Balaton Zeitung E-Paper Banner

Anderthalb Milliarden für Thermalbad Gunaras

Das Thermalbad Gunaras soll modernisiert werden. Dafür plant die Stadt Dombóvár eine Investitionssumme von rund 1,5 Milliarden Forint (rund 6,3 Millionen Euro), berichtet das Komitat Tolna auf seiner Homepage (teol.hu). Die Verantwortlichen hoffen dabei auf EU-Mittel im Umfang von 660 Millionen Forint. Die erste Runde der Ausschreibung dafür wurde bereits erfolgreich absolviert.

„Die Investition von Gunaras hat zwei Ziele“, sagte Miklós Miszler, der fachlich für die Bewerbung um die Mittel zuständig ist. „Einesteils soll das Bad Anschluss finden an die Trends in Westeuropa und Ungarn, andererseits gilt es, die Einzigartigkeit des Bades hervorzuheben.“ Für das Projekt sei daher der Titel „Treffpunkt westlicher und östlicher Badekultur gewählt worden. In einem Spaßbad sollen, unter anderem ein türkisches Bad, ein indonesisches und ein Thai-Kurbad, ein japanisches Bad, eine Saunawelt sowie ein überdachtes Erlebnisbad für Kinder entstehen.

XI. Jüdisches Sommerfestival in Budapest

Das XI. Jüdische Sommerfestival (30.8.-8.9.) beginnt am kommenden Samstag in Budapest. Innerhalb von elf Tagen erwarten 70 Veranstaltungen das Publikum, Menschen die offen sind und neugierig auf Lieder und die Tradition einer mehrere tausend Jahre alten Kultur. Das Festival will durch weltbekannte Künstler und junge Talente die jüdische Kultur als einen Bestandteil der Weltkultur vermitteln.

Seit seinem Beginn im Jahre 1997, als der Staat Israel seinen 50 Gründungstag feierte, entwickelte sich die vielfältige Veranstaltungsreihe nach Angaben der Organisatoren zu einem der bedeutendsten und meistbesuchten Kulturereignisse Ungarns, die höchstes Interesse findet. Das immer zum Sommerende veranstaltete Festival mobilisiert auch solche Bevölkerungsschichten, die das Jahr über selten kulturelle Veranstaltungen besuchen.

Organisiert wird dieser Höhepunkt des ungarischen Sommers vom Jüdischen Kulturzentrum für den Fremdenverkehr. Dieser machte es sich zur Aufgabe, jüdische Kultur zu präsentieren und in den Fremdenverkehr Ungarns zu integrieren. „Die Programmreihe erwartet mit offenen Armen das Publikum aus Ungarn, Europa und Übersee, Juden und Nicht-Juden gleichermaßen“, erklärt der Veranstalter. „Das Programm ist deshalb abwechslungsreich, in den Genres vielfältig, nutzt die internationale Sprache von Musik und Tanz.“

Null Toleranz: 31 Prozent weniger Verkehrstote

Das Motto „Null Toleranz“ gegen Verkehrsrowdys in Ungarn hat offensichtlich Erfolg: Für das erste Halbjahr 2008 weist die Statistik einen Rückgang der tödlichen Unfälle um 31 Prozent aus. 406 Menschen kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben, 199 weniger als im Vorjahreszeitraum. Parallel dazu nahm die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss um 20 Prozent ab. Dagegen waren von den tödlich verunglückten Autofahrern 74, von den Beifahrern 70 Prozent nicht angeschnallt, teilt das Statistische Amt weiter mit. Bei 91 Prozent der Unfälle waren Fehler der Fahrer die Ursache, am häufigsten zu hohes Tempo.

Insgesamt ereigneten sich im ersten Halbjahr 9000 Unfälle mit Personenschaden, davon 70 Prozent in bewohnten Gebieten. Mehr als 12 000 Menschen waren an Unfällen beteiligt, davon wurden 3500 schwer und über 8000 leicht verletzt. Von den auf Autobahnen verletzten Personen waren 35 Prozent Ausländer, auf der M1 Budapest-Wien betrug deren Anteil sogar 68 Prozent.

Tourismus in Ungarn im Rückwärtsgang

Ungarns Fremdenverkehr hat im ersten Halbjahr 2008 deutliche Einbußen hinnehmen müssen. 17 Millionen Besucher kamen ins Land, zwei Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, meldet das Zentrale Statistische Amt des Landes. Die Ausländer verbrachten insgesamt 40 Millionen Tage in Ungarn, was einen Rückgang um neun Prozent bedeutet. Noch gravierender, nämlich um zwölf Prozent, fiel der Verbrauch der ausländischen Gäste. Sie gaben 449 Milliarden Forint aus.

Die Zahlungsbilanz ohne den internationalen Personentransport belief sich den Angaben zufolge auf 136 Milliarden Forint und nahm damit um zwölf Prozent ab. Die ersten drei Monate des Jahres waren im Drei-Jahres-Durchschnitt die schwächsten. Die Monate Mai und Juni waren auf der gleichen Vergleichsbasis durch den stärksten Forint charakterisiert. Der Wechselkurs zum Euro bewegte sich zwischen 266 und 229 Forint.

Unterdessen reisten Ungarn 7,9 Mal ins Ausland, etwa ebenso viel wie in der Vergleichsperiode. Deren Ausgaben beliefen sich auf umgerechnet 302 Milliarden Forint. 60 Prozent dieser Mittel (182 Milliarden Forint) war an touristische Motive gebunden. Das sind bei laufenden Preisen 17 Prozent mehr als vor einem Jahr, bedeute jedoch keineswegs nur den kauf touristischer Dienstleistungen.