Touristen lassen Kassen in Ungarn klingeln

Ungarn hat aus dem Aufenthalt von Ausländern im Land während des ersten Quartals dieses Jahres deutlich profitiert. Insgesamt gaben die ausländischen Gäste 233 Milliarden Forint (rund 840 Millionen Euro) aus, 24 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, berichtet das Zentrale Statistische Amt am Freitag. 1,6 Millionen Ausländer kamen während der ersten drei Monate zu mehrtägigen sowie 6,3 Millionen zu eintägigen Aufenthalten ohne Übernachtung nach Ungarn. Das entsprach etwa den Zahlen des Vorjahres.

Im Gegenzug reisten Ungarn 3,6 Millionen Mal ins Ausland – ein Rückgang von etwa 3 Prozent. Sie gaben Geld im Gegenwert von 170 Milliarden Forint außerhalb der Landesgrenzen aus. Die Bilanz aus dem Fremdenverkehr beläuft sich damit auf 63 Milliarden Forint, 9 Milliarden mehr als im ersten Quartal 2008.

Zu berücksichtigen ist dabei, dass der Forint im ersten Quartal schwächer war als zu irgendeinem anderen ähnlichen Zeitraum der zurückliegenden vier Jahre. Bei Freizeit-Reisen machte sich der Statistik zufolge die Rezession noch nicht bemerkbar. Anders bei Geschäftsreisen, wo ein Rückgang von 13 Prozent eintrat.

Bis zu 250.000 Immobilien künftig besteuert

Die heiß umstrittenen Pläne der Regierung über eine Immobiliensteuer in Ungarn sollen nach neuesten Informationen nur bis zu 250.000 Immobilien betreffen, berichtet der private Fernsehsender atv am Donnerstag. Dabei handelt es sich um Vermögenswerte von jeweils über 30 Millionen Forint. Der Steuersatz für Immobilien im Wert bis zu 50 Millionen Forint soll auf 0,35 Prozent, darüber auf 0,5 Prozent festgelegt werden. Gezahlt werden soll aber auch für teure Autos, Schiffe, Hubschrauber und Flugzeuge.

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Wiedereröffnung des Flugplatzes Siófok-Kiliti

Nach dreijährigem Dornröschenschlaf empfängt nun ein weiterer Flugplatz am Balaton seine Gäste.

Wie positiv sich die Neuinbetriebnahme für den Tourismus am Balaton auswirken wird sei vorläufig dahingestellt. Immerhin sind schon mehr als 70 Kleinflugzeuge gelandet, für die der Flugplatz speziell ausgelegt ist. Von Lärmbelästigungen für die Anwohner will Csaba Setala, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft, nichts wissen. Er stellt die erwartete Rentabilität der Anlage in den Vordergrund und wischt auch die Bedenken vom Tisch, daß sich im Umkreis von 50 Kilometern um den Balaton schon zu viele Flugplätze befänden oder in Planung seien.

Einige wesentliche Investitionen stehen in Siófok-Kiliti noch an. Im Gespräch sind ein Hotel und weitere Dienstleistungsbetriebe, die im Laufe der nächsten zwei Jahre entstehen sollen. Immerhin können in Kiliti auch Maschinen mit bis zu 30 Fluggästen starten und landen.

Ein Problem stellt der Flugverkehr zum und vom im Bau befindlichen BudaWest Airport bei Szentkirályszabadja am gegenüberliegenden Balatonufer dar, weil sich die dortigen Einflugschneisen mit denen in Kiliti kreuzen. Laut Csaba Setala wurde dies von Anfang an bei den Planungen berücksichtigt. Beim Überflug großer Maschinen zum oder vom BudaWest Airport muß Siófok-Kiliti hintanstehen und seinen eigenen Flugbetrieb einschränken.

(Quelle: siofokinapilap.hu)

Unfallbilanz in Ungarn enorm verbessert

Strengere Kontrollen und weniger Toleranz gegen Verkehrssünder zeigen in Ungarn offenbar Erfolge. Im ersten Quartal dieses Jahres ging die Zahl der Verkehrsunfälle im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15 Prozent zurück, teilte das Zentrale Statistische Amt am Mittwoch mit. Auch bei den Unfallfolgen ist ein positiver Trend zu beobachten. Die Zahl der tödlichen Unfälle sank um 13, die mit schweren Verletzungen sogar um 18 Prozent. 170 Menschen starben bei Verkehrsunfällen, 19 weniger als im gleichen Quartal des Vorjahres. Unter Alkoholeinwirkung wurden 6 Prozent weniger Unfälle verursacht.

Die seit dem Jahr 2000 ansteigende Tendenz bei den Unfällen wurde den Angaben zufolge schon 2007 gebrochen, sie zeigt auch jetzt weiter nach unten. Zuletzt war die Zahl der Unfälle im ersten Quartal 2003 niedriger als in diesem Jahr (um 49). Damals kamen auf 10 000 Fahrzeuge 10 Unfälle, jetzt sind es 9.