Ein Schlag gegen die Drogenmaffia ist der Polizei in Ungarn gelungen. Mitarbeiter des Nationalen Ermittlungsbüros und der Komitats-Polizei haben am Montag in Pécs fünf mutmaßliche Drogendiealer festgenommen. Nach einer Mitteilung der Polizei fanden sie bei ihnen eine bedeutende Menge Kokain. Die Regionalzeitung „Dunántúli Napló“ will erfahren haben, dass es sich um zehn Kilogramm Kokain im Marktwert von 70 bis 75 Millionen Forint (etwa 300 000 Euro) handelt. Die Herkunft der Drogen soll während des Ermittlungsverfahrens geklärt werden.
Nachrichten
Falsche Polizisten in Ungarn bestehlen Ausländer
Zwei falsche Polizisten haben am Abend des 28. Mai in der Budapester Innenstadt einem 54-jährigen Ausländer unter Vortäuschung einer polizeilichen Maßnahme Bargeld abgenommen. Das Polizeipräsidium ordnete daraufhin Ermittlungen an, berichtet der Sprecher der Behörde am Montag. Verstärkte Kontrollen hatten Erfolg: Zwei Rumänen, beide im Alter von 37 Jahren, wurden gefasst und unter dem Verdacht, die Straftat begangen zu haben, in Gewahrsam genommen. Das Polizeipräsidium des V. Stadtbezirks leitete ein Verfahren ein.
Kontrollen an Österreichs Grenzen verschärft
Österreich hat seine Grenzkontrollen im Zusammenhang mit der Fußball-Europameisterschaft auch an den Übergängen zum Schengenstaat Ungarn vorübergehend verschärft. Das teilte das Landespolizeipräsidium in Budapest am Sonntag unter Berufung auf die österreichische Botschaft mit.
Für den Zeitraum zwischen dem 2. Juni und dem 1. Juli werden wieder Grenzkontrollen durchgeführt. Dafür werden die Übergangsstellen wieder geöffnet. Die Stärke des Verkehrs an den einzelnen Orten sei vorher gemessen und danach die Kontrollstellen in drei Kategorien eingeteilt worden, heißt es. Ungarische Staatsbürger können nach Vorzeigen ihres Reisepasses odere Personalausweises nach Österreich einreisen.
Im Zeitraum der Kontrollen ist ein Überschreiten der „grünen Grenze“ zwischen den Übergängen nicht möglich. Wer dies dennoch tut, muss mit Strafen rechnen. Die Grenzkontrollen erfolgen jedoch nur „einseitig“, also bei der Einreise nach Österreich.
Autofahrer am Balaton stirbt bei Crash mit Motorrad
In Balatonkenese (Komitat Veszprém) ist ein Autofahrer am Freitag beim Zusammenprall mit einem Motorrad getötet worden. Der 66-jährige Mann kam aus dem Zentrum des Dorfes und wollte in Richtung Balatonufer die Hauptstraße 71 überqueren, berichtet die Polizei.
Zu dem Unfall kam es, weil der Mann dem aus Richtung Balatonfűzfő kommenden Motorrad nicht die Vorfahrt gab. Es sei jedoch wahrscheinlich, dass er infolge einiger noch zu klärender Umstände das Motorrad nicht bemerkte. Die 1000-Kubikzentimeter- Yamaha hinterließ eine 20 Meter lange Bremsspur, bevor sie auf die rechte Seite des Suzuki Swift prallte. Der Autofahrer starb sofort, während der 28-jährige Motorradfahrer mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht wurde.
