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Deutscher aus Seenot im Balaton gerettet

Ein 47-jähriger Deutscher ist am Sonntag von der Wasserpolizei des Balaton aus Seenot gerettet worden. Gegen 17.00 Uhr waren Polizisten bei ihrer Patrouillenfahrt auf ein kleines Segelboot aufmerksam geworden, das bei starkem Wind gekentert war und führungslos im See trieb. Die Beamten brachten den Mann und sein Boot am Strand von Balatonalmádi in Sicherheit, berichtet die Polizei am Montag.

Außerdem riefen am Sonntag zwischen 9.30 und 16.30 Uhr 25 Schwimmer die Wasserpolizei um Hilfe, die am Durchschwimmen der Bucht zwischen Tihany und Balatonfüred teilnahmen. Wegen Ermüdung und zu kalten Wassers waren sie gezwungen, den Wettbewerb aufzugeben und Zuflucht auf den Begleitschiffen zu suchen.

Falsche Polizisten überfallen Wachmann

Bei einem Überfall durch falsche Polizisten ist in der Nacht zum Sonntag in Budapest ein Wachmann schwer verletzt worden, teilte die Polizei mit. Zwei mutmaßliche Täter wurden nur kurze Zeit nach dem Angriff von Mitarbeitern der Polizei-Abteilung für Schutz des Lebens festgenommen. Die beiden Tatverdächtigen hatten sich als Polizisten ausgegeben und waren so in ein Bürogebäude eingedrungen. Dort stachen sie den Wachmann nieder und stahlen Wertgegenstände in einem Büro. Beide wurden in Gewahrsam genommen.

Immer mehr Jugendliche rufen Telefon-Seelsorge

In den gegenwärtigen Krisenzeiten laufen bei der Telefon-Seelsorge in Ungarn die Telefone heiß. Nach Angaben aus 14 Regionalbüros baten in den ersten sechs Monaten dieses Jahres doppelt so viele Menschen um Hilfe wie im vorigen Jahr. „Die Anrufer sind immer jünger“, berichtet der private Fernsehsender atv. „Schon 6- bis 8-Jährige bitten um Hilfe. Die Experten meinen, dass die Krise der Grund für alles ist.“

„Es rief auch schon ein 8-Jähriger an und bezog sich auf die wirtschaftlichen Probleme. So will er seinen Eltern helfen“, berichtete der Vorsitzende des Landesverbandes der Telefon-Seelsorge-Dienste für Ungarische Kinder und Jugendliche, Imre Farkas. Der Junge habe die Seelsorge angerufen und erklärt, „dass er sterben möchte“. Dies sei kein Einzelfall gewesen, wobei es bislang gelungen sei, die Suizid-Absicht allen auszureden.

Als Grund für das Verhalten sehen die Fachleute, dass die Rolle der Familie bei der Sozialisierung und der Problemlösung ein wenig in den Hintergrund gedrängt werde, erläutert der Soziologe Ádám Páthy. „In so einer Zeit suche der Einzelne nach Alternativen, nach jemandem, den er für kompetent hält“..

Agrarpreise in Ungarn brechen ein

Die Agrarpreise in Ungarn sind im Vergleich zum Vorjahr bedeutend gefallen. Wie das Zentrale Statistische Amt am Freitag berichtet, gingen die Preise per Maai um 21,7 Prozent zurück. Dabei sank das Preisniveau für pflanzliche Produkte um 28,9, das für tierische Produkte um 4,3 Prozent. In der Periode Januar-Mai verzeichneten die Statistiker einen Preisverfall um 25,9 Prozent. Die Produktionspreise für Getreide beispielsweise stürzten im Mai zum Vorjahresmonat um 38,5 Prozent ab. Bei Gemüse ergab sich ein Rückgang um 6,3 Prozent. Auch bei Obst ist der Preisverfall mit rund 33 Prozent außergewöhnlich hoch. Das ist nach Aussage der Statistiker vor allem auf Äpfel zurückzuführen, deren Preis um 36 Prozent sank. Dagegen stiegen die Preise für Kartoffeln um 13, für Ölpflanzen um 4,8 Prozent.