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Tod bei Treibjagd in Ungarn: Ursache vermutlich Regelverstöße

Regelwidrigkeiten könnten den Tod eines deutschen Jägers bei einer Jagd Ende November in Ungarn herbeigeführt haben. Das geht am Montag aus ungarischen Medienberichten unter Berufung auf die Nachrichtenagentur MTI über bisherige Ergebnisse der Untersuchung hervor, die in Kürze abgeschlossen werden soll.

In dem nahe Nagykanizsa gelegenen Bocska war am 24. November ein 67-jähriger deutscher Gastjäger auf dem Hochsitz von einem tödlichen Schuss getroffen worden. Die Polizei leitete ein Verfahren gegen unbekannt wegen fahrlässiger Gefährdung mit Todesfolge ein.

Der Vertreter der jagdlichen Aufsichtsbehörde im Komitat Zala, Lajos Süle, erklärte, sein Amt habe Fehler bei der Organisation der Jagd gefunden. Als Beispiel erwähnte er, dass nach den Vorschriften erst dann geschossen werden darf, wenn der Jäger das Wild eindeutig identifiziert hat sowie Leben, körperliche Unversehrtheit und Eigentum mit seinem Schuss nicht gefährdet. Außerdem seien in der Nähe des Hochsitzes keine verbotenen Schussrichtungen festgelegt worden. Bei der polizeilichen Untersuchung stehen die Experten-Gutachten zu dem tödlichen Jagdunfall noch aus.

Ungarns Weinproduzent des Jahres kommt aus der Tiefebene

Die höchste Auszeichnung für ungarische Weinproduzenten ist in diesem Jahr an einen Erzeuger aus der Kunság im Komitat Bács-Kiskun gegangen. Die Ungarische Weinakademie entschied sich für János Frittmann (39) aus Soltvadkert. Mit Frittmann stellt die Tiefebene erstmals den Weinproduzenten des Jahres, der den Sieg nach vergeblichen Bewerbungen der vergangenen Jahre nun beim fünften Anlauf schaffte.

Nach der Verkündung des Ergebnisses am Freitag verewigte Frittmann traditionsgemäß seinen Fingerabdruck im Haus der Ungarischen Weine in der Budaer Burg. Neben Frittmann hatten János Konyár und Ottó Légli (Balatonboglár), György Lőrincz (Eger) und Mihály Szöllősi (Ászár-Neszmély) im ersten Wahlgang die meisten Empfehlungen von den Mitgliederen der Weinakademie erhalten.

Das Weinanbaugebiet der ungarischen Tiefebene ist das größte des Landes. Es umfasst die Kiskunság sowie Flächen im Komitat Pest an der Donau und Siedlungen mit Weinproduktion im Komitat Jász-Nagykun-Szolnok. Das sind 96 Kommunen, 68 Weinwirtschaftsräte und 32 800 Trauben- und Weinproduzenten. Sie bearbeiten 25 000 Hektar Wein, von denen sie etwa 200 000 Tonnen im Jahr ernten.

Die Schaffung der Auszeichnung war seinerzeit vom Orden der Sieben Weinrichter mit der Absicht begründet worden, herausragende fachliche Leistungen der ungarischen Weinerzeuger anzuerkennen. Seit 1992 gehört die Verleihung zu den Aufgaben der vier Jahre zuvor gegründeten Weinakademie. Nach seiner Wahl kann der Weinerzeuger des Jahres den Titel ohne zeitliche Beschränkung tragen, jedoch nach Jahresfrist nur mit Nennung des Jahres zusammen.

Dreiste Diebe in Ungarn: 400 Kilo schwerer Bankautomat geklaut

Besonders Dreiste Diebe müssen am frühen Freitagmorgen in Győr am Werk gewesen sein: Aus dem verglasten Vorraum eines Supermarktes ließen sie als Beute einen 400 Kilogramm schweren Bankautomaten mitgehen. Der Schaden beläuft sich nach Angaben der Polizei auf mehrere zehn Millonen Forint (1 € etwa 250 Forint). Die Täter brachten zunächst in den verglasten Eingangsbereich ein, wo sie den Automaten von der Wand rissen und dann mitnahmen. In dem Raum gab es keine Sicherheitskamera, sondern nur einen Bewegungsmelder. Ein Einwohner aus der Umgebung meldete die Tat bei der Polizei, die Ermittlungen gegen unbekannt einleitete.

Hunde zerfleischen Behinderten in Ungarn

Drei kaukasische Schäferhunde haben einen behinderten Mann in Ungarn lebensgefährlich am Kopf verletzt. Der Fall trug sich bereits am Dienstag im westungarischen Komitat Vas zu, wurde jedoch erst am Donnerstag öffentlich bekannt. Der Mann musste, nachdem er etwa zwanzig Minuten lang von den Tieren attackiert worden war, noch mehrere Kilometer halb nackt zurücklegen, bevor er Hilfe fand.

Die drei Hunde waren bei der Ortschaft Peresznye aus einer Tierhaltungsanlage ausgebrochen und hatten den 64-jährigen Mann angegriffen, der sich in der Nähe aufhielt. Sie warfen ihr Opfer zu Boden und fügten ihm wahrscheinlich bleibende Schäden zu, berichtet die Unabhängige Nachrichtenagentur. Die Polizei leitete eine Untersuchung des Falles ein. Vorläufig gilt der Besitzer der Anlage nicht als Verdächtiger. Das könnte sich jedoch nach Polizei-Angaben ändern, wenn sich herausstellen sollte, dass er nicht alle Maßnahmen getroffen hatte, damit die Tiere sein Gelände nicht verlassen können.