Zweier-Kajak in der Donau gekentert

Budapest – Ein Zweier-Kajak ist am Sonntagmittag an der Szentendre-Insel nördlich von Budapest in der Donau gekentert, teilte die Polizei in der ungarischen Hauptstadt mit. Dabei ist einer der Kajak-Fahrer, ein etwa 30-jähriger Mann verschwunden. Arbeiter hatten das gekenterte Kajak an der Brücke der Autobahn M0 bemerkt und waren sofort zu Hilfe geeilt. Die Polizei nahm Ermittlungen auf, Taucher suchen nach dem verschwundenen Mann.

Museum auf einstigem Türken-Schlachtfeld erlebt Wiedergeburt

Mohács – Der museale Ort des Gedenkens an die Schlacht der Ungarn gegen die Türken (1526) ganz im Süden des Komitats Baranya soll bis zum Jahr 2010 mit einem neuen Antlitz wiedererstehen. Die Pläne für das bedeutende Vorhaben liegen bei der Direktion des Nationalparks Donau-Drau, die für die Gedenkstätte zuständig ist, schon bereit.

„Wir möchten, dass am Ort eines der bedeutendsten historischen Ereignisse in Ungarn eine erneuerte, thematische Ausstellung, die dessen Gewicht würdig ist, innerhalb weniger Jahre die Besuchere empfängt“, sagte die stellvertretende Direktorin des Nationalparks, Eszter Buchert, der Zeitung „Dunántúli Napló“. Dabei sollen zwei, jeweils 300 Quadratmeter große Ausstellungsflächen entstehen. Dort würde auch das Material über die Geschichte der Schlacht Platz finden, das bislang verpackt in Magazinen lagert.

Der bisherige Gedenkpark bei Sátorhely (südlich von Mohács) war zum 450. Jahrestag der Schlacht bei Mohács übergeben worden, hatte mehrfach den Betreiber gewechselt und ist inzwischen vom Zahn der Zeit stark angegriffen. Die Besucherzahlen gingen von jährlich 100 000 inzwischen auf kaum 16 000 zurück.

Am heutigen Ort des Gedenkens sollten einst Ungarns Heere die von Süden heranziehenden türkischen Angreifer zurückschlagen. Dabei erlitten sie eine furchtbare Niederlage. Danach wurden 12 000 Ungarn enthauptet, mehr als 100 000 gerieten nach dem Sieg der Türken bei Buda in die Sklaverei.

Pécser Flughafen künftig auch für Billigflieger geeignet

Pécs – Nur eineinhalb Jahre nach der Rekonstruktion des Flughafens Pécs-Pogány planen die Verantwortlichen eine Verlängerung der Start- und Landebahn. Der Grund: Bisher können nur kleinere Maschinen Pécs anfliegen, das macht Fliegen teuer und hemmt den Fremdenverkehr. Künftig sollen auch große Maschinen der Billigflieger landen können und Touristen nach Pécs und in die südliche Baranya mit dem Heilbad Harkány, dem Weinzentrum Villány und der mittelalterlichen Burg in Siklós bringen.

Wie die Regionalzeitung „Dunántúli Napló“ berichtet, wird die Verlängerung der Start- und Landebahn um 640 Meter wahrscheinlich aus Mitteln für die Finanzierung der Projekte „Kulturhauptstadt Europas 2010“ bezahlt. Bürgermeister Péter Tasnádi betonte jedoch, dass Pécs den Ausbau vor allem mit Hilfe von Privatkapital finanzieren möchte. Verhandlungen über den Verkauf des Flugplatzes oder die langfristige Vermietung seien im Gange.

Auch die Anbindung des außerhalb von Pécs gelegenen Flugplatzes soll wesentlich verbessert werden. Geplant ist eine knapp sechs Kilometer lange, vierspurige Schnellstraße. Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im Herbst.

Tragflächenschiff rammt Motorboot – ein Toter

Budapest – Auf der Donau im Süden von Budapest ist am Mittwochnachmittag ein Mensch beim Zusammenstoß eines Tragflächenschiffes mit einem Motorboot ums Leben gekommen. Das Tragflächenschiff sei aus bisher ungeklärter Ursache auf das Boot „aufgefahren“, teilte die Landesdirektion für Katastrophenschutz laut MTI mit. Der Bootführer war allein an Bord und konnte erst geborgen werden, nachdem die Feuerwehr am Ufer die beiden Wasserfahrzeuge getrennt hatte. Die Untersuchung des Unfalls dauert noch an.

Brot in Ungarn wird erheblich teurer

Budapest – Die extreme und lang anhaltende Trockenheit in Ungarn hat ihren Preis: Für Brot müssen die Menschen von diesem Mittwoch an wesentlich tiefer in die Tasche greifen. Die Bäcker hoben die Preise um etwa 20 Prozent an, berichtet der Ungarische Rundfunk. Zuvor waren Anfang August die Mehlpreise um 40 Prozent nach oben gechnellt, sagte der Sekretär des Bäckerverbandes József Verli.

Der Anstieg des Aufkaufpreises für Weizen signalisiere, dass das Preiswachstum auf dem jetzigen Niveau nicht stehen bleibe. Voraussichtlich ziehe es bis Oktober eine weitere Preissteigerung für Mehl nach sich. Auch andere Kosten seien im Steigen begriffen. Die gegenwärtigen Kosten von 145 Forint (etwa 60 Cent) für die Herstellung von einem Kilo Weißbrot können sich auf 174 erhöhen. Hinzu kommen mindestens 20 Prozent für den Handel.