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Balaton: 15 Menschen aus Seenot gerettet

Der Sturm am Balaton vom Sonntag (18.7.) hat für die Wasserpolizei einen Dauereinsatz gebracht. Bei Surmwarnstufe 2 retteten die Polizisten 15 Menschen aus höchster Not, berichtet das Internetportal www.sonline.hu. Allen Anzeichen nach habe nicht jeder das Warnsignal ernst genommen, sagte der Chef der Wasserpolizei am Balaton, László Horváth. Von früh an seien immer wieder Notrufe eingegangen.

„Der Prognose entsprechend galt von Samstag Mitternacht an Sturmwarnung Stufe 2 und etwa 2.00 Uhr kam auch der starke Wind“, sagte Horváth. „Es ist unverständlich, warum viele dachten, dass sie den Elementen trotzen. Viele Segler begingen technische Fehler bei der Führung des Bootes und so wurden sie im Sturm von Norden auf das Ufer getrieben. Nicht wenige strandeten auf Sandbänken. Unsere Patrouillen retteten Menschen von Segelbooten, andere mussten zusammen mit ihrem Boot an Land geschleppt werden.“

Ein junges Paar unternahm mit einem Wasserrad eine besonders gefährliche nächtliche Fahrt. Sie starteten von Zamárdi aus zum Angeln auf einen Anglersteg, konnten jedoch von dort nicht wieder zurückkehren. Am frühen Morgen fand sie das Rettungsschiff Rupert vom Balaton-Dienst der Wasserretter im aufgewühlten See.

MOL rechnet mit Wachstumsschub zwischen 2012 und 2015

Ungarns Mineralöl- und Gasriese MOL hat seine Produktionsziele neu definiert und rechnet mit einem jährlichen Wachstum von 3 bis 4 Prozent zwischen den Jahren 2012 und 2015. Der Focus der Aktivitäten des Konzerns ist auf Schlüsselprojekte in Syrien, Pakistan, Russland, Ungarn und Kroatien gerichtet. Hier soll ein Großteil der Gewinne erwirtschaftet werden. Für 2012 rechnet MOL mit einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 4,1 Milliarden US-Dollar.

Währungsfonds: Viele offene Fragen in Ungarn

Der Internationale Währungsfonds sieht nach Verhandlungen in Ungarn zwar eine gemeinsame Grundlage, daneben jedoch zahlreiche offene Fragen. Die Delegation kehre nach Washington zurück und bemühe sich um Überwindung der verbliebenen Meinungsverschiedenheiten, hieß es nach ungarischen Medienberichten in einem Kommunique des IWF über die Verhandlungen mit der Regierung in Budapest.

Wie der IWF feststellt, hat die ungarische Wirtschaft dank dem Export die tiefe Krise überwunden, doch die einheimische Nachfrage sei schwach. Das für 2010 geplante 3,8prozentige Haushaltsdefizit in Relation zum Bruttoinlandsprodukt und dessen Senkung unter 3 Prozent im kommenden Jahr entspreche der notwendigen Konsolidierung. Dazu müssten jedoch weitere, schwerwiegende Maßnahmen auf der Einnahmenseite getroffen werden – wo die geplante Besteuerung der Geldinstitute das Wachstum und die Kreditvergabe behindere – und ebenso auf der Ausgabenseite.

Der IWF betonte der Mitteilung zufolge, dass den am leichtesten Verletzlichen ein Rettungsseil geboten werden müsse, aber die Unterstützung müsse transparent und zielgerichtet sein.

Einkommen in Ungarn gestiegen

In Ungarn sind die Einkommen während der Monate Januar bis Mai dieses Jahres deutlich gestiegen. Das geht aus neuesten Angaben des Zentralen Statistischen Amtes hervor, die am Freitag (16.7.) veröffentlicht wurden. Bei Unternehmen mit mindestens fünf Mitarbeitern und den staatlichen Einrichtungen lagen die Bruttodurchschnittsverdienste um 3,4 sowie die Nettodurchschnittsverdienste um zehn Prozent über denen im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Der Realverdienst (bei einem 5,8-prozentigen Anstieg der Verbraucherpreise) erhöhten sich um 4 Prozent, was entscheidend der Veränderung der Regelungen für die persönliche Einkommensteuer sowie der Auszahlung der Verdienstergänzung der Beschäftigten staatlicher Einrichtungen für 2010 in den Monaten Januar bis März zuzuschreiben ist. In der Wettbewerbssphäre stieg der Realverdienst um 3,9, in der Budgetsphäre um 4,3 Prozent. Durchschnittlich waren im Zeitraum Januar-Mai 2,658 Millionen Menschen in Arbeit.