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Sturm: Sechs Menschen aus dem Balaton gerettet

Am Balaton sind während eines Sturms am Samstag (24.7.) wieder etliche Menschen nur knapp der Katastrophe entgangen. Schon bis Mittag mussten sechs Personen aus dem „ungarischen Meer“ gerettet werden. Badegäste und Bootsfahrer hatten sich trotz Sturmsignal zu weit in den See hinausgewagt, berichtet die Polizei. Mehrere Schiffe waren nach Angaben des Pressesprechers vom Polizeipräsidium des Komitats Kaposvár nicht mehr zu steuern, liefen auf Sandbänke auf. Ein Mann fiel bei starkem Wellengang aus seinem Boot. Die Besatzung eines Linienschiffes rettete ihn aus höchster Not. Die Wasserpolizei macht nachdrücklich darauf aufmerksam, dass der Aufenthalt im Balaton bei Sturm gefährlich ist. In Gefahrenlagen könnte über die Telefonnummern 107 und 112 Hilfe angefordert werden.

Seltenes „Anglerglück“ an der Drau

Einen für europäische Verhältnisse ungewöhnlichen Fang hat der Angler Jossip Dimnjacevic in der Drau an der ungarischen Grenze gemacht. Dem Vorsitzenden des Anglervereins von Osijek (Kroatien) ging ein Piranha, ein kleiner Raubfisch aus Südamerika an die Angel, berichtet das Internetportal bama.hu am Samstag (23.7.).

„Ich wollte Karpfen fangen, als ich bemerkte, dass ein kleiner Fisch am Köder zerrt“, sagte Dimnjacevic. „Als ich ihn dann näher heranzog und aus dem Wasser holte, sah ich, dass ein Piranha mit seinen scharfen Zähnen an der Angel hängt.“ Vermutlich habe jemand sein „Haustier“ satt gehabt und sich seiner in der Drau entledigt. Ähnlich denkt auch die stellvertretende Direktorin des ungarischen Nationalparks Dunau-Drau, Eszter Buchert. Sie erinnert daran, dass bereits vor elf Jahren Piranhas in der Drau gefangen wurden.

Ungarns Budgetdefizit bereits bei 85 Prozent des Jahresziels

Ungarn hat im Mai ein Budgetdefizit von 99,2 Milliarden Forint ausgewiesen und somit das kumulierte Budgetloch auf insgesamt 736,2 Milliarden Forint ausgeweitet. Dies sind jetzt bereits 84,6 Prozent der ausgegebenen Jahresprognose, wie das Ungarische Wirtschaftsministerium eingeräumt hat. Im Vorjahr hatte sich das aufsummierte Budgetdefizit im Mai lediglich bei 61,3 Prozent des Jahresziels befunden.

Gewitter- und Sturmwarnung in Ungarn

Ungarn muss in den nächsten Tagen mit heftigem Unwetter rechnen. Der meteorologische Dienst des Landes gab deshalb am Donnerstagabend (22.7. eine Warnung für die nördlichen Regionen des Landes heraus. Dort kann es am Samstag stellenweise zu schweren Gewittern mit intensiven Niederschlägen und Stürmen mit Böen von 90 Stundenkilometern kommen. Es ist mit Hagelstücken von zwei Zentimeter Durchmesser zu rechnen.

Die Wasserpolizei weist schon jetzt Urlauber am Balaton auf die Gefahren der Wetterlage hin. Sie sollen verstärkt auf die Sturmsignale achten und die Regeln einhalten. Am Morgen kann die Temperatur auf 13 bis 15 Grad sinken. Am Wochenende wird die Wasserpolizei in Bereitschaft versetzt, das traditionelle alljährliche Durchschwimmen des Balaton wird auf den 31. Juli oder den 1. August verschoben.

Auch am Sonntag wird es kein typisches Strandwetter geben. Starke Bewölkung und Regenschauer kündigen sich an. Die starke Abkühlung setzt sich fort, so dass die Temperatur am Nachmittag zwischen 18 und 25 Grad betragen kann.