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Schöne Aussichten für Balatonmáriafürdő

Als nächste Gemeinde will sich auch Balatonmáriafürdő am allgemeinen Wellness-Boom beteiligen und sich ein großes Stück vom süßen Kuchen abschneiden.

Weitblick ist gefragt, denkt sich Bürgermeister György Galácz, und verblüfft die Öffentlichkeit mit beachtenswerten Plänen. Die Region könne die kurze Wintersaison am zugefrorenen Plattensee nur mit umfangreicheren Angeboten an den steigenden Wellness- und Kurtourismus verlängern.

Nicht genug der nahegelegenen Thermalbäder in Hévíz, Marcali und Zalakaros, auch in Balatonmáriafürdő soll nun ein Bad- und Hotelkomplex für geschätzte 5,5 Milliarden Forint entstehen. Ein dafür geeignetes Gelände steht bereits zum Verkauf an. Für das 360-Millionen-Forint-Paket, das den Grundstückspreis und die Kosten des Genehmigungsverfahrens beinhaltet, stehen bereits zwei ernsthafte Interessenten Gewehr bei Fuß. Der geneigte Investor soll nach Vorlage einer Bankgarantie später dann auch den gesamten Hotel- und Badebetrieb eigenverantwortlich übernehmen.

Nach dem Grundstücksangebot der Gemeinde gingen verschiedene Pläne ein, so z.B. für die Errichtung einer Appartementsiedlung. Bürgermeister Galácz hängt jedoch an seinen ursprünglichen Vorstellungen. Er betont, daß die Gemeinde nicht nur neue Arbeitsplätze begrüßen würde, sondern auch großen Wert auf die Erhaltung der natürlichen Umgebung lege.

(Quelle: balatonihirek.hu)

Ungarns Regierungschef wegen Forint-Absturz besorgt

Die Regierung Ungarns ist wegen des sehr schnellen Kursverfalls des Forint ausgesprochen besorgt. Das erklärte Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány am Montag nach Gesprächen über die Finanzlage des Landes mit Notenbankpräsident András Simor, Finanzminister János Veres und Sozialministerin Erika Szűcs. Die Regierung könne am meisten helfen, wenn sie den Ereignissen nicht tatenlos zusieht, sagte Gyurcsány laut MTI, ohne jedoch näher darauf einzugehen, was die Regierung tun kann.

Die Ungarische Nationalbank und die Regierung arbeiteten gemeinsam an der Lösung der Situation, sagte der Regierungschef. Daher müsse die Notenbank wissen, wie die Regierung das ungarische Steuer-, Sozial- und Beschäftigungssystem erneuern möchte. Zwischen Kabinett und Notenbank gebe es eine sehr gute Zusammenarbeit.

Nach Aussage von Finanzminster Veres laufen in mehreren Themen Verhandlungen über eine Kreditaufnahme mit der Europäischen Investitionsbank (EIB). Diese Quellen könnten der Kreditunterstützung verschiedener wichtiger Entwicklungen in Ungarn dienen. In naher Zukunft gebe es jedoch kein unterschriftsreifes Abkommen mit der Brüsseler Bank. Veres fügte hinzu, zur Finanzierung des Budgetdefizits von 700 Milliarden Forint würden 2009 etwa drei Milliarden Euro gebraucht. Der EIB-Kredit könne aber nicht dafür, sondern nur für konkrete Entwicklungen verwendet werden. Darüber hinaus werde mit der EIB darüber verhandelt, welche anderen Quellen die Bank gewährleisten könnte, die eine Kreditaufnahme vor allem der Unternehmen verbessern würde.

Langfristig sinnvolle Kompromisse

Veszprémer Krankenhaus muss eine halbe Milliarde Schulden abbauen

„Nicht nur das Krankenhaus des Komitatssitzes muss in Ordnung gebracht werden, sondern auch das veraltete institutionelle System des Gesundheitswesens im Komitat muss umstrukturiert werden“, erklärte der ehemalige Gesundheitsminister Jenö Rácz, der Anfang Juli die Leitung des Veszprémer Krankenhauses übernahm, auf Nachfrage.

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Chaotisches Sexleben in Ungarn

Auch das Sexleben ist in Ungarn nach einem Artikel der Zeitung „Népszabadság“ vom Wochenende chaotisch geworden. Zwar hätten viele Ungarn von der sexuellen Revolution die große Befreiung, Liberalisierung erhofft und als Ergebnis ein freudvolleres Lieben. „Dieser Wandel trat jedoch den Anzeichen nach nicht ein“, schreibt das Blatt unter Hinweis auf die Einschätzung von Sexualpsychologen, die von einem sexuellen Fiasko sprechen. Der Sex habe nur seine frühere Intimität verloren. Immer mehr suchten Rat bei einem Fachmann, die Ehebetten kühlten schnell aus.

„Unser Liebes- und Sexualleben wird in Quantität und Qualität gleichermaßen – um es fein zu formulieren – zur Wüste“, heißt es. „Nach repräsentativen und wissenschaftlich zu nennenden ungarischen Forschungen liebten sich die Ungarn vor gut einem Jahrzehnt monatlich acht Mal im Schnitt, heute tun sie das nur noch sechs Mal, wobei jeder sechste Mensch ohne Sex lebt.“

Nach einer Erhebung vom vorigen Jahr hatte ein Viertel der Frauen in den vorausgegangenen zwölf Monaten überhaupt keinen Sex. Und von denen, die doch welchen hatten, war kaum ein Drittel zufrieden mit der Leistung der Männer im Schlafzimmer.

Als eine Ursache erkennen Experten dem Blatt zufolge eine Sexualisierung und Pornographisierung der Gesellschaft. Vor allem die Medien vermittelten ein Bild von der Sexualität, das kaum etwas mit der Wirklichkeit zu tun habe.