Das anhaltend kalte Winterwetter in Ungarn fordert immer mehr Opfer. Am Freitag berichteten die Medien des Landes gleich über drei Kältetote. In Budapest wurde am Vortag ein 43-jähriger Obdachloser tot in einer Holzhütte aufgefunden, teilte die Polizei der Nachrichtenagentur MTI mit. Ein Arzt schloss Fremdeinwirkung aus und führte den Tod auf Auskühlung zurück. In der nordostungarischen Stadt Mátészalka stieß ein Briefträger bereits am Mittwoch auf zwei Kältetote, hieß es in einer weiteren Meldung. Ein Mediziner sagte zur vermutlichen Todesursache, dass die 79-jährige Frau und der 66-jährige Mann wahrscheinlich in ihrer unbeheizten Wohnung erfroren sind.
Nachrichten
Versuchsweise Zeugenbetreuung in Somogy
Atmosphäre am Gericht soll menschlicher gestaltet werden
Die Institution einer Zeugenbetreuung wurde vor wenigen Tagen erstmals am Somogyer Komitatsgericht auf Betreiben von Dr. Csaba Ujkéry, dem Präsidenten des Komitatsgerichts, versuchsweise eingeführt.
Raiffeisenbank wegen irreführender Reklame bestraft
Das Amt für Wettbewerb in der Wirtschaft hat gegen die Raiffeisenbank in Ungarn eine Strafe von 80 Millionen Forint (etwa 320 000 Euro) wegen irreführender Reklame verhängt. Das im August vorigen Jahres eingeleitete Verfahren des Amtes nahm den Werbeslogan „Bei unseren neuesten Wohnungs-Krediten bestimmen Sie jetzt selbst die Tilgungsraten“ aufs Korn. Die Bank habe in einzelnen Anzeigen, die die Konstruktion eines flexiblen Wohnungskredits popularisieren, nicht angemessen informiert. Ihr Verhalten sei zur Irreführung der Verbraucher geeignet gewesen, teilte das Amt mit.
Als mildernden Umstand führte die Wettbewerbsbehörde an, dass der Verbraucher vor seiner endgültigen Entscheidung und vor Vertragsabschluss die gesamten Bedingungen der Aktion zwischen 27. April und 10. Juni vorigen Jahres, um die es bei der Strafe ging, zur Kenntnis nehmen konnte.
Rasen auf Ungarns Straßen wird teurer
Rasen auf Ungarns Straßen wird teurer
Temposünder werden in Ungarn ab Mai deutlich höhere Strafen zahlen müssen. Das geht aus der Beilage zu einer von der Regierung Ende 2007 verabschiedeten Verordnung über Verkehrsstrafen hervor, die die ungarische Web-Site Jogi Fórum (http://www.jogiforum.hu) veröffentlicht.
Wer beispielsweise in geschlossenen Ortschaften mit 65 km/h statt der erlaubten 50 km/h geblitzt wird, muss mit einer Strafe von 30 000 Forint (etwa 120 Euro) rechnen. Sollte die Geschwindigkeit aber 91 km/h betragen, kann der dreifache Betrag fällig werden. Auf der Autobahn kann schon eine Überschreitung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit um 13 km/h eine Strafe von 30 000 Forint nach sich ziehen. Das Überfahren einer roten Ampel kann 100 000 Forint kosten. Wenn jemand auf Gelände fährt, das unter erhöhtem Naturschutz steht, riskiert er eine Strafe von 300 000 Forint.
Das Programm der neuen Ordnung, dessen Bestandteil null Toleranz in der Verkehrssicherheit sein soll, war im September vorigen Jahres vom Ministerpräsidenten angekündigt worden.
