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Ungarin bringt Kind im Taxi zur Welt

Als Geburtshelfer hat sich am Donnerstag ein Taxifahrer im winterlichen Budapest bewähren müssen. Seine Passagierin, eine hochschwangere Frau, forderte ihn auf der Autobahn M3 in der Hauptstadt auf, schnell anzuhalten – die Wehen hatten begonnen. Wie der Fahrer vor Fernsehkameras später berichtete, blieb ihm gar keine Zeit zum Nachdenken. Er setzte noch einen Notruf ab und nahm dann das Baby, ein gesundes Mädchen in Empfang. Wenige Minuten danach trafen schon die Mitarbeiter des Rettungsdienstes ein und übernahmen Mutter und Neugeborenes, die sie beide ins Krankenhaus brachten. Beiden ging es gut, die Mutter gab noch am selben Tag ihr erstes Fernsehinterview. Für Ungarn war dies er erste Fall einer Geburt im Taxi.

Frauen in Ungarn erobern Internet

Die ungarischen Frauen stehen auch bei der Nutzung des Internets den Männern in nichts mehr nach. Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts NRC per Internet, das damit seine Erforschung von Zielgruppen fortsetzte. Nach den Kindern, den Jugendlichen zwischen 15 und 25 Jahren widmete das Institut jetzt den Frauen eine Untersuchung, wurde am Donnerstag mitgeteilt.

Während der zurückliegenden zwei Jahre stieg die Zahl der weiblichen Internetnutzer auf das Anderthalbfache. 1,6 Millionen Frauen gehen mindestens mit wöchentlicher Regelmäßigkeit ins Internet. Während früher das Internet häufig als eine männliche Angelegenheit begriffen wurde, weil unter den Nutzern die Männer in der Mehrheit waren, ist die Dominanz der Männer inzwischen verschwunden. Das Verhältnis der Geschlechter unter den Nutzern in Ungarn hat sich völlig ausgeglichen.

Dabei gibt es auch immer mehr Internetseiten, die direkt für Frauen gemacht sind, sowie allgemeine und spezielle Frauenportale. Diese Seiten orientieren sich an den Interessen der Frauen, von denen NRC feststellt, dass neun Zehntel gern Artikel über das Thema Gesundheit lesen, ebenso wie Kochrezepte, nach denen die Hälfte der Frauen aktiv im Internet sucht. Wohnungseinrichtung, Mode und Schönheitspflege, aber auch Esoterische Inhalte gehören zu den Rennern bei Frauen. Bemerkenswert scheint, dass zwei Drittel der weiblichen Internetnutzer brauchbaren Dingen nachspüren, und nur jede zehnte Frau einfach zur Unterhaltung surft. Eine bedeutende Rolle hat dabei auch der Kontakt zu fernen Bekannten per Internet.

EIB bewilligt Ungarn 350 Millionen Euro

Die Europäische Investitionsbank EIB finanziert EU-Projekte in Ungarn im Umfang von 350 Millionen Euro. Ein entsprechendes Kreditabkommen wurde in Luxemburg zwischen EIB-Präsident Philippe Maystadt und dem ungarischen Finanzminister Peter Oszko unterzeichnet.

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Sprecher: Pécser BM gefährdet Sicherheit

Nach dem Beginn energischen Widerstands gegen den Bau eines NATO-Radars am Rande des Komitatszentrums Pécs wirft die Regierung Ungarns Bürgermeister Zsolt Páva eine Gefährdung der Sicherheit des Landes vor. Die Absperrung der Straße zum Tubesberg, wo der Radar errichtet werden soll, mache betroffen und sei inakzeptabel, sagte Regierungssprecher Domokos Szollár.

Der Bürgermeister von Pécs stelle sich gegen Gesetze und Gerichtsentscheidungen. Die Sicherheit Ungarns gerate in schwere Gefahr. Beim Hören des Wortes Pécs fielen den Menschen keine guten Nachrichten ein, fügte der Sprecher hinzu. Dabei verwies er auf die Geschehnisse um das Wasserwerk, dessen Leitung die Stadt im Frühherbst ohne Verhandlungen mit dem Teilhaber Suez Environnement (Frankreich) übernommen hatte. Auch dort sei der Bürgermeister mit einer ziemlich merkwürdigen Auslegung der Gesetze aufgetreten. In Pécs sei etwas faul, meinte der Regierungssprecher.