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Sommerpraktikum in Keszthely

Österreichische Gäste lernen Ungarisch

Mittelschüler aus Österreich machten sich unlängst mit dem Fremdenverkehr in der Stadt am Balatonufer vertraut. Die Ungarisch lernenden Schüler verbrachten insgesamt zwei Wochen in dem Ort.

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Ungarn: Gyurcsány vor Abschied von der Politik?

Nach der Ankündigung seines Rücktritts als Regierungschef will Ferenc Gyurcsány jetzt offenbar auch sein Amt als Chef der Sozialistischen Partei (MSZP) aufgeben. Nach Informationen der Zeitung „Népszabadság“ hat Gyurcsány bereits am Samstagvormittag auf einer Sitzung des Parteipräsidiums in Budapest seinen Verzicht auf das höchste Parteiamt erklärt. Die Komitats-Chefs der Sozialisten seien für den Nachmittag nach Budapest bestellt, was nach Ansicht der Zeitung auf wichtige Entscheidungen hindeutet. Als neuen Parteichef habe Gyurcsány den derzeitigen Landwirtschaftsminister József Gráf vorgeschlagen. Noch vor einer Woche hatte Gráf jedoch auf dem Parteitag der MSZP dieses Amt abgelehnt.

Krise in Ungarn verschärft sich weiter

Die Talfahrt der ungarischen Wirtschaft hat sich auch im Januar ungehemmt fortgesetzt. Die Industrieproduktion ging im Januar um 23 Prozent zurück, während die Bauindustrie um 16 und der Außenhandel um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat abrutschte, berichtet das Zentrale Statistische Amt am Freitag. Die Zahl der Beschäftigten lag im Schnitt von November bis Januar um 1 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor, die Arbeitslosenquote stieg auf 8,4 Prozent. Die Durchschnittsverdienste verringerten sich, das Einzelhandelsvolumen blieb im ersten Monat des Jahres um 2,8 Prozent hinter dem vor einem Jahr zurück. Dabei erhöhten sich die Verbraucherpreise um 3,1 Prozent.

Die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise zeigten sich im letzten Quartal des Jahres immer stärker. Das kam in einer bedeutenden Verringerung der inneren und äußeren Nachfrage, in einem Produktionsabbau, bedingt durch Absatzprobleme, sowie in sinkendem Konsum und Investitionen, im Anstieg der Arbeitslosigkeit und einer Verlangsamung der Inflation zum Ausdruck.

Nach dem im Vergleich zu vorangegangenen Jahren wesentlich langsameren Wachstum der ungarischen Wirtschaft von 1,1 Prozent im Jahr 2007 zeigte sich in der ersten Hälfte 2008 eine Belebung, die durch die internationalen Entwicklungen, darunter in erster Linie die ungünstige Gestaltung der lage unserer Hauptwirtschaftspartner unterbrochen wurde. Nach einem Wachstum des Brutto-Inlandsprodukts (BIP) von 2 Prozent im I. Halbjahr verlangsamte sich der Anstieg im III. Quartal auf 0,8 Prozent. Im letzten Quartal trat ein 2,3prozentiger Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein. Im ganzen jahr 2008 stieg die Leistung der ungarischen Volkswirtschaft um 0,5 Prozent.

Europa-Wahl in Ungarn am 7. Juni

Ungarns Präsident László Sólyom hat die Wahl zum Europa-Parlament für den 7. Juni ausgeschrieben, meldet die Nachrichtenagentur MTI. Damit wurde einen Tag vor Ablauf der vorgeschriebenen Frist die Entscheidung getroffen. In den Ländern der EU werden die Abgeordneten für das Europäische Parlament zwischen dem 4. und 7. Juni für die folgenden fünf Jahre gewählt. Den genauen Termin legen die Staaten selbst fest. Ungarn kann 22 Abgeordnete in das Parlement entsenden, das abwechselnd in Brüssel und Strasbourg tagt.

Bei dieser Wahl sind in Ungarn auch 17 000 Deutsche wahlberechtigt, die in diesem Land gemeldet sind. Insgesamt können 106 000 Ausländer ihre Stimme in Ungarn abgeben. Um ein mehrfaches Votum auszuschließen, gleichen die EU-STaaten die Einträge in die Wählerlisten miteinander ab.