Siófok – Gegen die seit Tagen herrschende Hitze in Ungarn bietet auch das Wasser des Balaton keine Abkühlung mehr. Im Plattensee wurde eine Temperatur von 30 Grad gemessen, meldet der ungarische Rundfunk am Samstag auf seine Internet-Portal. Die Hundstage gehen vorerst bis Sonntagabend weiter. Im Land sind Höchsttemperaturen zwischen 37 und 42 Grad zu erwarten.
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Absoluter Hitzerekord in Ungarn: 41,9 Grad
Budapest – Ungarn war an diesem Freitag so heiß wie noch nie in der Geschichte der Wetteraufzeichnungen. Am Nachmittag 15.00 Uhr sendete die automatische Messstation von Kiskunhalas (Komitat Bács-Kiskun) die Meldung an den meteorologischen Dienst, dass 41,9 Grad als Spitzenwert des Tages und der wissenschaftlichen Beobachtungen von 130 Jahren erreicht war. Der bisherige Rekord war im Jahre 2000 in der südostungarischen Komitatsstadt Békéscsabá mit 41,7 Grad gemessen worden, berichtet der Fernsehsender hírTV.
Offiziell gilt der Rekord noch nicht, denn er muss noch bestätigt werden und könnte auch übertroffen worden sein. Auch die Hauptstadt stöhnte unter ungewöhnlicher Hitze. Dort wurde der Rekordwert von 40,3 Grad erreicht.
Deutsche für Treue zu Siófok geehrt
Siófok – Der Balaton ist offenkundig zu ihrem ständigen Urlaubsziel und Siófok zu einer Art zweiter Heimat geworden: Familie Daude kommt seit 15 Jahren und das Ehepaar Linda und Willi Roduz sogar seit 33 Jahren im Sommer regelmäßig hierher. Dafür erhielten sie jetzt von der Stadt, der sie so lange treu sind, Urkunden überreicht. In Siófok ist es schon Tradition, dass langjährige Gäste auf diese Weise geehrt werden, heißt es auf dem Internet-Portal der Stadt.
Gesundheitsreform in Ungarn: 1500 Ärzte und 6000 Mitarbeiter arbeitslos
Budapest – Nach dem Start der Gesundheitsreform in Ungarn sind seit April dieses Jahres rund 1500 Ärzte arbeitslos geworden. Ursächlich hängen die Entlassungen mit einem Kapazitätsabbau in den Krankenhäusern des Landes zusammen, schreibt die Zeitung „Világgazdaság“ auf ihrer Web-Site. Außer den Ärzten wurden etwa 6000 Mitarbeiter des Gesundheitswesens entlassen.
Das zuständige Ministerium bietet Unterstützung mit einem auch finanziell geförderten Moblitätsprogramm an, für das sich jedoch bisher nur zehn Ärzte beworben haben. Das Programm soll dazu anregen, in andere Landesteile mit Ärztemangel umzuziehen. Zahlreiche Mediziner suchen jedoch ihr Glück im Ausland, zumal sie sich davon eine wesentliche Verbesserung ihrer Einkommen erhoffen. Auch eine in diesem Jahr eingeführte Einschränkung der Bereitschaftszeiten soll neue Einstellungen bewirken.
