Keine drastischen Peiserhöhungen in Hévíz

Gute Nachricht aus Hévíz: Zumindest im ersten Quartal dieses Jahres soll es im Heilbad keinerlei Preiserhöhungen geben, berichtet der Newsletter Tourismus Panorama unter Berufung auf die Leitung des Bades. Aber auch danach, wenn Anfang April traditionsgemäß die Tarife „angeglichen“ werden, sollen die neuen Preise nicht drastisch höher ausfallen. Es gehe um eine moderate Erhöhung, ließ das Bad verlauten.

Trotz der Wirtschaftskrise hätten im vorigen Jahr mehr Menschen Hévíz besucht als im Jahr davor. Der Besucherrekord sei auf das hohe Niveau der Dienstleistungen, dem Ausbau eines Wellness-Bereichs und der Erneuerung des Empfangsgebäudes zu verdanken. Dabei sei auch in Hévíz zu spüren, dass immer mehr Gäste aus dem eigenen Land kommen. Ausfälle bei Gästen aus Österreich und Deutschland seien durch Touristen vom östlichen Markt kompensiert worden.

Ungarns sauberste Stadt – Hévíz

Noch vor Sopron und Balatonfüred erreichte die Stadt Hévíz den Titel der saubersten Stadt des Landes.

An dem vom Internetportal ongo.hu veranstalteten Wettbewerb beteiligten sich mehr als 10.000 Wähler, die für ihre Lieblingsorte stimmten.

Bürgermeister Árpád Vértes ist sich sicher, daß sich die Kurgäste und Touristen neben der in Hévíz bestehenden hohen Sicherheit nicht nur in ihren Hotels oder Privatzimmern ausgesprochen wohl fühlen, sondern vor allem die intensiv gepflegte Umgebung schätzen. Die Bemühungen der Stadt um die Verschönerung des Ortes im vergangenen Jahrzehnt hätte Früchte getragen, was sich in erhaltenen Preisen und Anerkennungsurkunden ausdrückt. Bemerkenswert sei, daß auch Einwohner und Hoteldirektoren erhebliche Anstrengungen unternommen hätten, um Hévíz den Stempel von Sauberkeit und Schönheit aufzudrücken.

An der Internetwahl haben sich überraschenderweise nicht nur oft wiederkehrende Kurstammgäste beteiligt, sondern vor allem „mittelalterliche“ und junge Personen.

Die 25 Mitarbeiter, in Hévíz für die Sauberhaltung und Verschönerung des Stadtbildes zuständig, werden weiterhin alles tun, um für die Stadt den Platz an der Sonne zu sichern.

(Quelle: balatonihirek.hu)

Neuer Touristenmagnet im Gebiet Keszthely-Hévíz

Im Raum Keszthely-Hévíz hat sich ein neuer Touristenmagnet etabliert. Ein mächtiger Heißluft-Ballon für 18 Personen schwebt über das Gebiet und befördert fasst jeden Tag Passagiere. Die Fluggäste können während des einstündigen Fluges die Schönheiten der Landschaft am Westrand des Balaton bewundern. Es ist das erste Mal, dass in Ungarn ein so großer Ballon am Himmel auftaucht, berichtet das regionale Fernsehen von Keszthely. Aus dem mächtigen Korb heraus können die Touristen Fotos schießen und Videos aufnehmen. Beim Auf- und Abstieg werden die Passagiere aktiv in die Vorbereitungen einbezogen, zum Abschluss helfen sie auch beim Einpacken. Dafür bekommen sie dann auch ein Diplom und können mit Sekt auf die erfolgreiche Landung anstoßen.

Arme beleidigt – Rücktrittsforderungen an Bürgermeister von Hévíz

Hévíz – Nach beleidigenden Worten gegen Besucher aus der vermutlich ärmsten Gemeinde Ungarns sieht sich der Bürgermeister von Hévíz, Árpád Vertés, mit Rücktrittsforderungen konfrontiert. Vor genau einer Woche noch war er wegen der Einladung an die Einwohner von Gilvánfa (Komitat Baranya) positiv in die Schlagzeilen gekommen. Am Mittwoch jedoch wurde eine Fernsehaufzeichnung des Privatsenders RTL Klub bekannt, in der sich Vertés sehr abfällig über die Besucher der wahrscheinlich reichsten Kommune geäußert hatte.

Die Abgeordnetengruppe für ein Erfolgreiches Hévíz verlangte deshalb auf einer Pressekonferenz den Rücktritt des Bürgermeisters. Vértes habe „die hier zu Besuch weilenden armen, einfachen Menschen vor der großen Öffentlichkeit in arrogantem, überheblichem Stil erniedrigt“, sagte der Leiter der Abgeordnetengruppe, Gábor Papp. Während der Aufnahme sind Flüche des Bürgermeisters zu hören und die Aussage, die Einwohner von Gilvánfa würden demnächst schon deswegen nicht nach Hévíz kommen, weil sie „nicht aus ihrem Dorf herausfinden“. Auch die Umstände des Besuches sind nach den Worten Papps erniedrigend gewesen. Bürgermeister Papp wies die Rücktrittsforderung zurück.

Gilvánfa hat 422 Einwohner, 98 Prozent davon Roma. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 90 Prozent, Armut ist der tägliche Begleiter. Deshalb halfen das Wasserwerk Pécs (Fünfkirchen) und die Selbstverwaltung des Komitats aus, um die Reisekosten aufzubringen.

Hévíz: Die Ärmsten bei den Reichsten zu Gast

Hévíz (Komitat Zala) als reichste ungarische Kommune hat Einwohner von Gilvánfa (Komitat Baranya) als der ärmsten Gemeinde zu einem möglichst sorgenfreien Tag zu sich eingeladen. 51 Gäste waren gekommen, der jüngste acht Monate, der älteste 60 Jahre alt, berichtet Unabhängiges Balaton Multimedia Zentrum unter Berufung auf das lokale Fernsehen Hévíz TV. Nach eigener Aussage wollten die Hévízer nicht zeigen, was beneidenswert ist. Sie bemühten sich darum, mit einem Kulturprogramm, Baden, Mittagessen, Kino und einem Besuch im berühmten Heilwassersee viele Erlebnisse zu bieten.

Die Einschätzung, was Ungarns reichste und was die ärmste Kommune ist, stammt vom Ungarischen Rundfunk. Gilvánfa hat 422 Einwohner, 98 Prozent davon Roma. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 90 Prozent, Armut ist der tägliche Begleiter. Deshalb halfen das Wasserwerk Pécs (Fünfkirchen) und die Selbstverwaltung des Komitats aus, um die Reisekosten aufzubringen. Die 57 Bewohner des Altenheims „Mutter Theresa“ in Hévíz spendeten 57 000 Forint, für die die Kinder von Gilvánfa zu Weihnachten beschenkt werden sollen. Die Kirchgemeinde übergab den Gästen mehrere hundert Kilo haltbare Lebensmittel, Mehl, Nudeln und Müsli.

„Es war überraschend, mit welch herzlicher Unmittelbarkeit Hévíz bei dem Treffen von zwei so sehr unterschiedlichen Selbstverwaltungen seine Mitmenschen empfing“, sagte der Bürgermeister von Gilvánfa, János Bogdán. „Diese Armut ist gegeben, aber auch wenn die Menschen arm sind, möchten sie leben und sich vergnügen. Ich freue mich, dass es so gekommen ist, dass der Tag so verläuft.“