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Herzog-Erben: Nazi-Raubkunst schnell herausgeben

Eine rasche Rückgabe der von den Nazis geraubten Kunstgegenstände haben Erben des jüdischen Kunstsammlers Baron Mór Lipót Herzog erneut gefordert. In der Angelegenheit der Herzog-Kunstschätze müsse Ungarn dem Beispiel Deutschlands folgen, erklärte die Familie in einem von ihrem Anwalt Michael S. Schuster unterzeichneten Kommunique, über das die Zeitung „Népszava“ am Sonntag (22.8.) auf ihrer Homepage berichtet. Die Erben kämpfen derzeit vor einem Washingtoner Gericht um die Rückgabe wertvoller Stücke der unvergleichlichen Sammlung.

Deutschland habe bereits vor Jahren die Inventarisierung der „herrenlosen“ Kunstgegenstände abgeschlossen und diese auch im Internet veröffentlicht. Drei wertvolle Stücke der einstigen Herzog-Sammlung seien den rechtmäßigen Erben im Februar dieses Jahres zurückgegeben worden. Anstelle von Verzögerungen und Prozessieren sei das schnell und ohne Stocken geschehen.

Ende Juli begann in Washington der Prozess der Herzog-Erben gegen den ungarischen Staat und mehrere unter dessen Aufsicht stehende Museen des Landes, um in Ungarn befindliche Stücke der von den Nazis 1944 geraubten Kunstsammlung des einstigen Bankiers zurückzubekommen. Dabei verlangen sie nicht nur die Herausgabe der 40 Kunstgegenstände, die sie eindeutig als die ihren identifizieren und deren Gesamtwert nach Expertenansicht mehr als 100 Millionen Dollar beträgt, sondern ihre Anwälte fordern die ungarische Regierung auf, eine Inventur der in ihrem Besitz befindlichen sämtlichen Herzog-Kunstgegenstände zu übergeben.

Herzog war einst Eigentümer einer der reichsten privaten Kunstsammlungen Europas und der reichsten Ungarns. Es gab eine Zeit, da der Bestand 2500 Kunstschätze zählte. Dazu gehörten Werke von El Greco, Lucas Cranach d.Ä., Zurbarán, van Dyck, Velázquez, Renoir, Monet und anderer sowie Möbel, Wandteppiche und Skulpturen.

Ungarn, das sich für einen demokratischen europäischen Staat halte, könne es sich nicht erlauben, sechs Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg in seinen Museen noch immer geraubte Kunstgegenstände aufzubewahren, erklärten die Herzog-Erben.

Innenstadt von Keszthely im Umbruch

Mit Hilfe von EU-Geldern soll der Kern von Keszthely ein neues Antlitz erhalten, meldet des Tourismus Panorama Bulletin. Vom Festetics-Schloss bis hin zum Balaton-Ufer werden innerhalb von zwei Jahren bedeutende Veränderungen erwartet. Dies teilte der Vorsitzende des Regionalen Entwicklungsrates von Westungarn, Jenő Manninger, mit. Eine Investition von 1,2 Milliarden Forint (rund 4,4 Millionen Euro) könne ein neues Zeitalter im Leben Keszthelys eröffnen, die Stadt tatsächlich zum kulturellen Zentrum des „ungarischen Meeres“ machen. Der Entwicklungsrat würde zu den Kosten von 1,158 Milliarden Forint Subventionen von 530 Millionen Forint gewähren.

Unter anderem ist geplant, an der römisch-katholischen Kirche ein Spazierwäldchen und einen Park anzulegen. Vorgesehen ist auch die Erneuerung des Kirchturmes. Wo heute der Basar zu finden ist, wollen die Planer einen Parkplatz einrichten. Dafür soll zwischen dem Gymnasium und dem Bürgermeisteramt auf dem Fő tér (Hauptplatz) ein Markt für den Verkauf von örtlichen Produkten entstehen. Mit der Verwirklichung weiterer Vorhaben soll die Innenstadt für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden.

Ferienhaus-Markt ohne Bewegung

In Ungarn tritt der Ferienhaus-Markt noch immer auf der Stelle. Obwohl die Gebühren für den Erwerb von Ferien-Immobilien im Januar dieses Jahres gesenkt wurden, konnte sich der Handel bislang nicht beleben, geht aus einem Bericht des Tourismus Panorama Bulletins hervor. Das Interesse sei zwar gewachsen, doch dies gelte nur für ein kleines Segment des Marktes, und zwar Ferienhäuser und Ferienheime am Budapester Römerufer, einige billigere Immobilien am Balaton sowie am Velence-See.

Auch beim Bau von Ferienhäusern gebe es keine Belebung, wenngleich die Selbstverwaltungen von Kommunen mit der Parzellierung ihrer wassernahen Gebiete Anleger mit Unternehmergeist zum Bauen anregen wollen. Dies sei jedoch bislang erfolglos geblieben.

Neubauten nahe am Balaton würden 30 bis 40 Millionen Forint kosten, was jedoch für durchschnittliche Familien ein unerreichbarer Preis sei, heißt es weiter. Eine gute Alternative dazu könne das Fertighaut sein, das noch nicht so verbreitet ist und dessen Vorteile wenige kennen.

Am Velence-See gibt es dem Bericht zufolge kein Geld. Selbst die kleineren Immobilien wechseln nur schwer den Eigentümer, wobei es vorkommt, dass der angebotene Preis um 30 bis 40 Prozent fällt.

Thermenurlaub in Ungarn

Thermen Ungarn

Kur, Wellnessurlaub und Thermen-Urlaub in Ungarn wird immer mehr nachgefragt und zahlreiche Anbieter buhlen im Internet um den Thermen- und Kurgast. Detaillierte Infos mit einer ausführlicher Vorstellung ausgesuchter Thermen in Ungarn bietet das kleine aber feine Reiseportal „Thermenland Urlaub“ mit so bekannte Thermen wie z.B. Bad Héviz, dem Heilbad Bük oder der am Kleine Balaton gelegenen Therme Zalakaros.

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