

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Ungarn kaufen mehr Billigmarken

Die Haushalte in Ungarn haben im ersten Quartal 2009 weniger Geld für Erzeugnisse mit großen Markennamen ausgegeben. Das stellte das Marktforschungsinstitut GfK Hungária fest. Die Einkäufe gingen zurück, es wurden weniger Konsumgüter des täglichen Bedarfs gekauft und es floss auch weniger Geld in die Kassen als ein Jahr zuvor. Die Kaufentscheidungen tendierten eher zu billigeren Produktmarken.

Während die Haushalte für die „A“-Marken, die allgemein ein höheres Preisniveau repräsentieren, in den ersten vier Monaten des Jahres bedeutend weniger Geld ausgaben, wuchs die Nachfrage nach den so genannten „B“-Marken, die eine geringere Rolle in der Reklame spielen und keine Marketing-Unterstützung erhalten.

Die wirtschaftliche Rezession drückt den makroökonomischen Parametern in Ungarn ihren Stempel auf, heißt es in der Analyse. Unter anderem wird dafür ein prognostizierter Rückgang des Brutto-Inlandsprodukts um mehr als 6 Prozent Prozent im Jahr 2009 sowie des Realeinkommens um annähernd 5 Prozent angeführt. Das führe zu einem 6-prozentigen Minus beim Verbrauch der Haushalte bis zum Jahresende. Eigenmarken von Handelsketten konnten jedoch überraschenderweise nicht von der Entwicklung profitieren, obgleich auch sie allgemein billiger sind als die großen Produktmarken.