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Über 500 EU-Bürger aus Ungarn ausgewiesen

Mehr als 500 EU-Bürger sind seit Mai 2004 – dem Beitritt Ungarns zur Union – des Landes verwiesen worden. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Wirtschaft und Politik „hvg“ in seiner jüngsten Ausgabe. Eine Ausweisung sei jedoch wegen des Rechts auf freien Aufenthalt nur sehr begrenzt möglich, erläutert das Blatt. Unbegrenzte Bewegungsfreiheit sei ein Grundrecht der Unionsbürger, das nur durch Gründe der öffentlichen Ordnung, der allgemeinen Sicherheit und der allgemeinen Gesundheit eingeschränkt werden könne. Eine Ausweisung für höchstens zehn Jahre sei etwa bei Straftaten möglich, für das Gesetz mindestens fünf Jahre Freiheitsentzug vorsieht.

Die ungarischen Gerichte haben so allein im vorigen Jahr 228 Straftäter aus dem EU-Raum ausgewiesen. Seit 2004 waren es genau 502. Da es keine entsprechende Statistik gebe, können die konkreten Gründe nicht genannt werden. Außer EU-Bürgern beziehen sich die Bestimmungen auch auf Menschen aus der Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein, die ebenfalls das Recht freier Bewegung und freien Aufenthalts haben.

Zoll in Ungarn beschlagnahmt gefälschte Waren

Bei einer Razzia auf zwei Budapester Märkten hat der ungarische Zoll größere Mengen gefälschter Waren beschlagnahmt. Die Beamten fanden bei ihrer Aktion fast 3000 Stück verschiedene Bekleidung und mehr als 200 Paar Schuhe, die nach vorläufiger Einschätzung von Experten Fälschungen zur Täuschung der Käufer sind. Außerdem stellten die Zollmitarbeiter unverzollte Zigaretten aus der Ukraine sicher, teilte Zoll-Sprecher Jenő Sipos mit.

Der Wert der gefälschten Waren wird auf 18 Millionen Forint (etwa 72 000 Euro) geschätzt.Gegen einen Vietnamesen und zwei Ungarn, die sich am Ort der Razzia aufhielten, wurde ein Strafverfahren wegen des begründeten Verdachts der falschen Warenbezeichnung eröffnet. Die Zigaretten im Wert von mehr als 110 000 Forint und ein Strafverfahren gegen unbekannt in Gang gesetzt.

Lebenslänglich für fünf Morde

Zoltán Ember verübte eine beispiellos brutale Serie von Straftaten

Zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilte das Györer Oberlandesgericht den 45-jährigen Zoltán Ember, der in den vergangenen 15 Jahren in Szentkirályszabadja fünf Menschen ermordete: Er erdrosselte seinen Bruder und ermordete vier ältere Personen, die Taten geschahen aus Gewinnsucht.

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Tourismus Ungarns: 2008 ist Jahr des Wassers

Das touristische Jahr 2008 steht in Ungarn im Zeichen des Wassers. Das teilte die Turismus AG am Dienstag mit. In Winter, Frühjahr und Herbst will das Unternehmen deshalb den Akzent auf die Popularisierung des Gesundheitstourismus legen. Im Sommer sollen dann die natürlichen Gewässer im Mittelpunkt stehen.

Die Voraussetzungen dafür sind in Ungarn besonders günstig. Das Land steht nach Japan, Island, Italien und Frankreich unter den an Thermalwasser reichsten Ländern der Erde an fünfter Stelle. Es verfügt über 1372 Thermalbrunnen, in 385 Kommunen gibt es Thermal- oder Heilbäder. Außerdem zählen 221 zertifizierte Mineralwasser- und 203 Heilwasserquellen, 66 zertifizierte Heilbäder – davon 9 allein in Budapest – und 5 Höhlen zur Heilbehandlung zu dem natürlichen Reichtum.