Zigarettenschmuggel in Ungarn aufgeflogen

Ein Zigarettenschmuggel großen Stils ist in Ungarn unweit der Schengen-Außengrenze zur Ukraine aufgeflogen. Angehörige der Grenzpolizei wurden bei einer Patrouillenfahrt am Dienstagfrüh am Theißufer auf verdächtige Personen aufmerksam, die große Kartons verluden. Als diese die Uniformierten bemerkten, suchten sie ihr Heil in der Flucht, wobei sie ihre Fracht zurückließen.

In den Kartons befanden sich 24 000 Schachteln Zigaretten mit ukrainischen Banderolen, berichtet die Polizei. Nachdem die Beamten das Gelände abgeriegelt und durchsucht hatten, nahmen sie drei Ungarn fest, die mit dem Schmuggel in Verbindung gebracht werden.

Die Schmuggelware war in Plastiksäcken verpackt an Seilen vom ukrainischen Ufer der Theiß auf die ungarische Seite gezogen worden. Die Festgenommenen und das Schmuggelgut übergab die Polizei zur weiteren Ermittlung den Zollbehörden. Der Wert der Zigaretten wird mit über zehn Millionen Forint (mehr als 40 000 Euro) angegeben.

Ungarn: Menschenräuber aus China gefasst

Die Budapester Polizei hat in Zusammenarbeit mit der Terrorabwehr Ungarns am 16. Januar sechs Chinesen festgenommen, die der Entführung eines Landsmannes verdächtig sind. Das teilte das Budapester Polizeipräsidium am Montag mit. Zwei Tage vor ihrer Festnahme sollen die Tatverdächtigen zwei Chinesen vor deren Wohnung in Budapest angegriffen und einen davon vermutlich mit Waffengewalt in einem Auto verschleppt haben. Danach sollen sie Verbindung mit der Frau der Geisel aufgenommen und 300 000 Euro Lösegeld gefordert haben.

Ermittler der Abteilung gegen das Organisierte Verbrechen nahmen die sechs Beschuldigten nach einer neuen telefonischen Lösegeldforderung in einem Einfamilienhaus fest, wo sich auch der Entführte befand. Bei einer Hausdurchsuchung beschlagnahmten Polizisten Handfeuerwaffen und Schocker. Die Ermittlungen ergaben unter anderem, dass die Tatverdächtigen ihrer Geisel Wertgegenstände abnahmen, sie misshandelten, folterten, in Fesseln gefangen hielten und ihr die Ermordung seiner Familie androhten.

Margareten-Brücke in Budapest vor der Rekonstruktion

Sie liegt mitten in Ungarns Hauptstadt und hat zentrale Bedeutung für den Straßenverkehr Budapests: die Margareten-Brücke. In der zweiten Hälfte dieses Jahres soll sie gesperrt werden, um sie umfassend zu rekonstruieren, berichten ungarische Medien unter Berufung auf die Nachrichtenagentur MTI.

Mit erheblichen Erschwernissen auf den ohnehin stark belasteten Budapester Straßen muss gerechnet werden, auch wenn die Stadtführung beschwichtigt, mit bedeutenden Einschränkungen sei erst nach Übergabe der neuen Brücke auf dem Autobahnring im Norden und der Szabadság- (Freiheits-)Brücke im Süden zu rechnen.

Zudem sollen die Straßenbahnen auch während der Rekonstruktion, die bis zum Jahre 2010 dauert, eingleisig auf der wichtigen Brücke verkehren. Als Neuerungen sind Fahrradwege zu beiden Seiten und eine Verbreiterung der Fahrbahn geplant.

Wärmerekord in Ungarn

Mit 17,2 Grad ist am Sonntag in der westungarischen Stadt Szentgotthárd Rekordwärme gemessen worden. Damit fiel die Rekordmarke von 1966, als ebenfalls am 20. Januar mehr als 15 Grad registriert wurden, berichtet das staatliche Fernsehen auf seiner Homepage.

Viele Menschen verbrachten den vorweggenommenen Frühlingsstag im Freien. Auch in der Komitatsstadt Győr gingen zahlreiche Menschen ohne Mantel auf den Straßen spazieren. Ende Januar beträgt die Temperatur im Durchschnitt 1 Grad.

Auch an anderen Orten Ungarns war es ungewöhnlich warm. In Szeged öffneten sich die Schneeglöckchen. In der Hauptstadt lud am Nachmittag die Sonne zu Spaziergängen ein. Mit dem Vorfrühling ist es jedoch bald wieder vorbei. Für die nächsten Tage sind wieder kühlere Temperaturen angesagt.

Schifffahrtssaison am Balaton dieses Jahr früher

Wegen des frühen Osterfestes beginnt auch die Schifffahrtssaison am Balaton in diesem Jahr zeitiger als in anderen Jahren. 18 fahrplanmäßige Linien sind geplant, darunter auch auf zwei neuen Routen, teilte der die Balaton Schifffahrts AG nach Angaben des Unabhängiges Balaton Multimedia Zentrum mit. Voraussichtlich Anfang Februar soll auch der Fahrplan für die kommende Saison veröffentlicht werden.

Ende März nehmen die Schiffe zwischen Siófok und Balatonfüred den Verkehr auf. Ab 12. April verkehren die Fahrgastschiffe an den Wochenenden, ab 1. Mai täglich. Zwischen Fonyód und Badacsony wird es wegen des Verkaufs eines Schiffes Linie weniger geben. Dafür verkehren in der neuen Saison auf den neuen Routen Balatonszemes-Balatonföldvár-Tihany sowie Balatonmária-Szigliget-Badacsony Schiffe. In der Hauptsaison fahren wegen der wachsenden Nachfrage aus allen Häfen Programm-, Touren- und Ausflugsschiffe. Spezielle Veranstaltungen wie Hochzeiten und Betriebsfeste können schon jetzt gebucht werden.