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Ein schlechtes erstes Quartal für Hoteliers

War’s nur das schlechte Wetter oder ist die allerorten herrschende Krise, die den Hotelmanagern am Plattensee Kopfschmerzen bereitet?

Fakt ist, daß die Gästezahlen in mehreren Hotels am Balaton bereits in der jetzigen Vorsaison um bis zu 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen sind. So berichtet Henrik Hoffmann, geschäftsführender Direktor des Siófoker Vier-Sterne-Hotels Residence, von einer weniger als 50-prozentigen Auslastung seines Betriebes (2008: 65 Prozent) und rechnet schon jetzt kaum mehr damit, die Vorjahreszahlen erreichen zu können. Ähnlich sieht es Balázs Sternóczky vom Hotel Azur in Siófok, der bisher 10 Prozent weniger Gäste verzeichnet.

Schwierigkeiten bereitet den zum Teil relativ neuen Hotels die Rückzahlung von langfristigen Devisenkrediten, durch den Kursverfall der einheimischen Währung bedingt.

Wenigstens etwas optimistischer geben sich die Manager des wiedereröffneten Hotels Helikon in Keszthely und des Anna Grand Hotels in Balatonfüred. In beiden Betrieben versucht man erfolgreich, durch gezielte Wochenendaktionen Gäste zu locken, von denen vier Fünftel aus Ungarn kommen.

Fast übereinstimmend wird für die kommende Sommersaison eine Renaissance der billigen Privatquartiere rund um den Balaton prognostiziert.

(Quelle: siofokinapilap.hu)

Krise in Ungarn verschärft sich weiter

Die Talfahrt der ungarischen Wirtschaft hat sich auch im Januar ungehemmt fortgesetzt. Die Industrieproduktion ging im Januar um 23 Prozent zurück, während die Bauindustrie um 16 und der Außenhandel um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat abrutschte, berichtet das Zentrale Statistische Amt am Freitag. Die Zahl der Beschäftigten lag im Schnitt von November bis Januar um 1 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor, die Arbeitslosenquote stieg auf 8,4 Prozent. Die Durchschnittsverdienste verringerten sich, das Einzelhandelsvolumen blieb im ersten Monat des Jahres um 2,8 Prozent hinter dem vor einem Jahr zurück. Dabei erhöhten sich die Verbraucherpreise um 3,1 Prozent.

Die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise zeigten sich im letzten Quartal des Jahres immer stärker. Das kam in einer bedeutenden Verringerung der inneren und äußeren Nachfrage, in einem Produktionsabbau, bedingt durch Absatzprobleme, sowie in sinkendem Konsum und Investitionen, im Anstieg der Arbeitslosigkeit und einer Verlangsamung der Inflation zum Ausdruck.

Nach dem im Vergleich zu vorangegangenen Jahren wesentlich langsameren Wachstum der ungarischen Wirtschaft von 1,1 Prozent im Jahr 2007 zeigte sich in der ersten Hälfte 2008 eine Belebung, die durch die internationalen Entwicklungen, darunter in erster Linie die ungünstige Gestaltung der lage unserer Hauptwirtschaftspartner unterbrochen wurde. Nach einem Wachstum des Brutto-Inlandsprodukts (BIP) von 2 Prozent im I. Halbjahr verlangsamte sich der Anstieg im III. Quartal auf 0,8 Prozent. Im letzten Quartal trat ein 2,3prozentiger Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein. Im ganzen jahr 2008 stieg die Leistung der ungarischen Volkswirtschaft um 0,5 Prozent.

Europa-Wahl in Ungarn am 7. Juni

Ungarns Präsident László Sólyom hat die Wahl zum Europa-Parlament für den 7. Juni ausgeschrieben, meldet die Nachrichtenagentur MTI. Damit wurde einen Tag vor Ablauf der vorgeschriebenen Frist die Entscheidung getroffen. In den Ländern der EU werden die Abgeordneten für das Europäische Parlament zwischen dem 4. und 7. Juni für die folgenden fünf Jahre gewählt. Den genauen Termin legen die Staaten selbst fest. Ungarn kann 22 Abgeordnete in das Parlement entsenden, das abwechselnd in Brüssel und Strasbourg tagt.

Bei dieser Wahl sind in Ungarn auch 17 000 Deutsche wahlberechtigt, die in diesem Land gemeldet sind. Insgesamt können 106 000 Ausländer ihre Stimme in Ungarn abgeben. Um ein mehrfaches Votum auszuschließen, gleichen die EU-STaaten die Einträge in die Wählerlisten miteinander ab.

Ungarns Jugend bei Alkoholkonsum vorn

Im Konsum von Arzneimitteln und Alkohol, beim Einnehmen von Beruhigungs- und Schlafmitteln sowie beim Nachdenken über Selbstmordversuche und in geringer Selbstachtung liegen Ungarns Jugendliche in Europa an der Spitze. Das ergab laut MTI eine Untersuchung in 35 europäischen Ländern, die am Donnerstag vorgestellt wurde.

Unter den Schülern und Studenten Europas ist das Rauchen seit 1999 eindeutig zurückgegangen. Ungarn jedoch folgt dem europäischen Trend erst mit vier Jahren Verzögerung. In Ungarn rauchen die Mädchen mehr als die Jungen. Der systematische Alkoholkonsum hat sich unter den Jugendlichen Europas 2007 etwas verringert, bei den Ungarn ist das jedoch nicht zu beobachten. Die ungarischen Jugendlichen trinken zwar im Vergleich zu ihren europäischen Altersgenossen weniger Bier, dafür jedoch mehr hochprozentige Getränke und doppelt so viel Wein.

Bestürzend hoch sei mit 30 Prozent der Anteil derer, die sich bereits mit dem Gedanken des Selbstmordes befasst haben, und dabei führen die Mädchen, heißt es weiter. Auf dem Gebiet der Selbstachung zeichnen sich die ungarishcen Jugendlichen auch nicht aus. Die Selbstachtung der Altersgruppe ist in der Slowakei und in Ungarn am niedrigsten.