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Haus der Zukunft auch in Ungarn

Mitten in der Krise hat jetzt auch Ungarn sein Haus der Zukunft vorgestellt. Es produziert im Jahresverlauf mehr Energie, als es verbraucht, berichtet die Internet-Zeitung „Pécsi Napló“. Im Vergleich zu den üblichen Fertighäusern sei der Bau unter anderem mit einer Isolierung doppelter Effizienz ausgestattet worden.

Über einen Schornstein verfügt das Haus aus rein nostalgischen Gründen, da die normale Heizung und Kühlung über Luft funktioniert. Diese strömt zunächst über eine Rohrschlange, die etwa 100 Meter tief in die Erde reicht. Da die Umgebungstemperatur auch im Sommer nicht höher als 14 Grad ist, kann damit die 140 Quadratmeter große Wohnung des Hauses klimatisiert werden, während im Winter Heizenergie geliefert wird. Dafür gibt es auch einige Infrarot-Strahler im Haus.

Der gesamte Energiebedarf des Hauses liegt Berechnungen zufolge kaum über 5000 Kilowattstunden im Jahr. Das Warmwasser wird mit Hilfe von Sonnenkollektoren hergestellt, die Elektroenergie – und zwar mehr als das Haus benötigt – erzeugen Sonnenbatterien.

Die Erbauer haben für den Bau einen Preis von 270 000 Forint (knapp 1000 Euro) pro Quadratmeter errechnet. Nach dem Vorbild des ungarischen Zukunftshauses können Standardhäuser im Modulsystem errichtet werden.

Landwirte machen mobil

Protest auf der Straße 67 zwischen Balatonlelle und Látrány

Die Straße 67 wurde zwischen Balatonlelle und Látrány am 6. Oktober von rund sechzig Landwirten und Winzern halbseitig gesperrt, am Nachmittag nahmen die Protestierenden jedoch ab, denn viele hatten sich auf den Weg in die Hauptstadt gemacht, um dort zu demonstrieren.

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Hotelinvestitionen in Pécs kommen in Gang

Die befürchteten Einschnitte beim geplanten Ausbau der Hotelkapazitäten in Pécs/Fünfkirchen scheinen zumindest zum Teil abgewendet. Vier der insgesamt fünf Investoren, die sich erfolgreich um Fördermittel beworben hatten, unterzeichneten Verträge über die Erweiterung ihres Übernachtungs-Angebotes, berichtet die Internet-Zeitung „Pécsi Napilap“ unter Berufung auf die Süd-Transdanubische Entwicklungs-Agentur. Das Zustandekommen der Förderverträge im Umfang von mehreren hundert Millionen Forint kündigt nach Ansicht der Zeitung auf jeden Fall den Start der Vorhaben an. Nur Danubius, das die Entwicklung des Nádor-Hotels vorhatte, schloss keinen Vertrag.

In den vergangenen Monaten wurde bereits der Rohbau des Corso am Búza tér abgeschlossen. Das 77-Zimmer-Hotel mit Konferenzsälen, Wellness-Zentrum und Restaurant soll 2010 fertiggestellt werden. Der unweit des Zentrums gelegene Bau umfasst auch Geschäfte, Büros und eine Tiefgarage.

Touristen lassen Kassen in Ungarn klingeln

Ungarn hat aus dem Aufenthalt von Ausländern im Land während des ersten Quartals dieses Jahres deutlich profitiert. Insgesamt gaben die ausländischen Gäste 233 Milliarden Forint (rund 840 Millionen Euro) aus, 24 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, berichtet das Zentrale Statistische Amt am Freitag. 1,6 Millionen Ausländer kamen während der ersten drei Monate zu mehrtägigen sowie 6,3 Millionen zu eintägigen Aufenthalten ohne Übernachtung nach Ungarn. Das entsprach etwa den Zahlen des Vorjahres.

Im Gegenzug reisten Ungarn 3,6 Millionen Mal ins Ausland – ein Rückgang von etwa 3 Prozent. Sie gaben Geld im Gegenwert von 170 Milliarden Forint außerhalb der Landesgrenzen aus. Die Bilanz aus dem Fremdenverkehr beläuft sich damit auf 63 Milliarden Forint, 9 Milliarden mehr als im ersten Quartal 2008.

Zu berücksichtigen ist dabei, dass der Forint im ersten Quartal schwächer war als zu irgendeinem anderen ähnlichen Zeitraum der zurückliegenden vier Jahre. Bei Freizeit-Reisen machte sich der Statistik zufolge die Rezession noch nicht bemerkbar. Anders bei Geschäftsreisen, wo ein Rückgang von 13 Prozent eintrat.