Ungarn: Handy und Internet auf dem Vormarsch

Bei rund zehn Millionen Einwohnern waren in Ungarn Ende vorigen Jahres 12,2 Millionen Handys angemeldet. Das war ein Zuwachs um 1,2 Millionen oder 11 Prozent.

Die schnelle Verbreitung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien zeigte sich auch der rasche Zuwachs bei den Internet-Nutzern: Ihre Zahl stieg 2008 um eine halbe Million und überstieg damit die 2,3 Millionen, berichtet das Zentrale Statistische Amt am Dienstag.

Zwei Drittel der Nutzer bewegen sich bereits mit Breitband-Technologie im weltweiten netz (xDSL und Kabel-Fernsehen). Diese Dienstleistung verzeichnete seit Dezember 2007 einen Zuwachs von 18 Prozent. Noch schneller war das Wachstumstempo mit 56 Prozent bei der nicht ans Festnetz gebundenen Technik. Ein Viertel aller Verträge betreffen das mobile Internet. 73 Prozent der Zeit von Telefongesprächen wurden von Handys geführt.

Meinungsforscher: Ungarn renovieren mit Vorliebe

Eine Vorliebe der Ungarn für das Renovieren ihrer Wohnungen haben die Markt- und Meinungsforschungsinstitute GfK Hungária und TÁRKI jetzt herausgefunden. In den krisenbelasteten Monaten gelange in der Bevölkerung immer mehr die Frage in den Vordergrund, ob es sich lohnt, eine neue Wohnung zu kaufen oder man lieber durch Malen beziehungsweise den Kauf neuer Möbel der alten neuen Glanz verleiht.

In der gemeinsamen Untersuchung nahmen sich die beiden Institute unter anderem die Gewohnheiten von acht charakteristischen Verbrauchergruppen bei der Nutzung ihrer Wohnungen sowie die Wohnqualität vor. Dabei stellten sie fest, dass in den vergangenen zwei Jahren für das Segment der Bevölkerung mit hohem Einkommen der Kauf neuer Möbel kennzeichnend ist. Dagegen haben alle Schichten in den vergangenen fünf Jahren Geld für Renovierung ausgegeben.

Abweichend von früheren Modellen typisiert das Ende vorigen Jahres nach gemeinsamen Forschungen beider Institute vorgestellte universale Konsumenten-Segmentations-Modell die ungarische Bevölkerung nach den tatsächlichen Konsumgewohnheiten. Sie untersuchten den persönlichen und den Haushaltskonsum – darunter auf dem Gebiet der Wohnungsqualität -, wobei sie vermuteten, dass auf einzelnen Gebieten unterschiedliche Gewohnheiten charakteristisch sind.

In Ungarn haben heute schon fast die Hälfte der Wohnungen drei oder mehr Zimmer und nur in jeder zehnten fehlt das Badezimmer. Nach Angaben des Zentralen Statistischen Amtes gab es am 1. Januar 2008 4,27 Millionen Wohnungen im Land. Die durchschnittliche Wohnungsgröße belief sich auf 75 Quadratmeter. Je nach Typ verbergen sich jedoch hinter dieser Zahl ein beträchtliche Unterschiede. Während in Budapest die durchschnittliche Grundfläche diesen Schnitt nicht erreicht, wird er in den Gemeinden übertroffen. Auf 100 Wohnungen kommen landesweit 235, in Budapest jedoch nur 195 Bewohner.

Unternehmer zeigte Staatsanwälte an

Quelle des Rechtsstreits ist die Geschäftszeile am Fonyóder Hafen

Gegen zehn Staatsanwälte, einen Richter und einen Polizeibehördenleiter erstattete bei der zentralen Ermittlungsbehörde der Staatsanwaltschaften der Pécser Unternehmer Anzeige, der in Verbindung mit der Fonyóder Geschäftszeile seit fünf Jahren um sein Recht kämpft, doch bisher gegen die Selbstverwaltung nicht ankam.

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Immobilienmarkt Ungarn: Preis-Leistung entscheidet

Wohnungen zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis erregen auch in schweren Zeiten das Interesse von Käufern. Diesen Schluss zieht ein Bericht des Internet-Portals ingatlan.com. Zugleich seien die Käufer derzeit bestrebt, ihre Kreditaufnahme zu mäßigen, so dass der Bedarf an kleineren Wohnungen gewachsen ist. Dieser Bedarf werde sich auch für längere Zeit halten. Dabei könne auch der Verkauf von Wohnungen der Premium-Kategorie, die für Ausländer gebaut werden, in den Hintergrund geraten.

Daneben sei jetzt das Abwarten auf dem Wohnungsmarkt kennzeichnend. Die Käufer seien immer umsichtiger. Sie prüften die technischen, rechtlichen und finanziellen Parameter. Als wichtiger Gesichtspunkt beim Kauf trete die Zuverlässigkeit, Kapitalkraft und die Bankreferenz des Investors in den Vordergrund. Das habe freilich zum Ergebnis, dass sich die durchschnittliche Zeit zur Vertragsunterzeichnung um mehrere Wochen verlängerte, erklärte dem Bericht zufolge der Chef-Analyst des Makler-Unternehmens Otthon Centrum der Zeitung „Népszabadság“.

Der Analyst von Duna House, eines anderen Makler-Unternehmens, hob hervor, dass eines der Charakteristika des gegenwärtigen Marktes das Feilschen ist. Die Angebotspreise seien nämlich unverändert. Vom Preis der Wohnungen der Kategorie zwischen 15 und 20 Millionen Forint könnten 5-15 Prozent heruntergehandelt werden, während in der Kategorie zwischen 40 und 50 Millionen sogar ein 20-prozentiger Preisnachlass möglich sei.

Der Büroleiter von A1 Ingatlan (Immobilie) meint, dass die Krise bislang keinen drastischen Preisverfall oder völlige Stagnation brachte. Dabei nehme jedoch die Mehrheit der Eigentümer in der Hoffnung auf einen höheren Preis eine abwartende Haltung ein. Käufer mit Bargeld kauften zumeist 20 bis 25 Prozent unter dem Marktpreis.

Der geschäftsführende Direktor der ING Magyarország Ingatlanfejlesztő Kft. (Immobilien Entwicklungs GmbH), Pál Boross, hob hervor, dass der Verkauf langsamer vonstatten geht und die Käufer sich für zu besichtigende, begehbare, innerhalb kurzer Zeit beziehbare Wohnungen interessieren. Nach seinen Beobachtungen seien die Wohnungskäufer bemüht, die gewachsenen Kreditkosten langfristig immer mehr durch die Wertbeständigkeit der erworbenen Wohnimmobilie zu kompensieren.