182. Anna-Ball aus Balatonfüred live im Fernsehen

Balatonfüred – Der Anna-Ball in Balatonfüred wird in diesem Jahr erstmals im Fernsehen übertragen. Der Sender Duna erhielt die Übertragungsrechte für den Ball mit großer Geschichte, der am 28. Juli zum 182. Mal stattfindet, teilte Bürgermeister István Bóka nach einem Bericht des Unabhängigen Balaton Multimedia Zentrums mit. Ort der Veranstaltung ist der Galasaal und der Garten des erneuerten Anna Grand Hotels. Mehr als 300 Gäste werden zum Ball erwartet.

Durch die Fernseh-Übertragung werden dieses Mal Ungarn auf fünf Kontinenten erstmals an der Wahl der Schönheitskönigin des Balls teilnehmen können, die unter zehn von einer Jury präsentierten Frauen per Telefon oder SMS gekürt werden soll.

Zu den Rahmenveranstaltungen des Balls, darunter am Vorabend ein Konzert virtuoser Musiker und ungarischer Opernstars sowie andere Kulturprogramme, werden den Angaben zufolge tausende Interessenten erwartet. Die Ballkönigin und ihre Hofdamen zeigen sich der großen Öffentlichkeit am Tag nach dem Ball bei einer Fahrt mit der Kutsche.

Sturm in Ungarn: Motorradfahrer schwer verletzt

Budapest – Bei dem Sturm am Donnerstag in Ungarn ist ein Motorradfahrer von einem umstürzenten Baum getroffen und dabei schwer verletzt worden. Sechs Menschen erlitten durch das Unwetter leichte Verletzungen.

Die Feuerwehr musste in den betroffenen Regionen bis Freitagmorgen etwa 500 mal ausrücken, um Schäden zu beseitigen, sagte der Sprecher der Landes-Hauptdirektion für Katastrophenschutz, Tibor Dobson, der Unabhängigen Nachrichtenagentur. Vom Sturm, der auch in anderen Gebieten Europas tobte, waren in Ungarn die mittleren und nördlichen Landesteile betroffen.

Die Hauptarbeit der Feuerwehren bestand in der Beseitigung von Bäumen, die auf Gebäude, Verkehrswege, Autos und Leitungen gefallen waren. An einigen Stellen hatte der Blitz eingeschlagen, im Bezirk Nógrad riss der Sturm das Dach von einem Haus.

In Budapest war das Kinderkrankenhaus „Heim Pál“ eine Zeitlang ohne Strom. Die Feuerwehr sicherte die Versorgung mit Notstrom-Aggregaten.

Verstärkung der Rettungsstation gefordert

Auseinandersetzungen um den Rettungsdienst im Kleingebiet von Marcali

Das Kleingebiet von Marcali verlangt im Zusammenhang mit einem speziellen Fall vom Ministerium die Verstärkung der Rettungsstation. Vor einiger Zeit wurde der Rettungsdienst zu einem Vörser Mann gerufen, der schließlich sechs Stunden später ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Der Rettungsdienst bestreitet, dass in dem Fall eine dringende Einlieferung begründet gewesen wäre.

Weiterlesen…

Pfusch am Besucherzentrum des Weltkulturerbes in Pécs

Pécs – Nur drei Monate nach der feierelichen Übergabe eines Besucherzentrums für die frühchristlichen Grabkammern in Pécs (Fünfkirchen) kritisiert die ungarische Presse gravierende Baumängel an der 1,5 Milliarden Forint (6 Millionen Euro) teuren Anlage. Selbst die glatten Betonwände seien von einem miserablen Niveau, schreibt die Regionalzeitung „Dunántúli Napló“. Stellenweise mussten sie mit Zement verschmiert werden. An weiß gekalkten Mauerteilen bildete sich durch erhöhte Luftfeuchtigkeit Schimmel.

Die Fremdenführer beklagen, dass neben den beachtlichen architektonischen Leistungen an der Stätte des Weltkulturerbes ärgerliche Mängel hervortreten, die „einer der attraktivsten Sehenswürdigkeiten der künftigen Kulturhauptstadt unwürdig sind“. Das begehbare Glasdach über dem zentralen Objekt, der Cella Septichora, ist überaus schmutzig, schreibt die Zeitung. Eine Reinigung ist unmöglich, weil sich der Staub größtenteils zwischen den Scheiben befindet, aus denen das Dach besteht. Zudem entsteht unter dem Glas ein Treibhauseffekt, bei dem die Temperatur kaum zu ertragen und die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist. Die Klima-Anlage bleibt vorerst ohne Wirkung.

Beim letzten großen Regen sei Wasser in das Glasdach eingedrungen, sagte der Geschäftsführer der Gemeinnützigen Gesellschaft Pécs/Sopianae Erbe, Jenõ Ujvári, der Zeitung. Das verantwortliche Unternehmen werde die Fehler im Rahmen der Garantie so weit als möglich beheben. Ujvári forderte zudem Video-Überwachung, da auch durch Wandalismus schwere Schäden entstünden.

Australisches Unternehmen sucht nach Uran in Ungarn

Pécs – Für die Erkundung von Uranvorkommen in Ungarn wird das australische Unternehmen WildHorse in diesem Jahr 2,5 Milliarden Forint (etwa 10 Millionen Euro) investieren. Wichtiger Bestandteil des Programms wird die Suche nach Uran im Grenzgebiet der Komitate Tolna und Baranya aus der Luft sein, sagte der Chef des Wildhouse-Büros in Pécs, András Barabás, der Zeitung „Dunántúli Napló“.

Nach Auskunft der Bergbaubehörde in Pécs haben Vertreter des Unternehmens für acht verschiedene Gebiete Schürfrechte beantragt und auch erhalten. Nach Auswertung der geplanten Untersuchungen und Bohrungen könne das Unternehmen Vorschläge zum Abbau unterbreiten. Daraufhin wird die Behörde über die Erteilung der Fördererlaubnis entscheiden.

In den Uranschächten des Mecsek-Gebirges sind nach deren Schließung vor zehn Jahren einer Untersuchung zufolge noch mehr als 18 000 Tonnen Erz geblieben. Außerdem gibt es noch weitere 13 000 Tonnen unter der Erde in Südtransdanubien. Meistversprechende Vorkommen sind das von Dinnyeberki (westlich von Pécs) sowie das im Raum Bátaszék, das nicht zur Mecsek gehört. Die Fachleute sind geteilter Meinung darüber, ob sich ein Neubeginn des Uranbergbaus in Ungarn lohnt.