Siófok wird neu entdeckt

Wie ist die Lage auf dem Balatoner Immobilienmarkt?

In den Anzeigenzeitungen und den Immobilienvermittlungen der Balatonumgebung gibt es ein großes Angebot an verkäuflichen Immobilien. Auf den Verkauflisten stehen Luxusvillen und Sommerhäuser, neu gebaute Appartements, Wohnungen in Gemeinschaftshäusern von Wohnparks und einige Jahre oder Jahrzehnte alte Einfamilienhäuser.

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Ryanair eröffnet Fluglinie nach Osijek

Die Ferienregionen in Südtransdanubien sind in der kommenden Saison auch auf dem Luftweg zu erreichen. Nachdem sich der Flughafen Pécs/Pogány (Baranya) bislang als Fiasko erwies, kommt im benachbarten Osijek (Kroatien) offenbar eine neue Destination in Gang, die auch für den Südwesten Ungarns interessant ist. Billigflieger Ryanair teilte mit, dass er ab 6. Mai zwei Mal wöchentlich (mittwochs und sonntags) von Frankfurt/Hahn aus Osijek anfliegen wird. Die neue Linie sollte für deutsche Touristen interessant sein, die die Kulturhauptstadt 2010 Pécs/Fünfkirchen sowie das international bekannte Heilbad Harkány und die Weinregion Villány-Siklós als Reiseziel wählen.

Ryanair will auf der Verbindung 30 000 Fluggäste im Jahr befördern. Zum Start der Route, die neben Kroatien auch für Ungarn, Bosnien-Herzegowina und Serbien vielversprechend ist, bietet die Gesellschaft Tickets für 19 Euro in einer Richtung an.

Gyurcsány will Euro-Einführung beschleunigen

Ungarns Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány will sein Land beschleunigt in die Euro-Zone führen. Dafür will er auf der Sitzung des Europarates am Wochenende die Initiative eregreifen, meldet die Nachrichtenagentur MTI. „Die Einführung des Euro ist eine ‚gute Schutzimpfung‘ gegen die ökonomischen Probleme, deshalb müsse das Aufnahmeverfahren beschleunigt werden, sagte der Regierungschef. An den Bedingungen mit Blick auf Gleichgewicht, Staatsverschuldung und Inflation müsse man jedoch festhalten, fügte er hinzu.

Gyurcsány forderte am Freitag im Parlament in Budapest ein Schnellverfahren für die Einführung des Euros in den mittel- und osteuropäischen EU-Ländern. Wenn alle Länder schnell die notwendigen Bedingungen für die Einführung des Euro erfüllen könnten, dann sollten sie nicht zwei Jahre lang „im Vorzimmer sitzen“, sagte er.

Ermittler: Anschläge gegen Roma zeigen Zusammenhang

Die tödlichen Anschläge in Ungarn gegen Roma zeigen Zusammehänge. Das teilte das Die Nationale Ermittlungsbehörde am Freitag auf einer Pressekonferenz in Budapest mit. Nach bislang vorliegenden Angaben handele es sich um eine Verbrechensserie, der Täterkreis könne übereinstimmen.

Gegen die Polizisten, die beim Doppelmord an Romas in der Gemeinde Tatárszentgyörgy die Tatortarbeit leisteten, würden Disziplinarverfahren eingeleitet. Sie hätten fachliche Fehler begangen,als sie die Besichtigung des Tatortes nicht auf die Umgebung des Hauses ausdehnten und so die Geschosshülsen einige Meter vom Gebäude entfernt nicht bemerkten. Ein weiteres Disziplinarverfahren beginnt gegen die Polizisten, die nach dem Mord an dem rumänischen Handballspieler Marian Cozma in Veszprém am Tatort waren.

In der südungarischen Stadt Pécs wurden unterdessen zwei Männer festgenommen, die zwei Roma ermordet haben sollen. Im November vorigen Jahres war eine Handgranate in ein Einfamilienhaus geworfen worden. Das dort lebende Ehepaar, das mit der Familie beim Fernsehen war, starb sofort, zwei Kinder wurden leicht verletzt.

Einer der beiden mutmaßlichen Täter gehörte 15 Jahre lang der Polizei in Pécs an, sei aber zum Zeitpunkt des Anschlags nicht mehr bei der Behörde beschäftigt gewesen, teilte der Chef der Kriminalabteilung der Komitatspolizei mit. Er wohnte in derselben Straße wie seine Opfer und soll die Tat gemeinsam mit seinem Bruder begangen haben.

Mord an Roma: Polizei in der Kritik

Nach dem Mord an einem Roma-Vater und dessen vierjährigen Sohn zu Wochenbeginn in Ungarn hat Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány am Freitag einzelne Polizisten, Mitarbeiter des Gesundheitswesens und Feuerwehrleute kritisiert. Sie hätten bei der Untersuchung fachliche und Verfahrensfehler begangen, sagte Regierungssprecherin Bernadett Budai am Freitag laut MTI. Der Regierungschef wies die Chefs der betroffenen Ressorts an, eine Untersuchung über die persönliche Verantwortung der Mitarbeiter einzuleiten, die in einer Woche abgeschlossen sein muss. Außerdem sollten die Minister Vorschläge darüber unterbreiten, wie ähnliche Fälle künftig auszuschließen seien.

Nach dem Brandanschlag und dem Doppelmord hatten ungarische Medien darüber berichtet, dass die Polizei zunächst stundenlang von einem Unfall ausgegangen war. Erst als Familienangehörige der Ermordeten auf einer genauen Untersuchung bestanden und dazu auf Patronenhülsen und Blutspuren aufmerksam machten, begannen Ermittlungen wegen Mordes. Die Bluttat löste landesweit Entsetzen aus und gab der Diskussion über Ausgrenzung und sich häufende Anschläge auf Roma neue Nahrung.