Geldregen für Szentkirályszabadja

Der Flugplatz brachte schon vor der Eröffnung eine halbe Milliarde ein

Ganz unerwartet fiel unlängst der Selbstverwaltung von Szentkirályszabadja eine halbe Milliarde Forint in den Schoß. Die Gemeinde im Komitat Veszprém konnte mit einer einzigen Transaktion – dem Verkauf des an ihrer Gemeindegrenze liegenden Flugplatzes – fast die Hälfte ihres Jahresbudgets als zusätzliche Einnahme verbuchen.

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Ehekrach zwingt Flugzeug zu Start-Abbruch

Ein handfester Streit eines Journalisten-Ehepaares hat auf dem Flughafen in Budapest den Kapitän einer Passagiermaschine veranlasst, den Start abzubrechen und an den Standplatz zurückzukehren. Die tschechischen Eheleute waren sich wegen eines dringenden Artikels so sehr in die Haare geraten, dass der Streit in Schlägerei ausartete, hieß es am Freitag im Polizeibericht. Dabei waren sie so sehr mit ihrer Auseinandersetzung beschäftigt, dass sie die Rückkehr des Flugzeuges gar nicht bemerkten. Erst Flughafen-Polizisten setzten dem lautstarken Ehekrach ein Ende. Beim anschließenden Verhör zeigten sie Reue.

Die Direktion des Flughafens leitete ein Strafverfahren gegen die Tschechen ein und wegen des verspäteten Starts wird noch eine gepfefferte Rechnung fällig. Für ihre geplanten Reise nach Zypern mussten die Eheleute eine andere Gesellschaft suchen, da die ungarische Malév sie von der Beförderung ausschloss.

Schweinegrippe fordert zweites Todesopfer in Ungarn

In Ungarn hat die Schweinegrippe das zweite Menschenleben gefordert, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Bei dem Todesopfer handelt es sich um einen jungen Mann aus Südwestungarn. Er gehörte nicht zu einer Risikogruppe und galt als gesund. Bei einer Obduktion erwies sich die ursächliche Rolle des A(H1N1)-Virus. Die epidemiologische Untersuchung ist im Gange.

Im Juli war erstmals ein Patient in Ungarn an der Schweinegrippe gestorben. Dabei hatte es sich allerdings um einen 41-jährigen Mann gehandelt, bei dem ein Grundleiden vorlag, das sich durch das Virus verschlimmerte.

Unterdessen kündigte der Vorsitzende des Nationalen Pandemie-Ausschusses Ungarns, László Bujdosó ebenfalls am Donnerstag an, dass der ungarische Impfstoff gegen das neuartige Virus wirksam ist. Die Tests an Erwachsenen seien abgeschlossen. Zu Wochenbeginn hatte Landes-Amtsarzt Ferenc Falus bereits mitgeteilt, dass der Impfstoff Anfang kommender Woche ausgeliefert werden soll.

Ungarn und Slowakei klären Mord auf

Nach mehr als einjähriger Ermittlungsarbeit haben die ungarische und die slowakische Polizei gemeinsam mit Europol einen Mordfall aufgeklärt, an dem auch ein deutscher Staatsbürger beteiligt gewesen sein soll. Gegen ihn und vier Ungarn wurde Haftbefehl erlassen, berichtet das Nationale Ermittlungsbüro am Donnerstag in Budapest. Die mutmaßlichen Täter wurden in einer koordinierten Aktion am 18. und 19. September in mehreren ungarischen Gemeinden gefasst.

Das Nationale Ermittlungsbüro prüfe den Hintergrund des Mordes, dem im August vorigen Jahres ein slowakischer Staatsbürger nach einem geschäftlichen Streit zum Opfer gefallen war. Dabei bedrohten ihn die Täter, misshandelten und töteten ihn schließlich mit einer Handfeuerwaffe. Die Leiche brachten sie vom Tatort im slowakischen Hurbanovo in ein Waldstück an der Donau, wo Touristen sie fanden. Gemeinsam mit den ausländischen Partnern und Europol wird auch untersucht, ob die Tatverdächtigen noch an weiteren Verbrechen in Ungarn beteiligt gewesen sein könnten.