Einkaufs-Mall öffnet am Budapester Flughafen

Budapest – Budapest lockt zum Einkaufsbummel mit einer neuen Attraktion an der Peripherie: Der erste Einkaufspark Ungarns hat diese Woche mit 31 Geschäften auf 44 000 Quadratmeter Fläche in unmittelbarer Nachbarschaft zum internationalen Flughafen eröffnet.

Vertreten auf dem „Market Central Ferihegy“, einer Mall nach amerikanischem und britischem Muster, sind unter anderen die britische Supermarktkette Tesco, C&A, Intersport, Deichmann, ein Praktiker-Heimwerkermarkt sowie ein Drogeriemarkt von Müller. Daneben gibt es viele kleinere Geschäfte und Boutiquen. Die Verkaufsflächen zwischen 50 und 3700 Quadratmeter sind ausgebucht, teilte der Investor AIG/Lincoln Hungary mit.
Für den Bau am Flughafen wurden zehn Milliarden Forint (etwa 40 Millionen Euro) investiert. Rund 1500 Mitarbeiter erwarten nach bisherigen Berechnungen etwa 3000 Kunden pro Tag. Es steht ein Parkplatz mit 1550 Plätzen zur Verfügung.

Die Mall am Flughafen ist die erste derartige Anlage von AIG/Lincoln (USA) in Europa. Im Herbst folgt der Market Central da Vinci in Italien, danach weitere in den ungarischen Städten Miskolc und Szeged, wo die Vorbereitungsarbeiten breits laufen.

Radarmessungen sollen Budapester Außenring sicherer machen

Budapest – Die horrende Zahl der Unfälle auf dem Budapester Außenring (M0) soll unter anderem durch Radarmessungen eingedämmt werden. Für die nächsten vier bis fünf Monate ist die Aufstellung von fünf Messanlagen entlang der als „Todesstraße“ verschrieenen Strecke vorgesehen, teilten Verkehrsministerium und Polizei in Budapest mit. Außerdem sollen Überholverbote den bisher fertiggestellten Teil der stark befahrenen autobahnähnlichen Schnellstraße sicherer machen.

Während landesweit die Unfallzahl im Jahr 2006 um 1 Prozent zunahm, waren es auf der M0 40 Prozent. Das bedeutete 494 Unfälle, die wenigsten allerdings mit tödlichem Ausgang. Bei der Untersuchung der Ursachen wurde festgestellt, dass bei etwa 38 Prozent der Sicherheitsabstand nicht eingehalten und bei 36 Prozent ein regelwidriger Wechsel der Fahrspur entscheidend war.

Die Polizei führt beides auf unangemessene Geschwindigkeit und die Nichtbeachtung von Geschwindigkeitsbeschränkungen zurück.
Außer den kurzfristigen Maßnahmen gegen die Unfallursachen ist längerfristig der Ausbau der M0 zur Autobahn geplant. Damit würde sie dem extrem gewachsenen Verkehr angepasst. Die Teilstrecke zwischen dem Anschluss zur M1 (Budapest-Wien) und dem zur M5 (Budapest-Szeged) soll bis 2013 auf zwemal drei Spuren erweitert werden.

Daneben wird auch an der Verlängerung des Rings weiter gearbeitet. Nächstes Jahr steht die Übergabe des Ostsektors auf dem Plan, der die 26,5 Kilometer lange Lücke zwischen den Anschlusstellen zur M5 und zur M3 (Budapest-Debrecen/ Nyíregyháza) schließt. Im Nordabschnitt ist für August nächsten Jahres die Übergabe der M0-Brücke zwischen dem Stadtteil Újpest und Budakalász (Komitat Pest) geplant, die die Verbindung zum westlichen Teil der Autobahn herstellt.

Aggressiver Patient schlägt Arzt bis zur Bewusstlosigkeit

Budapest – Weil er nicht länger warten wollte, hat ein aggressiver Patient im Ärztehaus von Budaörs (Budapest) einen Facharzt bewusstlos geschlagen. Der Angreifer habe zu Tätlichkeiten gegriffen, weil der Doktor ihn und einen weiteren Patienten nicht außer der Reihe behandeln wollte, berichtet der Fernsehsender MTV. Nach der Tat flüchtete der Schläger. Die Polizei ermittelt gegen einen etwa 35-jährigen Mann von starker, sportlicher Statur.

Erst kürzlich trug sich ein ähnlicher Fall unter umgekehrten Vorzeichen zu. Im Budapester Stadtteil Csepel griff ein Arzt seinen Patienten nach einem Wortwechsel an.

Inlandstourismus am Balaton kräftig gestiegen

Siófok – Der Balaton bleibt für die Ungarn als Urlaubs- und Ausflugsziel unübertroffen. Sie unternahmen zum „ungarischen Meer“ mehr als dreimal so viele Reisen wie an das zweitbeliebteste Urlaubsziel Kroatien, berichtet die Ungarische Tourismus AG in einer Analyse über die vergangene Saison. Unter den zehn beliebtesten Städten befinden sich vier am Balaton: Hévíz (2), Siófok (4), Balatonfüred (6) und Zalakaros (9).

Mit dem zurückliegenden Sommer erlebte der Plattensee eine der besten Saisons überhaupt. Im Inlandstourismus erzielten Hotels und kommerzielle Einrichtungen überhaupt ein hervorragendes Ergebnis, heißt es weiter. Die Gästezahl stieg den Angaben zufolge erstmals über 430 000, die Zahl der Übernachtungen näherte sich den 1,5 Millionen. In den ersten acht Monaten des Jahres kamen 668 000 Gäste aus dem eigenen Land, die 2,0 Millionen Übernachtungen buchten. Das brachte Steigerungen um 9,3 und 7,0 Prozent zum Vorjahr.

In der Tourismusregion des größten mitteleuropäischen Sees gab es Entwicklungen, die eine höhere Qualität der Dienstleistungen bewirkten. Während noch 1998 nur 9 Hotels der 4-Sterne-Kategorie zur Verfügung standen, erwarten von diesem Jahr an 26 Hotels mit 4 Sternen und ein 5-Sterne-Hotel (Hévíz) die Gäste.

Teuerungswelle erreicht Ungarn

Budapest – Die weltweite Teuerungswelle bei Lebensmitteln hat nach einem Bericht des ungarischen Fernsehsenders MTV jetzt auch Ungarn erreicht. Jeder könne die Erhöhung der Lebensmittelpreise an seiner eigenen Geldbörse spüren. Die Preiserhöhungen hatten ihren Ausgangspunkt bei Getreide. Wegen der Ernteausfälle in diesem Jahr sei nicht nur der Preis für Mehl, sondern auch für Futter gestiegen. Das zeige bereits Auswirkungen auf die Preise für Schweinefleisch, Geflügel und Milch, heißt es in dem Bericht nach einer Analyse der Zeitung „Napi Gastaság“ (Tägliche Wirtschaft).

Für den Zeitraum September-Dezember rechnet die Analyse mit einem Anstieg von 10 bis 15 Prozent. Dabei seien die Preissteigerungen der Mühlen schon in den Geschäften angekommen: Die Mehlpreise kletterten um 30, die für Brot um etwa 20 Prozent. Zwar ist die Maisernte noch nicht beendet, doch Preisangebote von 60 000 Forint (etwa 240 Euro) je Tonne bedeuteten für die Tierhalter Alpträume. Sie würden mit großer Wahrscheinlichkeit Auswirkungen auf die Fleischpreise und die Reduzierung der Bestände haben. Zusätzliche Belastungen bringen EU-Umweltvorschriften für die Betriebe, da sie gerade zum gegenwärtig schwierigen Zeitpunkt umfangreiche Investitionen erfordern, die nicht produktiven Zwecken dienen.