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Tempokontrollen in Ungarn werden perfektioniert

Budapest – Raser in Ungarn werden es vom nächsten Jahr an schwerer haben. Dann sollen nämlich die Kameras auf Autobahnen, die bisher nur zur Kontrolle der Vignetten angebracht sind, auch die Übertretungen der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit registrieren, berichten ungarische Medien am Donnerstag von einer Pressekonferenz des Regierungsbeauftragten Ferenc Kondorosi in Budapest. Daneben sollen auch die Selbstverwaltungen der Kommunen die Möglichkeit bekommen, die Raser festzustellen.

Ebenfalls vom kommenden Jahr an sollen die Fahrzeughalter für Verletzungen der Verkehrsregeln verantwortlich gemacht werden. Auf diese Weise könne beispielsweise niemand mehr einer Geldstrafe wegen zu schnellen Fahrens entgehen, hieß es. Die entsprechenden Gesetzesvorlagen will die Regierung in der kommenden Woche dem Parlament vorlegen.

Hund zerreißt zweieinhalbjähriges Kind

Budapest – Mehrere Monate lang hatte die Polizei nach dem angeblich vermissten kleinen Dominik in Budapest gesucht. Jetzt ist klar: Ein Pitbull-Terrier oder ein Rottweiler-Mischling des Vaters hat unterschiedlichen Angaben zufolge das zweieinhalbjährige Kind Anfang August in Monorierdő nahe der Hauptstadt zerrissen. Die Eltern brachten den Leichnam dann mit einer Schubkarre in den nahe gelegenen Wald und verscharrten ihn. Wenige Tage nach dem schrecklichen Vorfall meldeten sie den Jungen bei der Polizei als vermisst.

„Wir haben den Leichnam von Dominik gefunden“, sagte Oberst Zsolt Bognár vom Budapester Polizeipräsidium nach Zeitungsberichten vom Mittwoch auf einer Pressekonferenz. „Zu der Leiche führte uns das Geständnis der Mutter, die am Freitag aussagte, was sich in Wahrheit zutrug.“

Der Junge war seinerzeit auf den Hof gegangen, wo ein oder mehrere Hunde aus der Zucht des Vaters ihn angriffen. Einige Tage nachdem die Eltern das tote Kind zwei Kilometer von ihrem Haus entfernt auf einer Landwirtschaftsfläche vergraben hatten, meldete die Mutter das Verschwinden. Die Polizei begann mit starken Kräften die Suche, leitete jedoch auch Ermittlungen wegen einer möglichen Straftat ein. Schließlich konnten die Ermittler die Mutter dazu bringen, sie zum Leichnam zu führen.

Surfer aus dem Balaton gerettet

Siófok – Ein zu wagemutiger Surfer ist von der Wasserpolizei in letzter Minute vor dem Ertrinken im Balaton gerettet worden. Der Mann fiel etwa 300 Meter vom Ufer bei Fűzfő entfernt bei Sturmwarnung der Stufe 2 ins Wasser, berichtet die Internetseite des Unabhängigen Balaton Multimedia Zentrums am Dienstag. Aus eigener Kraft war der Freizeitsportler weder in der Lage, wieder auf sein Brett zu steigen noch ans Ufer zu schwimmen. Glück im Unglück war, dass die Wasserpolizei noch rechtzeitig zu Hilfe kam.

Zoll in Ungarn deckt Steuerhinterziehung großen Stils auf

Budapest – Ungarns Zoll hat einen Fall von großangelegter Steuerhinterziehung mit internationalem Hintergrund aufgeklärt. Bei einer koordinierten Aktion hoben Zollmitarbeiter eine auf Umsatzsteuer-Betrug spezialisierte kriminelle Gruppe aus, wurde am Montag auf einer Pressekonferenz des Zolls in Budapest mitgeteilt. 55 Zöllner fanden in der zweiten Oktoberwoche bei gleichzeitigen Hausdurchsuchungen an 15 Orten entsprechendes Material.

Die Tatverdächtigen brachten Luxusautos aus Deutschland nach Ungarn. Die Fahrzeuge wurden von mehreren, auf Namen anderer gegründete Firmen in Deutschland gekauft und dann in Ungarn auf dem Papier an Privatpersonen verkauft, von denen sie eine Firma auf eigenen Namen zurückkaufte. Dabei zahlten die mutmaßlichen Täter keine Umsatzsteuer. Nach den Manipulationen setzte die kriminelle Gruppe die Autos zu einem um die Umsatzsteuer erhöhten Preis im Budapester Autohandel ab.

Aufgrund der bisher aufgedeckten Beweise brachten die Beteiligten auf diese Weise 169 Pkw in Ungarn in Umlauf. Damit verursachten sie dem Staatshaushalt einen Schaden von 527 Millionen Forint (etwa zwei Millionen Euro). Während seiner Aktion beschlagnahmte der Zoll 29 Fahrzeuge im Gesamtwert von 300 Millionen Forint und mehrere Millionen Forint Bargeld.