Flugplatz Pécs/Pogány steht zum Verkauf

Pécs – Die Stadt Pécs und das Komitat Baranya bieten ihren im vorigen Jahr modernisierten Flugplatz zur Miete oder zum Verkauf an. Bürgermeister Péter Tasnádi sagte der Zeitung „Dunántúli Napló“, es sei nicht ausgeschlossen, dass ein Vertrag mit einem Investor schon 2007 unterzeichnet würde. Bisher haben nach Tasnádis Worten bereits zwei ungarische und ein ausländischer Investor Interesse bekundet, Verhandlungen seien im Gange.

Fachleute sind sich darin einig, dass für die Zukunftssicherheit des Flughafens ein weiterer Ausbau notwendig ist. Die Start- und Landebahn müsste auf 2140 Meter verlängert und deren Tragfähigkeit von 47 auf 75 Tonnen erhöht werden. Danach könnten die größeren Maschinen der Billigflieger Pécs ansteuern. Dazu wäre auch die Verlegung des Navigationssystems und eine Rollbahn nötig. Bislang können nur Flugzeuge mit bis zu 100 Passagieren landen.

Burg in Siklós bereitet militärhistorische Ausstellung vor

Siklós – Eine große militärhistorische Ausstellung erwartet im Herbst die Besucher der Kleinstadt Siklós (Komitat Baranya). Zuvor hatten Experten des Budapester Militärhistorischen Museums die Burg aus dem 13. Jahrhundert inspiziert, um die Möglichkeiten für eine so bedeutende Schau zu erkunden, berichtet die Regionalzeitung „Dunántúli Napló“. Das Material für die Ausstellung trifft gegenwärtig in Siklós ein, wo es zusammen mit der örtlichen Sammlung gezeigt werden soll. Für die musealen Gegenstände stehen vier Säle in der imposanten Burg bereit, die als eine von nur wenigen in Ungarn Kriege und Zerstörung vergangener Jahrhunderte überstanden hat.

Waffen und Munition bei Hausdurchsuchung sichergestellt

Fonyód – Ermittler der Fonyóder Polizei haben im nahe gelegenen Imremajor bei drei Personen, darunter einem Jugendlichen, Waffen und Munition beschlagnahmt. Bei einem Minderjährigen fanden die Polizisten eine 9-Millimeter-Flobert-Pistole, die umgebaut werden sollte, und 27 Schuss Maschinenkarabiner-Munition. Bei den beiden Erwachsenen, unter ihnen ein Vorbestrafter, stellten sie eine selbst umgebaute und aufgebohrte Luftpistole und dazu gehörige Munition sicher. Außerdem kamen bei der Hausdurchsuchung mehrere Jagdwaffen mit Munition zum Vorschein. Gegen alle drei wurde ein Verfahren wegen Missbrauchs von Schusswaffen und Munition eingeleitet. Bei einer Verurteilung können Strafen zwischen fünf und acht Jahren Haft ausgesprochen werden.

Spanier bauen Golfzentrum und Industrie-Anlagen in Sávoly

Kaposvár – Ein Erholungs- und Golfzentrum sowie ein Industrie- und Logistikzentrum will die Spanische SEDESA in Sávoly (Komitat Somogy) errichten. Dafür sollen 500 Millionen Euro investiert werden, berichtet das Internetportal www.sunline.hu. Der Präsident der Unternehmensgruppe, Vicente Cotino Escrivà, begründet laut dem Bericht die Entscheidung für das Dorf mit der Nähe zu der Autobahn 7, dem Flughafen Sármellék und dem Balaton sowie mit dem Vorkommen von 95 Grad warmem Thermalwasser von ausgezeichneter Qualität.
Die Spanier sind dem Bericht zufolge an einigen Projekten in Ungarn interessiert, das von Sávoly sei jedoch das erste, bei dem die Arbeiten aufgenommen werden. Etwa 150 Hektar sollen die für internationale Wettkämpfe geeignete Golfbahn, mehrere hundert Wohnungen, Einfamilien- und Doppelhäuser und zwei Hotels einnehmen. Der Rest der Fläche steht für Industrie- und Logistikbauten zur Verfügung.
Der Staatssekretär im Ministerpräsidenten-Amt, István Kolber, unterstrich in dem Zusammenhang, dass Logistik und Tourismus zu den großen Möglichkeiten Ungarns gehören. Der Entwicklungsplan „Neues Ungarn“ subventioniere nicht danach, ob es um ungarische oder ausländische Investoren geht, sondern nach deren Zielen. Das Projekt von Sávoly sei nicht nur in Somogy, sondern auch landesweit von Bedeutung. 400 neue Arbeitsplätze würden entstehen.

„Népszabadság“: Chaos auf Budapests Straßen

Budapest – Der Bau einer neuen Metrolinie hat den Straßenverkehr in Budapest durcheinander gebracht. Die Zeitung „Népszabadság“ schreibt am Mittwoch von einem Chaos. Quelle der Dauerstaus sind die Busse des Ersatzverkehrs, die zwar ununterbrochen fahren, jedoch kaum vorankommen und die Menschenmassen nicht aufnehmen können. Der Metro-Ersatzverkehr sei in diesem Jahr nicht so sorgfältig vorbereitet worden wie früher und das sei im Verkehr zu spüren, zitiert das Blatt den Sprecher des Stadt- und Vorstadt-Verkehrsvereins, Dávid Vitézy.

Dem widersprach der Kommunikationsdirektor der Budapester Verkehrsbetriebe, Miklós Regõczi. Die Vorbereitung sei mindestens ebenso sorgfältig und gut organisiert gewesen wie bisher in jedem Jahr. Der Dienstleister könne nichts dafür, dass in der Stadt ein so großer Stau sei, dass die Busse einander tatsächlich einholten.