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Keine Krankenhausbesuche in Kaposvár und Siófok

Nach Mitteilung beider Einrichtungen wurde das Besuchsverbot angeordnet, um eine weitere Ausbreitung der Grippekrankheit zu verhindern.

Im Kaposvárer Kaposi Mór Krankenhaus gilt das Besuchsverbot ab Samstag für alle Abteilungen mit bettlägerigen Kranken, so der Pressereferent laut siofokinapilap.hu. Im Siófoker Stadtkrankenhaus können bereits seit heute die Kinder- und Säuglingsstationen nicht mehr besucht werden.

Im Kaposvárer Krankenhaus ist zwar noch niemand an Influenza erkrankt, doch der Direktor des Hauses setzt jetzt auf vorbeugende Maßnahmen. Die ambulante Versorgung von Patienten ist jedoch weiterhin ohne Einschränkung gewährleistet.

In der Kinder- und Säuglingsstation des Krankenhauses in Siófok häufen sich seit Tagen Grippeerkrankungen. Auch dort soll mit dem Besuchsverbot eine Ausbreitung der Viren verhindert werden.

Influenzaviren werden per Tröpfchen- oder Kontaktinfektion übertragen. Symptome treten nach einer Inkubationszeit von nur wenigen Stunden bis Tagen auf.

Wieder onkologische Versorgung in Siófok

Nach mehr als einem Jahr Pause können die Krebspatienten wieder chemotherapeutische Behandlungen im Siófoker Krankenhaus erfahren.

Onkologie bezeichnet die sich mit Krebs befassende Wissenschaft. Im engeren Sinn widmet sich Onkologie der Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge von malignen, also bösarigen Krebserkrankungen.

Seit Anfang Januar können die chemotherapeutischen Maßnahmen nun in Siófok durchgeführt werden, was geltende Rechtsvorschriften lange verhindert hatten. Die Behandlungen erfolgten bisher im Kaposvárer Krankenhaus, es kam oft vor, daß Patienten, die dort vormittags versorgt wurden, aufgrund schlechter Verkehrsverbindungen oft erst abends in ihre Wohnorte zurückkehren konnten.

Etwa zwanzig Krebskranke erfahren derzeit in Siófok stationäre Chemotherapie, um die 120 sind es, die täglich ambulante Versorgung in Anspruch nehmen. Die finanziellen Mittel werden von der nationalen Krankenkasse (OEP) zur Verfügung gestellt. Genaue Behandlungspläne und Einzelheiten benötigter Chemotherapie werden von Spezialisten des Kaposvárer Onkologiezentrums ausgearbeitet.

Tatsache ist jedoch, daß die Kranken zu den Behandlungen nicht mehr nach Kaposvár reisen müssen, was auch eine bessere psychische Ausgeglichenheit der Patienten ermöglicht, so Chefarzt Dr. Ferenc Varga laut siofokinapilap.hu.

Siófok erwartet die Schlittschuhläufer

Dank deftiger Minusgrade an den letzten Tagen hat die Eisdecke auf dem Balaton eine Stärke von zehn Zentimetern erreicht.

Der Stadtdirektor von Siófok hat die Eisflächen am Silberstrand, am Ende der Arany János utca gelegen, für sportliche Vergnügungen wie Schlittschuhlaufen, Eishockey, Eissegeln etc. freigegeben,

Die stadteigene Fa. Balaton-parti Kft. erklärt die Ausübung der Wintersportarten auf den ausgewiesenen Flächen ab heute für rechtmäßig. Begrenzungsbojen, Hinweistafeln und Aufsichtskräfte garantieren die Sicherheit der Eisläufer ebenso wie die fachliche Not- und Unfallversorgung vor Ort.

Und damit sich die Wintersportler besonders wohl fühlen, stehen für deren leibliches Wohl Schmalzbrote, Tees und Glühwein zum Kauf bereit. Offiziell ist die sichere Benutzung der genannten Flächen täglich von neun bis siebzehn Uhr gestattet.

Siófok erwartet ab heute also auch gerne alle wintersportbegeisterten Touristen. Übrigens können auch Eisschlitten an Ort und Stelle ausgeliehen werden.

Siófoker Stadtväter wollen Alkoholverbot

Siófok soll bald der erste Ort am Balaton werden, an dem der Verkauf von alkoholischen Getränken stark eingeschränkt wird.

In „ausgenüchterte“ Zonen werden sich dann die städtischen Straßen, wenigstens aber Uferabschnitte und Erholungsgebiete, verwandeln. Zwischen 23 Uhr und morgens sechs Uhr wird Alkohol nur mehr in gastronomischen Betrieben erhältlich sein, wenn dort auch verzehrt wird. Wie Bürgermeister Árpád Balázs laut sonline.hu erklärte, wird noch genau festgelegt werden, wo und wann genau die Grenzen gezogen werden.

Ein Gastronom äußerte sich dahingehend, daß er keinen anderen Ort als Siófok kenne, wo der Alkoholkonsum auf öffentlichen Straßen derart verbreitet sei. Ein wesentlicher Grund dafür seien viele rund um die Uhr geöffnete Geschäfte, in denen die Getränke billiger angeboten würden als in Gaststätten. Als Folge dazu brächten betrunken umherirrende Partytouristen als Nebenerscheinung zerbrochene Flaschen und Vandalismus mit sich.

Wenn auch nicht am Balaton, so gibt es doch Beispiele in Ungarn, wo der Vertrieb von Alkoholika eingeschränkt ist. So ist in der Innenstadt von Szolnok der Verkauf von alkoholischen Getränken ab abends zehn Uhr in Geschäften und sogar Tankstellen verboten.

Bereits seit zwei Jahren besteht in Siófok eine örtliche Rechtsvorschrift, wonach Alkoholgenuß auf Straßen nicht erlaubt ist, aber es stehen eben nicht genügend Ordnungshüter zur Verfügung, die der Vorschrift Nachdruck verleihen könnten.