Militärmaschine in Ungarn abgestürzt – zwei Tote

Im ungarischen Komitat Szabolcs-Szatmár ist am Freitag ein Schul- und Übungsflugzeug des Militärs vom Typ L-39 Albatross abgestürzt, berichtet der Privatsender hírTV. Beide Piloten starben bei dem Unglück auf unbewohntem Gebiet im Raum Fehérgyarmat. Sie hatten sich aus der Maschine katapultiert, dennoch konnten die Rettungskräfte nur noch ihren Tod feststellen. Die zweisitzige Maschine aus tschechischer Produktion war auf einem Übungsflug unterwegs. Verteidigungsminister Imre Szekeres brach nach dem Unglück seinen offiziellen Besuch in Slowenien ab. Er ordnete Ermittlungen an.

Belebung am Balaton-Immobilienmarkt

In der zweiten Hälfte des Jahres 2008 erlebt der Immobilienmarkt am Balaton eine Belebung. Das schreibt die Online-Ausgabe von „Világgazdaság“ (Weltwirtschaft) am Dienstag in einer Analyse. Vorerst sei das in den größeren Städten und an touristischen Zentren zu sprüren, jedoch sei zu erwarten, dass der Beginn der schon lange eingeläuteten großen Investitionen auf dem Gebiet des Fremdenverkehrs und anderer Entwicklungen ein immer größeres Gebiet betrifft.

Für die Verbraucher sei der Balaton populärer als noch vor einigen Jahren, was besonders für einige hervorgehobene Kommunen wie Siófok, Balatonlelle, Zamárdi, Balatonalmádi am Südufer sowie Balatonfüred, Keszthely, Badacsony, Szigliget und Tihany am Nordufer gelte. Viele seien auf der Suche nach Ferienhäusern am Ufer des größten mitteleuropäischen Sees. Daneben dächten immer mehr Hauptstädter über einen Umzug zum Balaton nach, denn mit der Entwicklung des Verkehrsnetzes rücke der See immer näher an Budapest.

Neubauten vom billigen bis zum exklusiven seien praktisch in allen Kategorienn am meisten gesucht, heißt es weiter. Daneben seien die neuwertigen, wassernahen Einfamilien-Häuser (30-55 Millionen Forint/etwa 120 000 bis 220 000 Euro), Reihenhäuser mit kleinem Garten (etwa 20 Millionen Forint) sowie einzelne, erneuerungsbedürftige Ferienhäuser, möglichst in Wassernähe (4000-6000 m² großes Grundstück, 50-60 m² großes HausI bis zur Wertgrenze von 20 Millionen Forint gefragt.

Die Belebung habe bislang nicht zu einer spürbaren Preiserhöhung geführt. Ein Preisanstieg wäre der Analyse zufolge auch riskant, den er würde wegen des relativen Überangebots und und der zahlreichen im Bau befindlichen Objekte den Absatz hemmen. Insgesamt könne man aber von einer neuen Rennaissance des Immobilienmarktes sprechen.

Balaton-Statistik: Weniger Deutsche, mehr Dänen

Die Unterkünfte rund um den Balaton haben von Januar bis April 218 000 Feriengäste aufgenommen, 4,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das geht nach einem Bericht des Unabhängigen Balaton Multimedia Zentrums aus Angaben des Zentralen Statistischen Amtes hervor. Drei Viertel der Gäste kamen aus dem eigenen Land, dabei aber mit einem Rückgang von 3,8 Prozent. Die Zahl der Ausländer blieb sogar um 5,8 Prozent hinter der des Vorjahres zurück.

Mehr als die Hälfte der Übernachtungen, bei Ausländern sogar 68 Prozent, entfielen auf die Heil- und Wellness-Hotels des Komitats Zala. Die Zahl der Übernachtungen fiel bei Ungarn um 8,9, bei Ausländern um 1,4 Prozent. Die Gäste aus dem Ausland blieben länger als im vorigen Jahr (durchschnittlich 5,3 Nächte), während die Ungarn kürzere Zeitm durchschnittlich nur 2,2 Nächte am größten See Mitteleuropas verbrachten.

Unterschiedliche Tendenzen weist die Statistik für die einzelnen Herkunftsländer der Touristen aus. Von den am stärksten vertretenen Österreicher und Deutschen kam ein Fünftel weniger. Bedeutend mehr kamen aus Dänemark, Bulgarien und Holland.

Berufsunfähigkeitsversicherung für Deutsche in Ungarn

Von Deutschland bis zur ungarischen Tiefebene ist es eine lange Reise, doch Städte wie Budapest mit seinem Parlamentsgebäude im neugotischen Stil und Fertőd mit dem Schloss des Fürsten Esterházy oder ein Urlaub am Plattensee (Balaton) locken auch manchen in Deutschland gegen Berufsunfähigkeit Versicherten ins ferne Land der Magyaren. Gute Geschäftsbeziehungen zwischen beiden Ländern sind nicht erstaunlich, entfallen doch ein gutes Drittel aller Exporte aus Ungarn auf Deutschland.

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Paks klagt gegen Baugenehmigung für Autobahn 6

Die Donau-Stadt Pécs hat gegen den Teil der Baugenehmigung für die Autobahn Budapest-Pécs geklagt, der den Abschnitt im Raum der Stadt betrifft. Das berichtet die Regionalzeitung „Dunántúli Napló“ am Samstag. Das Abgeordnetengremium von Paks fordert die gerichtliche Überprüfung dieser Teilstrecke und will dabei den Bau einer rund zwei Kilometer langen Umgehungsstraße erreichen. Ansonsten befürchten die Stadtväter einen zu großen Verkehrsstrom in der Altstadt.

Die rechtzeitige Fertigstellung der Gesamtstrecke zwischen Pécs und Budapest gerät dadurch aber allen Anzeichen nach nicht in Gefahr. Paks fordert nämlich nicht vom Gericht, den Baubeginn so lange aufzuhalten, wie es keinen Beschluss über die gewünschte Umgehungsstraße gibt. Auch das Verkehrsministerium geht weiterhin davon aus, dass die Verkehrsader ab März 2010 befahren werden kann. Wie versprochen, soll das wichtige Projekt im Jahr der Kulturhauptstadt Pécs fertig sein.